UCI sorgt sich um die WorldTour-Teams

Lappartient: “Eine Krise wie seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr“

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UCI-Präsident David Lappartient | Foto: Cor Vos

11.05.2020  |  (rsn) - Der Radsportweltverband UCU befürchtet, dass nicht alle WorldTour-Rennställe die Corona-Krise überstehen werden. "Wir wissen, dass drei, vier, fünf Teams mehr Probleme haben als andere. Wir hoffen, dass sie alle das Ende der Saison erreichen", wurde UCI-Präsident David Lappartient von der Nachrichtenagentur ANP zitiert.

Am heftigsten getroffen wurde bisher das CCC-Team von Olympiasieger Greg Van Avermaet und dem Freiburger Simon Geschke, dessen Hauptsponsor, der polnische Schuhhersteller CCC, sich in schweren wirtschaftlichen Turbulenzen befindet. Das Management hatte die Profis um eine Gehaltskürzung um 80 Prozent gebeten, was diese aber ablehnten. Finanzielle Einbußen müssen bisher auch die Fahrer der Erstdivisionäre Astana, Bahrain - McLaren, Lotto Soudal und Mitchelton - Scott hinnehmen.

Aber auch der Weltverband selbst leidet massiv unter den finanziellen Folgen der Pandemie und hat bereits einschneidende Sparmaßnahmen angekündigt. "Unser Verband befindet sich in einer Krise, wie wir sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr hatten“, sagte Lappartient dazu.

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