Urteil im Aderlass-Prozess

Erfurter Dopingarzt Schmidt zu fast fünf Jahren Haft verurteilt

Foto zu dem Text "Erfurter Dopingarzt Schmidt zu fast fünf Jahren Haft verurteilt"
Hinweisschild zur Doping-Kontrolle. | Foto: Cor Vos

15.01.2021  |  (rsn) - Im Prozess um die “Operation Aderlass“ ist der Erfurter Sportmediziner Mark Schmidt zu einer Haftstrafe von vier Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Das Landgericht München II befand den Hauptangeklagten in insgesamt 24 Fällen der Anwendung von Dopingmethoden sowie in weiteren zwei Fällen des unerlaubten Inverkehrbringens von Arzneimitteln für schuldig.

Zudem sprach das Gericht ein dreijähriges Berufsverbot gegen Schmidt aus und belegte den 43-Jährigen mit einer Geldstrafe von 158.000 Euro. Bei vier weiteren Mitangeklagten, darunter auch Schmidts Vater, reichte das Strafmaß von Geld- bis zu Haftstrafen. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

In den Dopingskandal verwickelt waren insgesamt 23 Sportler aus acht Ländern, darunter auch mehrere Radsportler wie der Deutsche Danilo Hondo, der Schweizer Pirmin Lang, die Österreicher Stefan Denifl und Georg Preidler sowie der Italiener Alessandro Petacchi. Denifl wurde Anfang der Woche von einem Gericht in Innsbruck zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt, wovon 16 Monate auf Bewährung ausgesprochen wurden.

Die “Operation Aderlass“ wurde mit einer Razzia öffentlich bekannt, bei der am 27. Februar 2019 Razzien bei der nordischen Ski-WM in Seefeld sowie in Deutschland durchgeführt wurden. Damals wurde auch Schmidt in seiner Erfurter Praxis festgenommen. Seitdem befindet sich der ehemalige Gerolsteiner- und Milram-Teamarzt in Haft.

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