RSN Rangliste, Platz 8: Silvan Dillier

In Roubaix war nur Sagan stärker

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "In Roubaix war nur Sagan stärker"
Silvan Dllier (AG2R) | Foto: Cor Vos

17.12.2018  |  (rsn) – Nach vier Jahren bei BMC schloss sich Silvan Dillier im vergangenen Winter der französischen Equipe AG2R an, wo er “ein spannendes Jahr mit vielen Höhen und Tiefen“, erlebte, wie der Schweizer gegenüber radsport-news.com berichtete.

Seinen größten Auftritt legte Dillier im Frühjahr hin, als er sich bei Paris-Roubaix nur Peter Sagan (Bora-hansgrohe) geschlagen geben musste, der ihn nach langer Flucht im Sprintduell bezwang. Das Ergebnis kam umso überraschender, da er ursprünglich gar nicht für den Frühjahrsklassiker gar nicht vorgesehen war.

“Bei Strade Bianche hatte ich mir den kleinen Finger gebrochen und die Klassikersaison schon abgeschrieben. Kurzfristig wurde ich dann doch für Paris-Roubaix aufgeboten und dort gelang mir mein bisher bestes Karriereergebnis“, erklärte Dillier, der eine Woche zuvor bei seinem Comeback ebenfalls in Frankreich das Eintagesrennen Route Adelie de Vitre (1.1) gewonnen und dabei seine Top-Form angedeutet hatte.

Im weiteren Verlauf des Frühjahrs folgten unter anderem Starts in seiner Heimat, wo Dillier beim GP Kanton Aargau (1.HC) Neunter wurde und bei den Schweizer Zeitfahrmeisterschaften hinter seinem ehemaligen Teamkollegen Stefan Küng Zweiter wurde. Es folgte ein zufriedenstellendes Debüt bei der Frankreich-Rundfahrt, wo der Eintagesspezialist sich vor allem auf flachem und hügeligem Terrain als effektiver Helfer von Romain Bardet erwies, auch wenn es für den Franzosen im Schlussklassement nur zu Rang sechs reichte. “Die erste Tour de France war definitiv ein Highlight für mich“, so Dillier.

Nach der Frankreich-Rundfahrt, einer unauffälligen Tour de Pologne und einigen Einsätzen bei weiteren Eintagesrennen nahm er die kanadischen WorldTour-Rennen in Quebec und Montreal ins Visier, doch ein Trainingssturz, bei dem er “übel auf mein Kinn“ stürzte, verhinderte die Teilnahme. Dafür lief es im Oktober bei der Tour of Guangxi (2.UWT) in China umso besser, wo Dillier sich “als Bergkönig feiern lassen durfte und somit ein cooles Saisonende genoss.“ Beim letzten WorldTour-Rennen des Jahres “war ich wieder obenauf“, bilanzierte er zufrieden.

 

Trotz einiger Rückschläge hat Dillier den Wechsel zu AG2R nicht bereut. “Grundsätzlich habe ich hier eine etwas andere Rolle im Team. Wir fahren sehr offensiv und es geht hauptsächlich darum, dass wir Spaß haben. Wir wollen in den Rennen Aktivposten sein, und das macht Freude“, so der Schweizer Meister von 2017.

Für sein zweites Jahr in der Mannschaft von Manager Vincent Lavenu hat sich Dillier, der in der Jahresrangliste von Radsport News bestplatzierter Schweizer ist, die gleichen Ziele wie für 2018 gesetzt. Zunächst gilt die Konzentration den Kopfsteinpflasterrennen. “Ich werde dabei versuchen, wieder ein Top-Resultat zu erzielen, so wie bei Paris-Roubaix“, sagte Dillier, der sich danach wieder auf die Tour de France konzentrieren will, wo es für Bardet besser als in diesem Jahr laufen soll.

