RSN Rangliste, Platz 66: Justin Wolf

Ein Autounfall verhinderte eine noch bessere Saison

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Ein Autounfall verhinderte eine noch bessere Saison"
Justin Wolf (Bike Aid) beim Chrono des Nations | Foto: Cor Vos

25.11.2019  |  (rsn) – Justin Wolf (Bike Aid) hat sich in der abgelaufenen Saison zu einem der besten deutschen Zeitfahrer entwickelt. Der Dortmunder wurde Zweiter beim Chrono Champenois (1.2), belegte Rang vier im Kampf gegen die Uhr bei der Tour of Qinghai Lake (2.HC), wurde Fünfter der Zeitfahr-DM in Spremberg und beendete in Frankreich den Paarzeitwettbewerb Chrono des Nations (1.1) an der Seite seines Teamkollegen Jasper Frahm auf Position neun. Dazu gewann er bei der Straßen-EM von Alkmaar im Zeitfahren mit der Mixed-Staffel die Silbermedaille.

“Es war eine schöne Saison mit vielen Rennen in verschiedenen Ländern mit einer guten Stimmung im Team. Jedes Rennen hat extrem viel Spaß gemacht“, kommentierte Wolf zu radsport-news.com seine Einsätze.

Ein Highlight war die Teilnahme an der Deutschland Tour. Beim Heimspiel konnte er inmitten der WorldTour-Asse zwar kein nennenswertes Ergebnis erzielen. Aber “so ein gutes Rennen in der Heimat zu fahren, das war einfach genial“, erklärte Wolf. Aber sein EM-Auftritt mit der Mixed-Staffel blieb dem 27-Jährigen positiver Erinnerung. “Das war eine super Sache und mit der Silbermedaille konnte ich definitiv zufrieden sein“, so Wolf, der auch auf der Bahn aktiv ist und zuletzt beim Weltcup in Glasgow mit seinen Teamkollegen mit 3:57 Minuten in der Mannschaftsverfolgung eine gute Zeit hinlegte.

Eine noch bessere Saison verhinderte ein schlimmer Autounfall auf dem Weg zum Bundesligarennen in Chemnitz, bei dem er sich als Beifahrer eine Fraktur des Brustbeins zuzog und noch Rippenverletzungen davon trug. Dabei hatte Wolf wie die weiteren Insassen des völlig zerstörten Kleinbusses noch Glück im Unglück, “da alle relativ glimpflich davon gekommen sind. Das war natürlich das Negativ-Erlebnis dieser Saison“, sagte Wolf, der dadurch eine mehrwöchige Zwangspause einlegen musste und so zu den Deutschen Zeitfahrmeisterschaften nicht in Topform antreten konnte. Andernfalls wäre vielleicht sogar mehr als der fünfte Platz drin gewesen.

Auch in der kommenden Saison wird der Zeitfahrspezialist das Trikot von Bike Aid tragen. “Ich will mit guter Form bei der Zeitfahr-DM am Start stehen und das bestmögliche Resultat herauszuholen“, benannte Wolf sein großes Ziel für 2020.

 

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