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07.11.2018 | (rsn) - Lizzie Deignan ist zurück im Sattel. Die Straßen-Weltmeisterin von 2015, die in diesem Jahr auf Grund ihrer Schwangerschaft kein Rennen bestritt und am 23. September ihre erste Tochter Orla Deignan gebar, hat auf Instagram ein Foto von sich auf ihrem Heimtrainer gepostet - von einer 30-minütigen ersten Trainingseinheit auf ihrem Weg zurück ins Peloton. Deignan will im Juni 2019 ins Renngeschehen zurückkehren und am 28. September das WM-Straßenrennen bestreiten, das in Yorkshire an ihrem Elternhaus vorbeiführt.
"Kapitel 2, Tag 1: Sechs Wochen nach der Geburt hat mein Doktor mir grünes Licht gegeben, wieder Rad zu fahren. Ich war heute 30 Minuten auf dem Wattbike und war positiv überrascht, wie ich mich gefühlt habe", schrieb die mit ihrem Mann, Sky-Profi Philip Deignan, in Monaco lebende Deignan auf Instagram unter ihr Foto.
Bevor sie sich zum ersten Mal wieder auf den Heimtrainer setzte, hatte Deignan am vergangenen Wochenende beim Rouleur Classic, einer Messe-ähnlichen Veranstaltung des britischen Magazins Rouleur in London, das Trikot ihres neuen Teams Trek-Segafredo vorgestellt. Dort erklärte Deignan auch gegenüber Cycling Weekly, dass sie 2019 kein anderes sportliches Ziel verfolge, als die Weltmeisterschaften von Yorkshire. Das hatte sie auch schon im März gesagt, als sie ihre Babypause publik machte. "Es ist eine massive Herausforderung, nur ein Jahr nach Orlas Geburt. Deshalb werde ich nicht hetzen, um schon vor der WM einmal Top-Form zu erreichen", so Deignan nun in London.
"Ich war überrascht von allen Veränderungen meines Körpers während der Schwangerschaft. Ich konnte viel mehr machen, als ich je erwartet hätte, und jetzt habe ich auch das Schwangerschaftsgewicht viel schneller verloren, als ich je erwartet hätte", so Deignan über ihren Fitnesszustand. Am 14. September hatte sie zuletzt auf dem Rennrad gesessen - drei Tage vor dem prognostizierten Geburtstermin, den Baby Orla schließlich um eine Woche überzog.
Als Mutter auf dem Weg zurück zu alter Stärke?
Ihr neues Team unterstütze sie auf ihrem Weg, erklärte die 29-jährige Britin bereits im Juli, als das neue Frauenteam des Rennstalls von Luca Guercilena angekündigt und Deignan als erste Fahrerin vorgestellt wurde. "Sie haben mich als schwangere Athletin unter Vertrag genommen und so gezeigt, dass sie darauf vertrauen, dass ich trotz des Mutterseins wieder die Athletin werde, die ich vorher war", so Deignan.
Der Wechsel zu Trek-Segafredo sorgte bei ihrem bisherigen Team, Boels-Dolmans, allerdings für Stirnrunzeln. Als die Britin im März ihre Babypause ankündigte, wurde auch verkündet, dass der niederländische Rennstall von Danny Stam zu ihr stehen würde und Deignan 2019 oder 2020 dorthin zurückkehren würde. Im Mai aber begannen Deignans Gespräche mit Trek, und plötzlich waren Stam und Boels-Dolmans raus. Der Niederländer äußerte sich öffentlich nicht dazu.
Deignan erklärte nun, ihr sei die Entscheidung für den Teamwechsel nicht leicht gefallen, es sei aber in ihren Augen eine gute. "Ich wechsle zu einem, in meinen Augen, besseren Set-Up. Die Infrastruktur, die Logistik, die Betreuer, all das ist wirklich professionell, und ich weiß, dass ich an einen guten Ort gehe", sagte die Britin, die nach sieben Jahren im selben sportlichen Umfeld "einfach eine Veränderung" brauchte.
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