Nach Sturz und Schulteroperation

Rekonvaleszent Greipel liegt im Plan

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André Greipel | Foto: Cor Vos

16.03.2020  |  (rsn) - Rund sechs Wochen nach dem Trainingssturz, bei dem er sich seine linke Schulter gebrochen und ausgekugelt hatte, sitzt André Greipel zumindest wieder auf dem Hometrainer. In einem Beitrag auf der Website seines Teams Israel Start-Up Nation hatte der Hürther bereits vergangene Woche mitgeteilt, dass er nach erfolgreicher Operation gegen Ende März wieder auf der Straße würde trainieren können.

"Die Klassiker zu verpassen schmerzt mehr als die Schulter", sagte der 37-jährige Greipel, der seine ersten Einsätze 2020 bereits im Januar bei der Tour Down Under und dem Cadel Evans Great Ocean Road Race absolvierte und dabei zu überzeugen wusste. "Es ist nicht einfach, im Moment optimistisch zu bleiben, da ich gerne bei den Klassikern gestartet wäre.“

In den kommenden Wochen allerdings werden wegen der Corona-Pandemie keine Rennen stattfinden, weshalb auch Greipel keine Eile an den Tag legen muss, sich im Training auf mögliche spätere Einsätze vorzubereiten. Der Sprinter befindet sich in der gleichen Situation wie seine gesunden Kollegen, die ebenfalls auf Renneinsätze verzichten müssen.

"Bis zum 23. März bleibt alles beim Alten - ich muss meinen Arm weiterhin ruhig halten", kündigte Greipel an. "Ab diesem Zeitpunkt kann ich jedoch aktiv an den Muskeln arbeiten und hoffentlich wieder draußen fahren." Nach dem Sturz hatte das Team angekündigt, dass der elfmalige Tour-Etappensieger drei Monate ausfallen würde.

Ebenfalls auf dem Weg der Rekonvaleszenz befinden sich seine beiden Teamkollegen Ben Hermans und Rory Sutherland. Hermans hatte sich bei der Tour Down Under einen Schlüsselbeinbruch und eine Schulterfraktur zugezogen. Sutherland, wie Greipel neu im Team, war im Rahmen des Teamtreffens in Tel Aviv mit einem Elektroroller verunglückt und hatte sich dabei den Oberschenkel gebrochen.

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