Katalonien: Kann Lopez Gesamtführung verteidigen?

Klettererspezialist nicht nur vom Tagessieg beflügelt

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Miguel Angel Lopez (Astana) hat die 4. Etappe der 99. Katalonien-Rundfahrt | Foto: Cor Vos

29.03.2019  |  (rsn) - Ein paar Tage noch, dann geht es für Miguel Angel Lopez (Astana) wieder in die Heimat. Der Kolumbianer will bei der Geburt seines Sohnes dabei sein. Davor gilt es aber noch die Gesamtführung bei der 99. Katalonien-Rundfahrt zu verteidigen. Nach seinem gestrigen Sieg auf der 4. Etappe, die mit der Bergankunft in La Molina zu Ende ging, stehen die Chancen des Kletterspezialisten sehr gut, das dritte Etappenrennen dieser Saison ganz oben auf dem Podium zu beenden.

"Jetzt will ich nur das genießen, was ich heute geschafft habe“, sagte Lopez am Donnerstag im Ziel auf knapp 1.700 Metern Höhe, wo er sich als Ausreißer mit 16 Sekunden Vorsprung auf eine vierköpfige Verfolgergruppe durchgesetzt hatte und die Führung im Gesamtklassement von Thomas De Gendt (Lotto Soudal) übernahm. Angesichts des geringen Vorsprungs auf seine schärfsten Widersacher Adam Yates (Mitchelton - Scott / +0:17), Egan Bernal (Sky / +0:30) und Nairo Quintana (Movistar / +0:25) rechnet der 25-Jährige allerdings mit einem harten Kampf bis auf die letzten Meter der Rundfahrt, die am Sonntag in Barcelona zu Ende gehen wird.

"Es stimmt, die Etappe am Freitag sollte wesentlich leichter sein, und tatsächlich liegen die schwereren Etappen jetzt hinter uns. Wir müssen schauen, was passiert, die Dinge können sich noch bis zur Ziellinie ändern“, sagte Lopez nach seinem ersten Tagessieg in diesem Jahr. Dazu kommt der Gesamterfolg bei der Tour Colombia 2.1., bei der es bereits ausgesprochen knapp zugegangen war, als er sich mit vier Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Ivan Sosa (Sky) durchgesetzt hatte.

Im gestrigen, zwölf Kilometer langen Schlussanstieg ging Lopez gleich mehrmals in die Offensive und obwohl die Steigung im Schnitt nicht mehr als 4,5 Prozent betrug, sprengte der Kolumbianer gemeinsam mit seinem Landsmann Egan Bernal (Sky) die Favoritengruppe. "Ich habe wirklich daran geglaubt, heute etwas machen zu können“, so der 25-Jährige. "Ich kannte den Anstieg von 2015, meinem ersten Profijahr. Ich habe ihn damals mit 15 oder 20 Minuten Rückstand beendet, aber ich hatte nun diese Referenz.“

Mut machte ihm auch die erfolgreiche Rundfahrt in seiner Heimat zu Saisonbeginn sowie die Königsetappe von Paris-Nizza, wo er am Col de Turini Zweiter hinter Daniel Martinez wurde. "Nachdem ich so viele zweite oder dritte Plätze geholt habe, war es nun das Resultat, das ich wollte. Und der Gedanke an die baldige Geburt meines Sohnes hat mir noch mehr Motivation gegeben", fügte Lopez an. Also wird nicht nur der Tagessieg den Kolumbianer auf den letzten drei Etappen in Katalonien beflügeln.

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