Schwarze Grand-Tour-Serie setzt sich fort

Uijtdebroeks gibt Vuelta auf: “Halte den Schmerz nicht mehr aus“

Von Matthias Seng

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Cian Uijtdebroeks (Movistar) | Foto: Cor Vos

26.08.2026  |  (rsn) – Genau 26:11 Minuten nach Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) erreichte Cian Uijtdebroeks (Movistar) als 182. und damit letzter Fahrer in Andorra das Ziel der 4. Etappe der Vuelta a Espana. Dort warteten einige Teamkollegen auf den Belgier und versuchten, ihn zu trösten. “Ich halte den Schmerz nicht mehr aus“, sagte Uijtdebroeks in einem von seinem Team auf Instagram veröffentlichten Video und konnte dabei die Tränen kaum zurückhalten.

Die Schmerzen rührten offenbar noch von seinem Sturz auf der 2. Etappe, bei dem sich Uijtdebroeks unter anderem am linken Knöchel verletzt hatte. Auf der ersten schweren Kletterprüfung dieser Vuelta verlor der 23-Jährige früh den Anschluss und kämpfte danach gegen das Zeitlimit an, das die Organisatoren am Vorabend noch auf 32:07 Minuten erweitert hatten.

So blieben Uijtdebroeks und weitere Fahrer zwar im Rennen, doch für den Movistar-Neuzugang ist die Vuelta dennoch beendet. Wie sein Team mitteilte, wird der Rundfahrtspezialist nicht mehr zur 5. Etappe antreten können. Neue Untersuchungen hätten ergeben, dass die Verletzungen, die sich Uijtdebroeks auf dem zweiten Teilstück zugezogen hatte, schwerwiegender als zunächst angenommen seien. "Das Team hat beschlossen, dass Cian das Rennen verlässt, damit er seine Erholung so schnell wie möglich beginnen kann", schrieb Movistar auf X.

Damit setzt sich für Uijtdebroeks die schwarze Serie bei den großen Rundfahrten fort. Nach seinem beeindruckenden achten Platz bei der Vuelta a Espana, auf dem er 2023 bei seinem Grand-Tour-Debüt gelandet war, musste er seine drei folgenden Einsätze vorzeitig beenden: Im Jahr 2024 kam er weder beim Giro d’Italia noch bei der Vuelta ins Ziel. In dieser Saison war sein Tour-Debüt wegen eines Magen-Darm-Infekts bereits auf der 6. Etappe beendet.

Von seiner Mannschaft erhielt Uijtdebroeks bereits moralische Rückendeckung. “Cian, Du weißt gar nicht, wie stolz wir auf dich sind. Du hast alles gegeben, um diese Etappe zu meistern. In einem für dich sehr schwierigen Jahr hast du – immer dann, wenn das Pech dir nicht in die Quere kam - gezeigt, wozu du fähig bist. Du bist ein Kämpfer. Und wir haben keinen Zweifel daran, dass du das erneut beweisen wirst. Bleib STARK!“, schrieb Movistar auf Instagram.

Movistars Podiumshoffnungen ruhen auf Mas

Auch nach dem Ausscheiden von Uijtdebroeks haben die Spanier beim Heimspiel noch ein heißes Eisen im Feuer. Als Etappensechster von Andorra verbesserte sich der dreimalige Vuelta-Zweite Enric Mas auf den dritten Platz der Gesamtwertung und mischt aussichtsreich im Kampf um das Schlusspodium mit. "Wir kämpfen um den zweiten Platz und das entspricht ehrlich gesagt auch unseren Erwartungen“, sagte der 31-jährige Katalane in der Mixed Zone der 4. Etappe.

Angesichts der Dominanz von Pogacar wird aber mehr als das für Mas bei seiner achten Vuelta-Teilnahme kaum drin sein. “Das ist eben die Realität. Tadej ist der Beste und wir müssen uns auf unsere eigene Leistung konzentrieren“, machte sich Mas wie auch alle anderen Klassementfahrer keine Illusionen über die Kräfteverhältnisse bei dieser 81. Spanien-Rundfahrt.

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