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08.08.2019 | (rsn) - Mit einem fünften Platz im Einzelzeitfahren der Europameisterschaften egalisierte Anna Kiesenhofer das beste österreichische Ergebnis, das vor zwei Jahren die Oberösterreicherin Martina Ritter erzielt hatte. Die Niederösterreicherin, die mittlerweile in der Schweiz lebt und arbeitet, beendete ihr Zeitfahrdebüt in der Eliteklasse 1:03 Minuten hinter der Titelverteidigerin Ellen van Dijk aus den Niederlanden. Gerade einmal elf Sekunden fehlten Kiesenhofer auf die Bronzemedaille.
"Das hat alles ganz gut gepasst heute. Ich kannte den Kurs gut aus den Trainingseinheiten der letzten Tage und habe mir schon gedacht, dass es ohne Zwischenfälle für eine Zeit unter 30 Minuten reichen könnte. Das Ergebnis hat mich aber dann doch überrascht", berichtete die 28-Jährige gegenüber radsport-news.com. Vor zweieinhalb Monaten wurde sie sensationell Österreichische Meisterin in dieser Disziplin, nachdem sie 2017 ihre professionelle Karriere beendet hatte.
"Ich mache ja nur mehr die Rennen, die mir Spaß machen und das Ergebnis gibt mir jetzt natürlich große Motivation, vor allem für die Weltmeisterschaften in Yorkshire", so Kiesenhofer, die an der École Polytechnique fédérale de Lausanne arbeitet. "Es war erst mein zweites internationales Zeitfahren. Ich bin zwar bei den Europameisterschaften 2016 im Straßenrennen schon am Start gestanden, aber außerhalb von Österreich habe ich erst ein Zeitfahren vor der EM bestritten", gestand die EM-Fünfte, die im Juni beim internationalen Rennen in Laibach ebenfalls Fünfte wurde. Auf den 22,4 Kilometern rund um Alkmaar ließ sie starke Spezialistinnen wie die Dänin Pernille Mathiesen hinter sich.
"In Laibach lief es noch nicht so rund. Deshalb bin ich heute sehr gleichmäßig gefahren, was mir dann im zweiten Streckenteil sehr geholfen hat, da viele Kontrahentinnen dort Zeit eingebüßt haben, weil sie zu schnell begannen", erklärte Kiesenhofer, die sich neben ihrem Beruf in der Schweiz auf die Großveranstaltung vorbereitete: "Drei Wochen habe ich mich jetzt intensiv mit dem Zeitfahrrad beschäftigt. Es waren viele Intervalltrainings und gerade das Zeitfahren lässt sich gut mit dem Beruf verbinden."
Der heftige Wind, der in den letzten Tagen rund um Alkmaar blies, blieb Donnerstag aber aus: "In den letzten Tagen hat mir der Wind ein paar Sorgen bereitet, es gab ja Böen bis zu 50 km/h und das macht es schwierig, im Zeitfahrer das richtige Handling zu finden."
Stattdessen konnte Kiesenhofer problemlos den Bewerb bestreiten - und nun freut sie sich auf die Weltmeisterschaften Ende September in Yorkshire. "Ich sehe sogar noch Verbesserungspotential, speziell beim Material und das stimmt mich auch ziemlich optimistisch für die Weltmeisterschaften", blickte sie voraus.
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