Mit Ewan jetzt zu einigen Klassikern

Kluge: “Die Tour war zu hart, der neue Giro-Start ist zu schwer“

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Roger Kluge (li.) und Caleb Ewan kommen ins Ziel der 16. Tour-Etappe. | Foto: Cor Vos

29.09.2020  |  (rsn) - Im vergangenen Jahr gewann Caleb Ewan (Lotto Soudal) zwei Etappen beim Giro d’Italia und sogar drei bei der Tour de France. Auch in dieser Saison plante der Australier das Double, zumal der Giro-Auftakt in Ungarn den Sprintern entgegengekommen wäre.

Doch dann sorgte die Corona-Pandemie für die Absage des Grande Partenza und die Verschiebung der ersten GrandTour des Jahres in den Herbst. Dennoch plante Lotto Soudal, Ewan und seinen bewährten Anfahrer Roger Kluge knapp zwei Wochen nach dem Ende der Tour nach Sizilien zu schicken, wo am 3. Oktober der 103. Giro beginnt.

Wenige Tage vor dem Beginn der Italien-Rundfahrt teilte Lotto Soudal nun allerdings mit, dass sein Erfolgsduo nicht am Start stehen wird. “Die Tour war zu hart und der Giro-Start doch um einiges schwerer, als es anfangs vorgesehen war“, begründete Kluge am Dienstag auf Anfrage von radsport-news.com die Entscheidung. “Nach der Tour waren wir alle ziemlich platt und müde.“

Bei der Frankreich-Rundfahrt feierte der 26-jährige Ewan zwei Etappensiege, hatte aber vor allem in der schweren dritten Woche sehr zu kämpfen und musste sich dann auch auf der Schlussetappe in Paris mit Rang sieben begnügen. “Seine Bergform war nicht ganz die gleiche wie letztes Jahr, wenn er auch nicht ganz weit weg davon entfernt“, erläuterte Kluge, der immer an der Seite des Kapitäns blieb und das Rennen mehr als sechs Stunden hinter dem Sieger Tadej Pogacar (UAE - Team Emirates) auf dem 146. und damit letzten Platz beendete.

Der neue Giro-Start auf Sizilien wird für die Sprinter tatsächlich kein Zuckerschlecken, möglicherweise kommt es sogar erst am siebten Tag in Brindisi zum ersten Massensprint. Das schwere Profil der Italien-Rundfahrt hat bei Lotto Soudal nun also zum Umdenken geführt. “Wir werden nun den einen oder anderen Klassiker fahren, wo es ja auch diverse Sprintentscheidungen gibt“, kündigte Kluge an.

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