--> -->
14.10.2026 | (rsn) – Der erste Tag der Bahn-Weltmeisterschaften in Shanghai brachte die erste Medaille für das deutsche Team. Die Europameisterinnen Lea-Sophie Friedrich, Pauline Grabosch und Clara Schneider gewannen hinter China und Großbritannien Bronze im Team-Sprint der Frauen. Einen starken Eindruck hinterließ auch der Vierer der Frauen, der die Qualifikation mit der zweitschnellsten Zeit absolvierte. Für Lea Lin Teutenberg gab es Platz acht im Scratch und der Vierer der Männer erreichte die 1. Runde und beendete die Teamverfolgung auf Rang acht.
“Bronze fühlt sich wie Gold an für uns“, schilderte Friedrich im Interview gegenüber radsport-news.com. Nach der Einführung des Sprints für Dreierteams 2021 gelangen den deutschen Sprinterinnen drei Weltmeistertitel in Folge, zuletzt aber verpassten sie bei den letzten beiden Titelkämpfen das Podium. Im Februar bei den Europameisterschaften gewannen sie genau in jener Formation die Goldmedaille, im Finale gegen Großbritannien, das dort aber auf den Einsatz von Emma Finucane verzichtete.
“Wir haben nicht gedacht, dass wir vor China oder Großbritannien kommen bei dieser WM, da hätte schon etwas passieren müssen“, fügte Friedrich an. Schon vor den Weltmeisterschaften hatte das deutsche Team auf einen Platz im Kleinen Finale gehofft, dieser hatte sich nach einem knappen Duell mit den Niederländerinnen in der 1. Runde erfüllt. “Sie waren sechs Zehntel von unserer Qualizeit weggewesen, einen wirklichen Fehler haben wir aber von ihnen im Videostudium nicht gesehen. Aber wir waren uns sicher, dass sie stärker aufkommen werden, wussten aber, dass wir es schaffen können. Wir werden auch im Turnier immer stärker“, so Friedrich.
Mit fünf Goldmedaillen und nun einer Bronzenen bleibt Grabosch in dieser Disziplin, vor Friedrich, die einen Titel weniger in ihrer WM-Vita zu verzeichnen hat, die erfolgreichste Sportlerin. “Die Zeiten und Teams zeigen von der krassen Progression in dieser Disziplin seit den Olympischen Spielen in Paris. Dass wir die letzten Jahre nicht um die Goldmedaille mitkämpfen konnten, hat mit unterschiedlichen Aspekten zu tun, die zu berücksichtigen sind“, erklärte Grabosch. Denn mit der Pause von Emma Hinze kam eine weitere Erfolgsgarantin abhanden. Die 29-Jährige peilt ihr Comeback bei den Heim-Europameisterschaften in Berlin an.
“Es ist eine hart erkämpfte Medaille“, fuhr Grabosch fort, die ebenfalls erklärte, dass sich im Vergleich zu den Titeljahren die Positionen der Fahrerinnen im Team-Sprint verändert hätten. Sie wurde von der Anfahrerin zur Schlussfahrerin, die dann auch das finale Duell gegen die Neutralen Athletinnen von Russland für sich entscheiden konnte. Während sie und Friedrich die Podiumszeremonien bei Weltmeisterschaften schon gut kannten, war es für Clara Schneider die Premiere: “Es war echt ein Tag, der nur wunderschön war. Wir kamen nicht mit den größten Erwartungen her und können nun mit einem Riesenlächeln rausgehen.“
Für das Teamsprint-Trio der Männer, Henric Hackmann, Nik Schröter und Luca Spiegel, kam das Aus schon in der Qualifikation. Mit einem Rückstand von sechs Zehntel auf die Qualsieger und Titelverteidiger aus den Niederlanden landeten sie auf dem neunten Rang. Die Winzigkeit von 13 Tausendstel fehlte ihnen auf den Einzug in die 1. Runde.
