Gesamtvierter bei Paris-Nizza

Nibali geht zufrieden in die Zwangspause

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Vincenzo Nibali (Trek - Segafredo) mit Maximilian Schachmann (Bora - hansgrohe) im Schlepptau auf der Schlussetappe von Paris-Nizza | Foto: Cor Vos

16.03.2020  |  (rsn) - Mit einer soliden Vorstellung bei Paris-Nizza hat sich Vincenzo Nibali in die nun anstehende “Corona-Pause“ verabschiedet. Der neue Star von Trek - Segafredo zeigte sich auf den beiden abschließenden Bergetappen in guter Verfassung und beendete die Fernfahrt auf dem vierten Platz.

"Ich bin mit meinem Paris-Nizza zufrieden", bilanzierte Nibali auf der Website seines Teams. "Das ist eine neue Gruppe, und alles hat sehr gut funktioniert. Das gesamte Team war auf ein Ziel ausgerichtet. Vielen Dank an alle“, so der Italiener, für den sich unter anderem Richie Porte ins Zeug legte. Der Gewinner der Tour Down Under sorgte vor allem im Schlussanstieg der letzten Etappe für Tempo, um seinem neuen Mannschaftskollegen einen Etappensieg zu ermöglichen.

Den konnte Nibali zwar nicht einfahren - als Nairo Quintana (Arkéa - Samsic) antrat, musste er ebenso wie alle anderen Favoriten den Kolumbianer ziehen lassen. "Nairo ist in außergewöhnlicher Topform. Es war für jeden sehr schwierig, ihn zu schlagen", äußerte sich der 35-Jährige zum starken Auftritt des Kolumbianers, der nach einem Sturz auf der 2. Etappe zwar keine Rolle mehr im Gesamtklassement spielte, aber sich überlegen den Sieg auf der Königsetappe holte und damit eine herausragende frühe erste Saisonphase mit seinem bereits fünften Sieg abschloss.

Nibali dagegen muss weiter auf seinen ersten Erfolg seit dem vergangenen Sommer warten, als er die 20. Etappe der Tour de France gewinnen konnte. Daran wird sich aufgrund durch die Corona-Pandemie bedingten Rennabsagen in den kommenden Wochen auch nichts ändern. "Wir werden warten, was sich als nächstes entwickelt, und dann werden wir die erforderlichen Bewertungen vornehmen“, sagte Nibali zur ungewissen Zukunft, die auch den Giro d’Italia betrifft, bei dem er sich seinen dritten Gesamtsieg holen wollte.

Nachdem die ungarische Regierung bereits den für den 9. Mai in Budapest geplanten Grande Partenza abgesagt hatte, wurde die 103. Austragung auf einen noch nicht bekannten späteren Termin verschoben. Eine Entscheidung darüber wird nicht vor dem 3. April fallen, wie Renndirektor Mauro Vegni bekannt gab.

Bei Trek - Segafredo werden sich am heutigen Montag alle Sportdirektoren zu einer Besprechung treffen, wie Steven de Jongh ankündigte. “Hoffentlich werden wir dann mehr Informationen über den kommenden Kalender haben“, sagte der Sportliche Leiter und fügte optimistisch an: “Gemeinsam werden wir eine Lösung finden.“

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