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03.09.2026 | (rsn) – Linda Riedmann (Lotto – Intermarché) hat den Muurclassic Geraardsbergen (1.2) gewonnen und damit den zweiten UCI-Elite-Sieg ihrer Saison und auch ihrer Karriere eingefahren. Die 23-Jährige aus Karbach setzte sich bei dem 110 Kilometer langen Eintagesrennen auf einem sechs Mal zu fahrenden Rundkurs über die berühmt-berüchtigte Kapelmuur im Bergaufsprint einer siebenköpfigen Spitzengruppe in der sogenannten Vesten durch – der gepflasterten Straße durch den Ortskern hin zur steilen Muur.
Zweite hinter Riedmann wurde die Belgierin Xaydée Van Sinaey (Fenix – Premier Tech Development) vor der Niederländerin Eline Jansen (VolkerWessels) sowie mit zwei Sekunden Rückstand Katja Verkerk (Minimax) aus Kanada und Jansens Teamkollegin Anne Knijnenburg.
"Ich bin unglaublich happy mit diesem Sieg. Aber vor allem will ich allen im Team ein riesiges Kompliment machen", strahlte die Deutsche nach dem Sieg an einer im belgischen Radsport regelrecht heiligen Stelle, an der vor zwei Wochen Jenno Berckmoes für Riedmanns Lotto-Team bereits eine Etappe der Renewi Tour gewonnen hatte.
"Wir wussten von Anfang an, dass wir ein hartes Rennen wollten – attraktiv fahren und viel angreifen", erzählte Riedmann. Das setzte ihre Teamkollegin Sandrine Tas früh um, indem sie in die Offensive ging und lange Zeit als Solistin vor dem Feld fuhr.
"Hinter ihr war das Tempo jedes Mal unglaublich hoch, wenn wir an die Muur kamen. Aber dazwischen wurde es immer wieder langsamer. Deshalb sind wir zur letzten Muur-Passage immer noch mit einem recht großen Feld gekommen. Aber das Team hat sichergestellt, dass wir den ganzen Nachmittag perfekt positioniert waren und so auch beim letzten Mal in die Muur reinkamen", so die Siegerin weiter.
"Im letzten Teil des Anstiegs musste ich die ersten Fahrerinnen etwas ziehen lassen, aber ich bin in der Abfahrt wieder zu ihnen vorgekommen. Genau da wurde Sandrine auch eingeholt, so dass wir letztlich zu zweit in einer Siebenergruppe waren, die um den Sieg kämpfte", erzählte Riedmann.
Tas spannte sich dabei voll für ihre Teamkollegin ein und fuhr das Finale von vorne, um Attacken vor dem ansteigenden Finale in Geraardsbergen zu vermeiden. "Exakt so, wie wir es vorher geplant hatten. Ich musste nur geduldig bleiben und warten", freute sich Riedmann. "100 Meter vor dem Ziel habe ich dann meinen Sprint lanciert."
Riedmann hatte bereits Anfang Juli eine Etappe der Volta a Portugal Feminina (2.2) für sich entschieden und dort den siebten Gesamtplatz belegt. Bei der Tour de France Femmes (2.WWT) sprintete sie auf Etappe 2 in Genf auf den zehnten Platz. In den Jahren 2023 und 2025 stand sie außerdem jeweils als Dritte auf dem Podium des Women's Cycling Grand Prix in Stuttgart, der in zehn Tagen in Tamm wieder ausgetragen wird.
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