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21.04.2018 | (rsn) - Fünf Etappen, fünf verschiedene Tagessieger und ein beinharter Kampf in der Gesamtwertung bis zum letzten Kilometer. Die Tour of the Alps 2018 ist ihren Vorschusslorbeeren gerecht geworden. Von vielen Teams als Vorbereitungsrennen für den Giro d’Italia auserwählt, hat sich das fünftägige Etappenrennen, welches in der Grenzregion zwischen Österreich und Italien stattfindet, als tolles Event im Kalender etabliert. Besonders die kurzen Tagesabschnitte mit jeweils weniger als 160 Kilometern luden die Favoriten zu einer sehr offensiven Fahrweise ein.
Ab dem Start wurde attackiert und auch die Topfahrer sorgten mit frühen Angriffen auf den Abschnitten für ein flottes Tempo. "Kein Mensch braucht so lange Überführungsetappen. Hier haust du ab dem ersten Kilometer alles raus", erklärte Felix Großschartner gegenüber radsport-news. Der Österreicher führte erstmals das Team Bora-hansgrohe als Kapitän in einer Rundfahrt an. Das Team aus Raubling fuhr aber ein bescheidenes Rennen, Großschartner erreichte als einziger Fahrer das Ziel der 5. Etappe in Innsbruck. Seine sechs Kollegen mussten vorher aufgeben.
Deutlich stärker präsentierten sich die anderen WorldTour-Teams. Auch wenn der Franzose Thibaut Pinot nach der 3. Etappe sich noch beklagte, er würde über keine so ausgezeichnete Mannschaft wie Chris Froome (Sky) verfügen, brachte er das fuchsiafarbene Trikot mit Hilfe seiner Kollegen von Groupama-FDJ ins Ziel nach Innsbruck. Vor allem sein Edelhelfer Georg Preidler sorgte mit Tempoverschärfungen für so manche brenzlige Situation für Froome.
Doch auch der viermalige Tour-de-France-Gewinner vom Team Sky konnte sich auf seine Helfer verlassen. Der Franzose Kenny Ellisonde kurbelte Kilometer für Kilometer an der Spitze und setzte jeder Attacke nach. Unermüdlich verrichtete der 26-Jährige seine Arbeit im Feld. Und auch in wenigen Wochen beim Giro d’Italia wird Ellisonde zu den wichtigsten Stützen des Sky-Teams gehören.
Betrachtet man die fünf Etappen im Rückblick, so führt kein Weg vorbei am Team Astana. Aufgrund des Todes von Michele Scarponi vor einem Jahr versteht man die Wichtigkeit des Rennens für die kasachische Mannschaft. Es war damals ihre letzte Rundfahrt mit dem erfahrenen Italiener. Gleich drei Etappensiege konnte Astana dem "Adler von Filottrano" widmen. Die hellblauen Trikots waren aber nicht nur am Ende der Etappen sehr präsent. Fünf Fahrer landeten in den Top 15 der Gesamtwertung. Zwar scheiterte Miguel Angel Lopez mit seinem Angriff auf das fuchsiafarbene Trikot am letzten Tag der Tour, jedoch sind die Optionen des kasachischen Teams für den Giro gewaltig.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten fand auch Italiens Siegeshoffnung bei der ersten GrandTour des Jahres, Fabio Aru (UAE-Emirates), immer besser ins Renngeschehen. Und auch Oldie Domenico Pozzovivo (Bahrain-Merida) wird auf den steilen Anstiegen in den italienischen Alpen ein lästiger Konkurrent für die Pinot und Froome werden.
Aber nicht nur die erfahrenen Stars zeigten groß auf bei der Tour of the Alps 2018. Mit Ben O’Connor (Dimension-Data), Ivan Ramiro Sosa (Androni) sowie Mark Padun (Bahrain-Merida) feierten drei ganz junge Fahrer Etappensiege. Der Italiener Giulio Ciccone (Bardiani) und der Tscheche Michal Schlegel (CCC) konnten sich gut in der Gesamtwertung platzieren. Damit öffnete die Rundfahrt nicht nur einen Blick auf die nahe Zukunft als Giro-Vorbereitungsrennen, sondern auch einen auf mögliche zukünftige starke Kletterer.
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