RSN Rangliste, Platz 19: Gino Mäder

Ab August ein beeindruckender Steigerungslauf

Von Christoph Adamietz

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Gino Mäder gewinnt die Schlussetappe der Tour de l`Avenir | Foto: Elisa Haumesser

10.12.2018  |  (rsn) – Noch im Mai hätte Gino Mäder (IAM Excelsior) wohl selbst nicht damit gerechnet, am Jahresende einen WorldTour-Vertrag in der Tasche zu haben. Denn die erste Saisonphase des Schweizers lief, abgesehen vom vierten Platz beim GP Palio del Recioto (1.2u), alles andere als wunschgemäß. “Ich hatte ein wenig meine Schwierigkeiten, kam nicht auf Touren“, erklärte Mäder gegenüber radsport-news.com.

Mit seinem Sieg Mitte Mai auf der Schlussetappe der Ronde de l`Izard (2.2u) wendete sich das Blatt allerdings. Auch wenn er mit seinem Abschneiden beim anschließenden Giro d`Italia der U23 nicht zufrieden war, so ließ Mäder mit einem dritten Etappenrang und Platz zwei in der Bergwertung sein Talent aufblitzen.

Der Knoten platze dann im August, als der 21-jährige Oberaargauer zunächst die Schlussetappe der Tour Alsace (2.2) und damit auch die Punktewertung der Rundfahrt für sich entschied. Bei der zehn Tage später folgenden Tour de l`Avenir, der wichtigsten U23-Rundfahrt des UCI-Kalenders, gelangen Mäder sogar gleich zwei Etappensiege und der dritte Platz im Gesamtklassement. Zuvor hatte er sich bereits beim EM-Sieg seines Landsmanns Marc Hirschi im U23-Straßenrennen von Glasgow bewährt.

Beim Giro del`Friuli (2.2) Anfang September verpasste er mit einem zweiten Etappenplatz zwar knapp den nächsten Sieg in einem UCI-Rennen. Dafür legte Mäder zum Ende des Monats im U23-Straßenrennen der Weltmeisterschaften von Innsbruck mit der Schweizer Nationalmannschaft einen überragenden Auftritt hin. Hinter Europameister Hirschi, der sich auch WM-Gold sicherte, kam Mäder noch als starker Vierter ins Ziel.

“Ab August konnte ich meine Leistungen abrufen und das zeigen, was ich mir vorgenommen hatte. Zusammen mit der Nationalmannschaft haben wir einen regelrechten Steigerungslauf hinlegen können, den wir dann bei der WM eindrücklich beenden konnten“, bilanzierte Mäder zufrieden. Hirschis WM- und EM-Siege bezeichnete er dabei als "emotionalste Ereignisse“ des Jahres.

Mit dem WM-Triumph war Mäders Saison aber noch nicht beendet. Im Trikot der Nationalmannschaft gewann er Ende Oktober in China noch eine Etappe der Tour of Hainan (2.HC) und verpasste den Gesamtsieg nur um ganze zwei Sekunden, die ihm als Zweitem auf den Italiener Fausto Masnada fehlten. Damit allerdings wurde in der Radsport-News-Jahresrangliste bester Amateur.

In der kommenden Saison wird sich allerdings Entscheidendes ändern, denn Mäder unterschrieb einen Zweijahresvertrag beim südafrikanischen WorldTour-Rennstall Dimension Data. “Ich möchte im Profifeld ankommen. Ich möchte zeigen, dass ich konkurrenzfähig bin und dass ich durchaus meine Qualitäten haben. Ich möchte dem Team zeigen, dass sie einen jungen und fähigen Fahrer geholt haben“, sagte er zu seinen Ambitionen im ersten Profijahr.

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