Sturz in Hoogerheide unverletzt überstanden

Ferrand-Prevot fit und motiviert zur Cross-WM nach Valkenburg

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Pauline Ferrand-Prévot (Canyon-SRAM) | Foto: Cor Vos

31.01.2018  |  (rsn) - Die am Sonntag beim letzten Cross-Weltcup der Saison in Hoogerheide gestürzte Pauline Ferrand-Prévot wird am kommenden Wochenende bei den Weltmeisterschaften im niederländischen Valkenburg antreten können. Das bestätigte die Weltmeisterin von 2015 am Mittwoch nochmals in einer Pressemitteilung ihres Teams Canyon-SRAM. "Selbst wenn ich mir die Rippen gebrochen hätte, denke ich, dass ich am Samstag noch versucht hätte zu fahren", sagte die Französin, die am Sonntag in einer Abfahrt die Schweizerin Jolanda Neff touchiert hatte, woraufhin beide stürzten.

Zunächst sah es so aus, als habe sich Ferrand-Prévot, die auf einer Trage abtransportiert und in ein Krankenhaus gebracht wurde, die schlimmeren Verletzungen zugezogen. Doch nach eingehenden Untersuchungen konnte die 25-Jährige Entwarnung geben, wogegen bei Neff ein Schlüsselbeinbruch und eine Fraktur im rechten Ellbogen festgestellt wurde, was zugleich das WM-Aus für die Mountainbike-Weltmeisterin bedeutet.

Dagegen blickt Ferrand-Prevot, die nach fast zweijähriger Cross-Pause Anfang Dezember bei der DVV Trofee in Essen prompt den vierten Platz belegt hatte, zuversichtlich auf das WM-Rennen am Samstag. "Es ist eine hügelige, schwere und technische Runde. Ich mag sie sehr“, sagte sie und prognostizierte ein offenes Rennen. "Es wird aufregend und unberechenbar sein. Die Weltcup-Podien während der Saison waren immer anders besetzt. Es gibt nicht nur eine Fahrerin, die gewinnen kann, sondern wahrscheinlich zehn verschiedene Frauen, die gewinnen können.“

Zu diesen Zehn wird auch sie selber zählen, vor allem, da Ferrand-Prévot in den vergangenen beiden Monaten zahlreiche Spitzenergebnisse eingefahren hatte - und das, obwohl sie aufgrund ihrer schlechten Ranglistenplatzierungen die Rennen meist aus der hinteren Reihe in Angriff nehmen musste. Dennoch gewann sie den Vlaamse Druivencross und zeigte auch in den Weltcups herausragende Leistungen: In Namur wurde Ferrand-Prevot Fünfte, in Heusden-Zolder belegte sie Rang vier und beim Heimspiel in Nommay schaffte die Französische Meisterin sogar Platz drei. Ein weiteres Spitzenergebnis war nach erneut famoser Aufholjagd auch zum Weltcup-Finale in Hoogerheide zum Greifen nah, ehe es zum folgenreichen Sturz kam, den sie glücklicherweise ohne Verletzungen überstand, wie Ferrand-Prévor betonte. "Ich freue mich deshalb, dass ich vollkommen fit starten kann.“

Dennoch äußerte sie sich zurückhaltend zu ihren Chancen auf einen möglichen zweites WM-Titel. "Ich will nicht über Resultate sprechen. Am Samstag habe ich nichts zu verlieren. Ich muss das Regenbogentrikot nicht verteidigen. Ich hatte bisher eine schöne Saison. Ich will mein Bestes geben, mit Vollgas fahren, nichts Wichtiges vergessen oder irgendwelche Fehler machen. Ich bin in guter Form,  habe die beste Unterstützung um mich herum und möchte damit das Maximale aus dem Rennen rausholen“, kündigte Ferrand-Prévot an.

Allerdings dienten ihr die Cross-Rennen in erster Linie zur Vorbereitung auf die Straßensaison, in der sie zunächst die Frühjahrsklassiker anpeilt. "Das sind meine großen Ziele“, so Ferrand-Prévot mit Blick auf die Flandern-Rundfahrt und die drei Ardennenklassiker.

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