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Verletzung raubt wie 2019 Chance auf Toursieg

Pinot: “Es sind zu viele Niederlagen für mich“

Foto zu dem Text "Pinot: “Es sind zu viele Niederlagen für mich“"
Thibaut Pinot (Groupama - FDJ) | Foto: Cor Vos

05.09.2020  |  (rsn) - Im Vorjahr musste Thibaut Pinot (Groupama - FDJ) aufgrund einer Knieblessur alle Hoffnungen auf den Gesamtsieg begraben. Unter Tränen stieg der Franzose als damaliger Gesamtfünfte auf der 19. Etappe vom Rad und tief enttäuscht ins Begleitfahrzeug.

Ein Jahr später lieferte Pinot nun ähnliche Bilder. Bereits zu Beginn des Port de Balés (HC) nach knapp 90 Kilometern sah man den 30-Jährigen hinter dem Feld, um ihn zahlreiche Teamkollegen versammelt, die ihm im gemäßigten Tempo den Berg hinauf pilotierten und ihn sogar aufmunternd den Arm auf die Schulter legten.

Diesmal stieg der Kapitän von Groupama - FDJ nicht vom Rad, sondern kämpfte sich ins Ziel, mit über 25 Minuten Rückstand auf seinen Landsmann Nans Peters (AG2R), der als Ausreißer den Sieg einfuhr. Vor der Etappe war Pinot Gesamtneunter, 13 Sekunden hinter dem Gelben Trikot, nun beträgt sein Rückstand auf Adam Yates (Mitchelton - Scott) 18:56 Minuten. "Ich muss mich bei meinen Teamkollegen entschuldigen. Mein Team hat jetzt schon einige Niederlagen verdauen müssen", sagte Pinot in einer ersten Reaktion auf seinen Einbruch, der auf eine Rückenverletzung zurückzuführen ist.

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Beim Critérium du Dauphiné war der Rundfahrtspezialist gestürzt und musste auf seine Teilnahme bei den Französischen Meisterschaften verzichten. Auch zum Tour-Auftakt rund um Nizza ging Pinot zu Boden, was dem lädierten Rücken sicherlich nicht gut tat. Bis zur ersten Pyrenäenetappe hielt sich Pinot aber wacker.

Pinot hat "richtig starke Rückenschmerzen"

"Wir haben es geschafft, seinen körperlichen Zustand ein paar Tage zu verstecken. Aber an einem Tag wie heute reicht das nicht. Schon die letzten Tage hatte er Probleme mit dem Rücken. Sie haben gesehen, wie er sich den Rücken dehnt", erklärte Teamchef Marc Madiot nach dem Rennen.

Am Abend soll zunächst untersucht werden, ob es Sinn macht Pinot, der über "richtig starke Rückenschmerzen" klagte, überhaupt im Rennen zu lassen. Bei einem positiven Entscheid, lautet die Zielsetzung für ihn und seine Teamkollegen: Etappenjagd. "Wir haben unseren Stolz und wollen eine gute Tour zeigen", so Madiot. Ähnlich sah es auch Pinot: "Die Tour geht weiter, ich hoffe, wir gewinnen noch eine Etappe", sagte er kämpferisch.

Wie lange Pinot bei dieser Tour noch durchhalten wird, es könnte vorerst seine letzte gewesen sein, wie er anklingen ließ. "Vielleicht ist das ein Wendepunkt in meiner Karriere. Es sind zu viele Niederlagen für mich. Ob ich nochmal zur Tour komme, dazu kann ich nichts sagen. Ich bin noch zu emotional im Moment", meinte der Tourdritte von 2014 und fügte an: "Man sagt, dass Fahrradfahren Spaß machen soll, dass es darum geht, Rennen zu gewinnen. Momentan ist das nicht so.“

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