Kanter Sechster auf 5. Guangxi-Etappe

Magnier stürzt, Fretin nutzt letzte Chance für die Sprinter

Von Matthias Seng

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Milan Fretin (Cofidis) hat die 5. Etappe der Tour of Guangxi gewonnen. | Foto: Cor Vos

17.10.2026  |  (rsn) – Milan Fretin (Cofidis) hat bei der 7. Tour of Guangxi (2.UWT) erneut zugeschlagen und sich seinen zweiten Sieg bei der letzten WorldTour-Rundfahrt des Jahres gesichert. Der 25-jährige Belgier entschied die 5. Etappe über 170,1 Kilometer von Jinchengjiang nach Yizhou im Sprint vor dem Italiener Matteo Moscetti (Pinarello – Q36.5) und dem Norweger Erlend Blikra (Uno-X Mobility) für sich, profitierte dabei aber von einem Sturz, bei dem auf der Zielgerade sein wohl größter Gegner auf dem Asphalt landete.

500 Meter vor dem Ziel touchierte Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) im Positionskampf den an ihm vorbeiziehenden Max Kanter (XDS – Astana). Während der Deutsche auf dem Rad blieb und schließlich noch hinter dem Briten Joshua Giddings (Lotto – Intermarché) und dem Belgier Jordi Meeus (Red Bull – Bora – hansgrohe) Tagessechster wurde, stürzte der Franzose. Der direkt hinter ihm fahrende Frits Biesterbos (Picnic – PostNL), Gewinner der 2. Etappe, konnte mit Mühe auf dem Rad bleiben, büßte jedoch alle Chancen auf einen möglichen zweiten Tagessieg ein.

Den holte sich stattdessen Fretin, der erst zwei Tage zuvor seinen ersten Erfolg auf WorldTour-Niveau gefeiert hatte und der nun seinen insgesamt zehnten Sieg bei den Profis bejubeln konnte.

“Ich kann es kaum fassen, dass ich gerade mein zweites Rennen der Woche und meinen zweiten Sieg in der UCI WorldTour gewonnen habe!“, kommentierte ein begeisterter Milan in einem Statement von Cofidis seinen nächsten Coup. “Wir wussten, dass sich eine Chance auf den Sprint bot, und das Team hat alles bis zum Schluss perfekt kontrolliert. Meine Teamkollegen haben auf den letzten Kilometern alle zusammengehalten. Ich war gut positioniert, was mir einen guten Antritt ermöglichte. Ich bin etwas zu früh losgesprintet, konnte aber im richtigen Moment den Unterschied machen“, schilderte er das turbulente Finale der letzten Sprintetappe dieser Tour of Guangxi.

Der 22-jährige Magnier verteidigte trotz des Sturzes vor der entscheidenden morgigen Bergetappe das Rote Trikot mit zehn Sekunden Vorsprung auf Biesterbos (+0:10) und Kanter (+0:16) sowie dem Freiburger Jasha (Sütterlin (Jayco – AlUla / +0:18), der aus der Ausreißergruppe heraus Bonussekunden sammelte und sich auf den vierten Gesamtrang verbesserte. 

Der Gesamtführende steht auch weiter an der Spitze der Punkte- und der Nachwuchswertungwertung, der Franzose Baptiste Veistroffer (Lotto – Intermarché) baute seine Führung in der Bergwertung aus.

So lief die 5. Etappe der Tour of Guangxi:

Eine sechsköpfige Ausreißergruppe um Sütterlin, den Österreicher Patrick Gamper (beide Jayco – AlUla) sowie Bergkönig Veistroffer wurde auf dem mit drei Bergwertungen versehenen Teilstück bereits 14 Kilometer vor dem Ziel gestellt.

Das Sextett hatte sich nach rund 40 Kilometern formiert, Veistroffer sicherte sich danach alle drei Bergpreise des Tages. Das meist von Soudal angeführte Feld hielt die Ausreißer jedoch an der kurzen Leine und ließ keinen Zweifel an der fünften Sprintentscheidung in Folge aufkommen.

Das Streckenprofil der 5. Etappe der Tour of Guangxi | Foto: Veranstalter

Im Finale hielten sich Magniers Helfer dann aber zunächst zurück, stattdessen sorgte Visma in voller Mannschaftsstärke für Neuzugang Fabio Jakobsen für Tempo an der Spitze, von der die Männer in den Gelben Trikots jedoch eingangs der letzten beiden Kilometer verdrängt wurden.

Stattdessen bildete sich dort nun der Tudor-Zug, der das Feld auf den Schlusskilometer führte. 500 Meter später waren Magniers Träume vom dritten Etappensieg dann jäh geplatzt, als der Mann im Roten Trikot auf der breiten Zielgeraden stürzte, nachdem er im Positionskampf den von hinten links an ihm vorbeijagenden Kanter touchiert hatte.

Stattdessen sicherte sich Fretin im kurz darauf folgenden wilden Sprint seinen zweiten Sieg auf WorldTour-Niveau vor Moschetti und Blikra. Kanter, der auf der rechten Seite ungünstig positioniert war, blieb diesmal nur Rang sechs.

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