Die Niederländerin Lorena Wiebes sicherte sich die Goldmedaille im Scratch der Frauen, wo sie sich vor der Irin Lara Gillespie und der Portugiesin Maria Martins durchsetzte. “Es ist immer schön, mit einem Sieg in die Wettkämpfe zu starten. Der Sprint war gar nicht so optimal für mich, weil er einfach so lang war“, berichtete Wiebes. Teutenberg schloss den Bewerb als Achte ab. “Ich bin nicht als die endschnellste Fahrerin bekannt, von dem her war es ein guter Anfang und von jetzt an geht es weiter aufwärts“, grinste die 27-Jährige.
In der Teamverfolgung standen sowohl für die Frauen als auch die Männer die Qualifikationen auf dem Programm. Die Vizeweltmeisterinnen des Vorjahres erzielten in der Besetzung mit Messane Bräutigam, Franziska Brauße, Lisa Klein und Mieke Kröger die zweitschnellste Zeit. 1,9 Sekunden lagen sie hinter den Weltrekordhalterinnen. "Ich glaube, wir können ganz zufrieden sein und haben auch noch ein, zwei Stellschrauben, an denen wir drehen können. Mit einem guten Finale ist sicher noch eine bessere Zeit möglich", analysierte Brauße.
Am Donnerstag kämpfen die vier Deutschen nun gegen Italien, das drei Zehntel langsamer war, um den Einzug ins Große Finale. "Die Duelle mit Italien waren immer knapp. Wir haben die schnellere Qualizeit, dürfen uns aber nicht zu sicher sein“, mahnte Brauße. Für eine Überraschung sorgten die Niederländerinnen, die angeführt von Wiebes mit einem neu-formierten Team Rang vier erreichten.
Bei den Männern waren die Titelverteidiger aus Dänemark die Qualischnellsten. In 3:44.991 Minuten lagen sie zwei Sekunden vor Großbritannien sowie Italien, das mit seinen Superstars Filippo Ganna und Jonathan Milan auf Platz drei fuhr. Der deutsche Vierer, bestehend aus Moritz Binder, Benjamin Boos, Max-David Briese und Tim Torn Teutenberg, schaffte den Sprung unter die Top acht als Sechster und traf am Abend in der 1. Runde auf Neuseeland.
“Mit der Qualifikation sind wir sehr zufrieden. Sie war eine große Unbekannte, denn wir konnten nur schwer einschätzen, wie stark die Konkurrenz ist. Insgesamt hatten 18 Teams gemeldet und fast alle davon sehr gut besetzt“, schilderte Bundestrainer Lucas Schädlich. In der 1. Runde wollte der Vierer, der unverändert in das Duell gegen Neuseeland ging, zum einen gewinnen, aber auch zum anderen seine Zeit aus der Qualifikation verbessern. “Das ist uns beides misslungen, weswegen wir nicht ganz so glücklich aus der Verfolgung rausgehen“, meinte Schädlich.
Für die beiden Schweizer Vierer war in der Qualifikation schon Endstation. Die Frauen, mit Michelle Andres, Aline Seitz, Jasmin Liechti und Annika Liehner, landeten auf Platz 13 und verpassten den achten Rang um fast sechs Sekunden. Der Männer-Vierer, bestehend aus Noah Bögli, Mats Poot, Pascal Tappeiner und Alex Vogel lag mit einem Rückstand von 2,2 Sekunden auf die Achtplatzierten Franzosen knapper am Cut für die 1. Runde. Dennoch war dem Vierer die Enttäuschung anzusehen. “Es ist nicht so glücklich gelaufen für uns. Wir sind ein bisschen zu schnell gestartet, wollten eigentlich langsamer anfahren. Schade, denn jetzt haben wir viele Punkte verspielt im Hinblick auf die Olympiaquali“, erklärte Vogel.
Denn die Weltmeisterschaften in Shanghai sind der Auftakt jener Rennen, die für das entscheidende Ranking im Hinblick auf die finalen Felder in Los Angeles zählen. Nur die besten acht Teams der Welt können dort dann um Medaillen im Vierer fahren. “Wir haben ein starkes Team und können das noch gutmachen“, gab sich Vogel kämpferisch zum Abschluss.
