Belgier nehmen es sportlich

Keine Tour de France für Circus - Wanty

Foto zu dem Text "Keine Tour de France für Circus - Wanty"
Die Fahrer vom Team Circus - Wanty Gobert starten 2020 nicht bei der Tour de France | Foto: Cor Vos

08.01.2020  |  (rsn) - Nachdem das Team Circus - Wanty Gobert, bisher unter Wanty - Groupe Gobert bekannt, in den letzten drei Jahren jeweils eine Wildcard für die Tour de France erhielt, ging der belgische Zweitdivisionär bei der diesjährigen Vergabe der Einladungen für die Frankreich-Rundfahrt leer aus.

Besonders ärgerlich: Hätte die Mannschaft von Jean-Francois Bourlart in der letzten Saison in der Rangliste der ProContinental-Teams 64 Zähler mehr geholt, dann würde die Equipe auch 2020 wieder am Start stehen. Denn das beste Team dieser Wertung erhält automatisches Startrecht für alle großen WorldTour-Rennen. Diesmal profitierte Direct Energie davon, welches das Ranking für sich entschied und so seinen Tourplatz schon im Herbst sicher hatte.

"Im Vergleich zu den letzten drei Jahren haben wir die Wertung diesmal nicht gewonnen. Die fehlenden 64 Punkte haben für uns eine große Konsequenz. Also wissen wir, was wir für 2020 zu tun haben: All unsere Energie bündeln, um wieder das beste ProContinental-Team zu werden", kündigte Bourlart an.

Ein weiterer Grund, warum Circus - Wanty Gobert keinen Zuschlag erhielt, könnte auch darin, dass der französische Kapitän von Bord ging. Guillaume Martin, einer der französischen Rundfahrtenhoffnungen, tritt künfig für Cofidis in die Pedale, die in die WorldTour aufgestiegen sind.

Bourlart betonte, dass man 2020 wohl "taktischer fahren" werde, um das Ziel zu erreichen, nämlich 2021 wieder bei der Tour dabei zu sein. Zwar sei es nicht einfach gewesen, die Nachricht vermittelt zu bekommen. "Aber der größte Erfolg ist nicht, niemals zu fallen, sondern nach jedem Sturz wieder zurückzukommen", gab sich der Teammanager kämpferisch.

Gegen den Veranstalter ASO und Tour-Chef Prudhomme wollte Bourlart keine negativen Worte wenden. Im Gegenteil. "Es war auch eine schwierige Entscheidung für Prudhomme. Ich möchte der ASO für das Vertrauen der letzten drei Jahre danken und wünsche den Teams, die 2020 diese wunderschöne Tour in Angriff nehmen können, alles Glück", meinte der Belgier.

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