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24.05.2026 | (rsn) – Der sicher geglaubte vierte Sprint des Giro d’Italia wurde keiner. Vier Ausreißer bestimmten die 15. Etappe, von ihnen war Fredrik Dversnes (Uno-X Mobility) am Ende der Schnellste. Nach 157 Kilometern zwischen Voghera und Mailand schlug er seine Begleiter Mirco Maestri (Polti – VisitMalta), Martin Marcellusi (Bardiani – CSF – 7 Saber) und Mattia Bais, den zweiten Polti-Fahrer. Im Feld verwies Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) kurz danach Dylan Groenewegen (Unibet – Rose Rockets) auf den sechsten Rang.
Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) verteidigte sein Rosa-Trikot auf der topfebenen Strecke problemlos, auch die anderen Klassementfahrer blieben alle zusammen.
Später mehr…
Kurz nach dem scharfen Start ließ das Feld ein Quartett ziehen. Marcellusi, Fredrik Dversnes (Uno-X Mobility), Bais und Maestri fuhren bis zu 2:30 Minuten Vorsprung heraus. Im Feld kontrollierten die Teams Lidl – Trek, Soudal – Quick Step und Unibet – Rose Rockets das Rennen und hatten die Sache stets unter Kontrolle.
Am Zwischensprint in Pavia, den Marcellusi knapp 90 Kilometer vor dem Ziel vor Bais gewann, versuchte Narvaez Magnier den letzten zu erringenden Punkt streitig zu machen. Doch Magnier ließ nichts anbrennen und zog da schon gleich mit dem Mann im Maglia Ciclamino.
Das Streckenprofil der 15. Etappe des Giro d‘Italia | Foto: Veranstalter
Den Rundkurs in Mailand erreichten die Ausreißer mit zwei Minuten Vorsprung – 66 Kilometer waren da noch zu absolvieren. Die Jury legte unterwegs fest, dass die Zeit für die Gesamtwertung bei der vorletzten Zielpassage genommen wird, damit sich die Klassementfahrer aus der Hektik des zu erwartenden Massensprints heraushalten konnten. Zuvor hatte Vingegaard gegenüber den Kommissären eine gefährliche Stelle in Zielnähe moniert.
Bei der besagten vorletzten Zielpassage hatte das Spitzenquartett nur noch knapp 40 Sekunden Vorsprung. Zwischenzeitlich war NSN mit in die Nachführarbeit eingestiegen. Auf den letzten fünf Kilometern kamen auch noch Tudor und Alpecin – Premier Tech nach vorn, weil den anderen Teams schlicht die Helfer ausgingen. Der Abstand war bis dahin nur unwesentlich kleiner geworden.
Auf dem letzten Kilometer stellte sich Bais in den Dienst von Maestri. Doch von dessen Hinterrad sprintete Dversnes vorbei und gewann vor dem Polti-Profi und Marcellusi. Der Norweger war so viel schneller als die Kontrahenten, dass er ausgiebig jubeln und dabei die Beine hochnehmen konnte, ohne dass dies seinen Coup noch gefährdet hätte. Aus dem Feld heraus sprintete Magnier auf Rang fünf und verwies dabei Groenewegen und Lund auf die weiteren Plätze.
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