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30.04.2026 | (rsn) – Unter den 16 deutschen Profis am Start von Eschborn-Frankfurt (1.UWT) finden sich auch zwei ehemalige Sieger – allerdings liegen diese Zeiten schon länger zurück. Im Jahr 2019 gewann Pascal Ackermann, damals noch in Diensten von Bora – hansgrohe, als bisher letzter heimischer Fahrer den hessischen 1. Mai-Klassiker.
Noch länger zurück liegt der Erfolg von John Degenkolb: Der aus Oberursel stammende Lokalmatador jubelte 2011 als 22-jähriger Jungspund vor der Alten Oper und landete in der Folge noch weitere vier Mal auf dem Podium seines Heimrennens – letztmals vor fünf Jahren beim Sieg von Jasper Philipsen reichte es zu Rang zwei. Es war zudem das letzte Mal, dass ein deutscher Fahrer auf dem Podium von Eschborn-Frankfurt landete.
Und auch bei der am Freitag anstehenden 63. Ausgabe des Traditionsrennens deutet nicht viel darauf hin, dass diese schwarze Serie beendet wird, zumal die Strecke nochmals verschärft wurde und vor allem für die sprintstarken Ackermann und Degenkolb zu schwer sein dürfte.
Dennoch sprach der mittlerweile 37 Jahre alte Degenkolb von einem “ganz besonderen Rennen. Man fährt nicht irgendwo, sondern quasi vor der eigenen Haustür – und das spürt man entlang der ganzen Strecke“, so der Routinier von Picnic – PostNL, der nach seinem schweren Sturz bei der Flandern-Rundfahrt im vergangenen Jahr auf Eschborn-Frankfurt verzichten musste und der nun zum 12. Mal am Start steht.
Im Vorjahr dabei war Ackermann, der aber das Rennen nicht beendete. Nach seinem Wechsel zu Jayco – AlUla hofft der Pfälzer nun auf eine neue Chance, auch wenn die offiziell 3.300 Höhenmeter kaum nach seinem Geschmack sein dürften. “Ich verbinde mit dem Rennen natürlich unglaublich schöne Erinnerungen, vor allem an meinen Sieg 2019 im Meistertrikot“, so der 32-Jährige in einer Pressemitteilung der Veranstalter.
Über seine Chancen auf einen zweiten Sieg machte Ackermann sich aber keinerlei Illusionen: “Klar, die Strecke ist inzwischen deutlich schwerer geworden und für uns Sprinter nicht einfacher. Trotzdem bleibt es ein Rennen, bei dem ich unheimlich gerne am Start stehe“, sagte der Sprinter, der zu denjenigen Fahrern gehört, für die das Rennen “auch noch einmal ein wichtiger Formtest mit Blick auf den Giro d’Italia“, sein wird.
Deutlich wohler dürfte sich Nils Politt (UAE – Emirates - XRG) fühlen, der mit seinen Allrounderfähigkeiten neben Tudor-Profi Florian Stork der vielleicht aussichtsreichste der heimischen Fahrer sein wird: “Eschborn-Frankfurt ist für mich jedes Jahr ein wichtiges Rennen, weil es einfach etwas Besonderes ist, vor deutschem Publikum zu fahren. Die Strecke ist mittlerweile deutlich anspruchsvoller, das kommt einem Klassikerfahrer natürlich eher entgegen“, zeigte sich der Hürther wegen des veränderten Parcours‘ zuversichtlich.
“Trotzdem braucht man am Ende nicht nur gute Beine, sondern auch ein starkes Team und die richtige Rennsituation. Genau das wollen wir uns erarbeiten“, kündigte er eine offensive Fahrweise von UAE – Emirates an. Allerdings konnte Politt bei seinen bisherigen acht Starts noch kein Spitzenergebnis einfahren. Jeweils Platz 20 war sein bestes Ergebnis in den Jahren 2018 und 2023.
In jenem Jahr war Georg Zimmermann (Lotto – Intermarché) als Siebter hinter dem diesmal fehlenden Georg Steinhauser (EF Education – EasyPost) zweitbester deutscher Fahrer. Und auch diesmal sind dem Deutschen Meister die Top Ten zuzutrauen. “Ich bin drei gute Ardennenklassiker gefahren, jetzt kommt noch der Freitag mit Eschborn-Frankfurt und dann bekomme ich eine wohlverdiente Pause“, sagte Zimmermann nach Lüttich-Bastogne-Lüttich, das er auf Rang 26 beendet hatte, zu RSN.
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