 

Mehr Informationen zu diesem Thema

25.12.2018Ackermann: “Das ist noch mal ein großes Lob für die Saison“

(rsn) – Pascal Ackermann (Bora – hansgrohe) war 2018 einer der schnellsten Männer im Peloton und sicherte sich mit seinen neun Siegen souverän den Sieg in der Jahresrangliste von radsport-news.

24.12.2018Die Radsport-News-Jahresrangliste 2018 im Überblick

(rsn) – Auch in diesem Jahr hat Radsport News wieder den besten Fahrer des deutschsprachigen Raumes ermittelt. In unserer Jahresrangliste 2018 finden Sie die Platzierungen und Punkte aller Deutschen

24.12.2018In einem Traumjahr alle Ziele erreicht

(rsn) – Hätte man vor der Saison auf Pascal Ackermann (Bora - hansgrohe) als Gewinner der Jahresrangliste gesetzt, so wäre man zwar kein Millionär geworden. Ordentlich verdient an der Wette hätt

23.12.2018Bei Lüttich-Bastogne-Lüttich in die Weltspitze vorgestoßen

(rsn) – Nicht nur seine beiden Titel bei den nationalen Titelkämpfen im Zeitfahren und auf der Straße belegten: Bob Jungels (Quick-Step Floors) war 2018 der mit Abstand erfolgreichste Luxemburger

22.12.2018Traumhafte Tour machte verkorkste Klassikerkampagne vergessen

(rsn) – Trotz einer “verkorksten Klassikerkampagne“ hat es John Degenkolb (Trek-Segafredo) bis auf Platz drei der Jahresrangliste 2018 geschafft. Dafür sorgten insgesamt 23 Top-Ten-Platzierung

21.12.2018Mit der Ausbeute aufgrund der Umstände zufrieden

(rsn) - Die zurückliegende Saison war für André Greipel (Lotto Soudal) alles andere als einfach. Der Gewinner der Jahresrangliste von 2017 fiel zunächst nach einem Sturz bei Mailand-Sanremo mit S

20.12.2018Bei den Kurz-Rundfahrten top, bei der Vuelta geschwächelt

(rsn) - Platz vier bei der Baskenland-Rundfahrt, Sechster beim Criterium du Dauphiné, Siebter der Polen-Rundfahrt, Rang neun bei der Tour de Romandie und Position zehn bei der Abu Dhabi Tour: Emanuel

19.12.2018Ohne große Erwartungen zur besten Saison der Karriere

(rsn) - Aufgrund eines Fersenbruchs fiel Maximilian Schachmann (Quick-Step Floors) die komplette zweite Saisonhälfte 2017 aus und startete deshalb "ohne große Erwartungen in das Jahr 2018", wie er

18.12.2018Die Ausgeglichenheit erwies sich als die große Stärke

(rsn) - Mit einem sehr guten Gefühl geht Patrick Konrad in kommende Jahr . Völlig zurecht auch, belegte er doch nach seiner besten Profisaison als bester Österreicher den siebten Platz in der Jahre

16.12.2018Ein erfolgreiches Debütjahr in der WorldTour

(rsn) – Sein erstes Jahr in der WorldTour verbrachte Felix Großschartner beim Team Bora - hansgrohe. Der 24-Jährige sammelte dabei von Januar bis Oktober fleißig Punkte und holte Top-Ten-Ergebnis

15.12.2018Bei Katusha - Alpecin der große Lichtblick

(rsn) – In einer enttäuschenden Saison war Nils Politt der große Lichtblick bei Katusha - Alpecin. Der Kölner wurde Siebter bei Paris-Roubaix, feierte am Schlusstag der Deutschland Tour seinen er

14.12.2018Nach sehr guter Klassikerkampagne künftig Helfer von Sagan

(rsn) – Mit Jempy Drucker hat sich Bora-hansgrohe die Dienste eines erfahrenen und starken Helfers für Peter Sagan gesichert, der aber aufgrund seiner Endschnelligkeit auch für Top-Ergebnisse gut

Weitere Radsportnachrichten

07.10.2026Evenepoel-Nachfolge: Duell zwischen Küng und Söderqvist?

