Kritik am neuen Italienischen Kalender

Nibali: “Meisterschaften im November eine Schande“

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Vincenzo Nibali (Trek - Segafredo) | Foto: Cor Vos

17.05.2020  |  (rsn) – Nach überzeugendem Beginn seiner ersten Saison bei Trek - Segafredo hofft Vincenzo Nibali nun auf einen erfolgreichen Neustart des Radsportjahres. Scharfe Kritik äußerte der Italiener allerdings am Vorhaben seines Radsportverbands, die Nationalen Straßenmeisterschaften am Wochenende des 31. Oktober und 1. November auszutragen, eine Woche nach dem Ende des Giro d’Italia, der vom Mai in den Oktober verschoben worden ist. "Es ist eine Schande", kommentierte Nibali gegenüber Rai Sport den neuen Termin.

Der vom Radsportweltverband UCI erstellte neue Kalender sieht den 22./23. August als "Meisterschaftsdatum" vor. Eine Woche später soll die Tour de France beginnen. Bereits jetzt haben aber verschiedene nationale Verbände angekündigt, dass dieser Termin nicht einzuhalten sei. Belgien etwa hat seine Straßenmeisterschaften auf den 22. September angesetzt, in Deutschland und den Niederlanden wurden die Titelkämpfe gleich ganz abgesagt.

Der Italienische Verband hofft darauf, dass die Meisterschaften quasi als Saisonfinale ausgetragen werden können. Il Lombardia, ursprünglich für den 31. Oktober vorgesehen, soll auf den 8. August vorgezogen werden.

"Ich weiß nicht, ob es logisch und fair ist, die Meisterschaften auf Anfang November zu verschieben. Dann trägst du nur zwei Monate das Trikolore-Trikot und das war's?", fragte der Italienische Meister von 2015 und 2016, der sich allerdings überzeugt zeigte, dass diesbezüglich das letzte Wort noch nicht gesprochen sei. "Wir haben noch keine Bestätigung erhalten, es wird zweifellos Änderungen geben. Ich hoffe immer noch darauf", fügte der 35-jährige Sizilianer an.

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