Anwalt des Cross-Weltmeisters zeigt sich zuversichtlich

Erhält Van Aert von der UCI Grünes Licht auch für die Straße?

Foto zu dem Text "Erhält Van Aert von der UCI Grünes Licht auch für die Straße?"
Wout Van Aert liegt im juristischen Streit mit seinem bisherigen Team. | Foto: Cor Vos

13.11.2018  |  (rsn) - Wout van Aerts Anwalt ist zuversichtlich, dass sein Mandant, der im September einseitig den Vertrag mit seinem Team Veranda's Willems-Crelan aufgelöst hat, dennoch im Jahr 2019 Rennen bestreiten und dafür die Erlaubnis des Radsportweltverbands UCI erhalten wird.

“ Van Aert ist nicht mehr an seinen früheren Arbeitsvertrag gebunden, was bedeutet, dass er nicht daran gehindert werden kann, seinen Job zu tun. Deshalb glauben wir, dass die UCI zustimmen wird“, sagte Walter Van Steenbrugge am Montag zu Sporza.be.

Sniper Cycling, die Betreibergesellschaft der belgischen Mannschaft, die 2019 mit dem niederländischen Zweitdivisionär Dutch Roompot-Nederlandse Loterij fusioniert, verlangt nach einer Meldung von Het Laatste Nieuws vom dreimaligen Cross-Weltmeister, der in der Saison 2018 auch auf der Straße erfolgreich war und die Dänemark-Rundfahrt gewann sowie bei den Frühjahrsklassikern überzeugte, wegen Vertragsbruchs eine Entschädigung von 500.000 Euro. Der Anwalt von Sniper Cycling hatte bereits angekündigt, dass man einem vorzeitigen Wechsel zu einem anderen Team nicht eher zustimmen werde, bis Van Aert eine finanzielle Kompensation geleistet habe.

Dessen Manager Jef Van den Bosch erklärte dagegen, dass "Wout Van Aert seinen Vertrag mit einer ‘Kündigung aus wichtigem Grund‘ gebrochen hat. Von einer Entschädigung kann keine Rede sein", so Van den Bosch gegenüber Het Laatste Nieuws.

Der 24-jährige Van Aert hat für die Saison 2020 bereits einen Vertrag beim niederländischen LottoNL-Jumbo-Team unterschrieben, das nun daran interessiert ist, den Belgier bereits zur kommenden Saison zu verpflichten. Van Aert hatte im Zusammenhang mit der Fusion und der damit verbundenen Turbulenzen den Vertrag mit seinem bisherigen Rennstall aufgekündigt.

Bei den Cross-Rennen dieser Saison tritt er als “Ein-Mann-Team“ im Trikot von Cibel-Cebon an, wofür er von der UCI die Genehmigung erhalten hat. Daraus schlussfolgert sein Anwalt, dass Van Aert auch für die Straßensaison 2019 vom Weltverband “Grünes Licht“ erhalten werde. “Ich rechne in diesem Monat mit einer Antwort“, sagte Van Steenbrugge.

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