(rsn) – Nur einen Tag nach der von Frankreich gewonnenen Mixed-Staffel werden bei der Straßen-EM von Ljubljana die Männer am Mittwoch erneut auf den 22,1 Kilometer langen Kurs von Sencur geschickt

07.10.2026Radsport live im Stream, TV und Ticker: Die Rennen des Tages

(rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker?In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wicht

06.10.2026Polizeimotorrad kollidierte mit Pidcocks Teamkollegen

(rsn) - Zum zweiten Mal binnen vier Tagen hat sich Tom Pidcock (Pinarello - Q36.5) mit Rang zwei begnügen müssen. Beim 105. Tre Valli Varesine (1.Pro) war Jarno Widar (Lotto - Intermarché) war

06.10.2026Bock beschert den Red-Bull-Rookies ein perfektes Saisonfinale

(rsn) – Standesgemäß mit einem Sieg verabschiedeten sich die Rookies von Red Bull – Bora – hansgrohe aus der Saison 2026. Max Bock ließ rund um San Daniele del Friuli bei der Coppa Città di

06.10.2026Caudell macht auf dem Weg der Genesung “enorme Fortschritte“

(rsn) – Der Ende August bei der Philadelphia Cycling Classic schwer gestürzte Ezra Caudell befindet sich nach Angaben seines Teams Modern Adventure auf dem Weg der Besserung. Der US-Amerikaner habe

06.10.2026Widar überrascht Pidcock im Sprint und jubelt in Varese

(rsn) – Jarno Widar (Lotto – Intermarché) hat das 105. Tre Valli Varesine (1.Pro) gewonnen und sich seinen ersten Profisieg gesichert. Der Belgier setzte sich über 196,1 Kilometer von Busto Arsi

06.10.2026Frankreichs Mixed-Staffel nimmt Revanche für WM-Niederlage

(rsn) – Frankreich hat bei den Straßen-EM von Ljbubljana die Mixed-Staffel der Elite gewonnen und sich dabei für die WM-Niederlage gegen Italien revanchiert. Das aus Bruno Armirail, Remi Cavagna u

06.10.2026Highlight-Video des 6. Binche-Chimay-Binche

(rsn) – Linda Riedmann (Lotto – Intermarché) hat in einem langen Sprint von der Spitze weg bei der 6. Binche-Chimay-Binche pour Dames (1.1) die Konkurrenz in Schach gehalten und sich in einem pac

06.10.2026Riedmann schlägt Kool und feiert größten Sieg der Karriere

(rsn) – Linda Riedmann (Lotto – Intermarché) hat in Belgien den bisher größten Sieg ihrer Karriere gefeiert. Die 23-jährige Karbacherin entschied das 6. Binche-Chimay-Binche pour Dames (1.1) i

06.10.2026Mackaij verlässt Movistar und kehrt in die Heimat zurück

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr

06.10.2026Italien holt in U19-Mixed-Staffel EM-Gold vor Polen

(rsn) – Italien hat bei der Straßen-EM in Ljbuljana zum zweiten Mal nach 2009 in der Mixed-Staffel der U19 die Goldmedaille gewonnen. Das Sextett absolvierte den Kurs mit Start und Ziel in Sencur Ã

06.10.2026Gasparrini wird bei Tre Valli Varesine Longo Borghinis Nachfolgerin

(rsn) - Eleonora Camilla Gasparrini (UAE - L´IMAD) hat beim 6. Tre Valli Varesine Women´s Race (1.Pro) die Nachfolge ihrer Teamkollegin Elisa Longo Borghini angetreten. Die 24-jährige Italienerin h

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Volta Ciclista de Santa (2.2, BRA)