14.10.2026Richardson äußert sich erstmals nach Rassismus-Vorwürfen(rsn) – Am Mittwoch beginnen in Shanghai die Bahnweltmeisterschaften, aber einer der großen Stars, Matthew Richardson, ist nach den gegen ihn geäußerten Rassismusvorwürfen nicht dabei. Auf Insta
13.10.2026Rassismusvorwürfe: Bahn-WM ohne Europameister Richardson (rsn) – Bei den am Mittwoch im Shanghai Velodrom beginnenden Bahn-Weltmeisterschaften (14. – 18. Oktober) wird mit Matthew Richardson der größte Rivale von Sprint-Superstar Harrie Lavreysen fehl
12.10.2026Zum Auftakt der Olympiaqualifikation Kampf um Regenbogentrikots (rsn) - Vom 14. bis zum 18. Oktober finden im 2024 eröffneten Shanghai Velodrom die Bahn-Weltmeisterschaften statt, die gleichzeitig der Beginn der Qualifikationsphase für die Olympischen Spiele 202
14.10.2026Merlier eine Klasse besser als der Rest (rsn) – Mit einer Demonstration endete die 1. Etappe der Eneco Tour. 250 Meter vor dem Ziel des 120 Kilometer langen Tagesabschnitts rund um Ede schoss Tim Merlier (Soudal – Quick-Step) aus dem Hi
14.10.2026Lippert gewinnt bei Veneto Women ihren Saisonabschluss (rsn) – Ihren ersten Saisonsieg feierte Liane Lippert (Movistar) Anfang Februar bei ihrem dritten Einsatz. Auf ihren zweiten musste sie dann lange warten. Erst am letzten Renntag ihrer Saison schlug
14.10.2026Richardson äußert sich erstmals nach Rassismus-Vorwürfen (rsn) – Am Mittwoch beginnen in Shanghai die Bahnweltmeisterschaften, aber einer der großen Stars, Matthew Richardson, ist nach den gegen ihn geäußerten Rassismusvorwürfen nicht dabei. Auf Insta
14.10.2026Dixon wird Profi bei Canyon – SRAM (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
14.10.2026Biesterbos sorgt in Guangxi für Picnics dritten Saisonsieg (rsn) – Neoprofi Frits Biesterbos (Picnic - PostNL) hat auf der 2. Etappe der Tour of Guangxi für eine Überraschung gesorgt. Der Niederländer schlug im Massensprint die Topstars Paul Magnier (Sou
13.10.2026Söderqvist ist in Den Haag acht Zehntel schneller als Mouris (rsn) – Jakob Söderqvist (Lidl – Trek) hat den Abend-Prolog der Eneco Tour (2.1) in Den Haag gewonnen. Nach 3,1 im Flutlicht absolvierten Zeitfahrkilometern war er acht Zehntelsekunden schneller
13.10.2026Radsport live im Stream, TV und Ticker: Die Rennen des Tages (rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker?In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wicht
13.10.2026Seixas musste beim MTB-Abstecher Lehrgeld zahlen Nur einen Tag nach seinem denkwürdigen Sieg bei II Lombardia (1.UWT) war Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) schon wieder im Einsatz. In seiner Heimat startete der 20-jährige Franzose beim schweren
13.10.2026Rassismusvorwürfe: Bahn-WM ohne Europameister Richardson (rsn) – Bei den am Mittwoch im Shanghai Velodrom beginnenden Bahn-Weltmeisterschaften (14. – 18. Oktober) wird mit Matthew Richardson der größte Rivale von Sprint-Superstar Harrie Lavreysen fehl
13.10.2026Kanter in Guangxi auch ohne Sprintzug wettbewerbsfähig (rsn) – Nachdem er sich beim Hongkong Cyclothon (1.1) nur Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) hatte geschlagen geben müssen, hat Max Kanter (XDS – Astana) zum Auftakt der Tour of Guangxi (2.UWT)
13.10.2026Ganna schlägt bei Lidl – Trek ein neues Kapitel auf (rsn) - Wenige Tage nach der vorzeitigen Trennung von Giulio Ciccone hat das deutsche Team Lidl – Trek einen prominenten italienischen Neuzugang präsentiert. Wie der deutsche WorldTour-Rennstall mi
13.10.2026Magnier setzt in Guangxi seine Serie fort, Kanter Dritter (rsn) - Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) hat die Serie seiner beeindruckenden Auftritte in diesem Herbst in China fortgesetzt und sich überlegen den Auftakt der Tour of Guangxi (2.UWT) gesichert.