Ex-Bora-Kapitän im Dienst des Toursiegers

Majka freut sich auf die Rolle als Pogacar-Helfer

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Rafal Majka (hier noch im Bora - Hansgrohe) bei der Burgos-Rundfahrt 2020. | Foto: Cor Vos

18.01.2021  |  (rsn) - In seinen vier Jahren bei Bora - hansgrohe führte Rafal Majka sein Team erfolgreich in den großen Rundfahrten an. Beim Giro d’Italia und der Vuelta a Espana sprang 2019 jeweils ein sechster Platz heraus, nur bei der Tour de France lief es für den Polen nicht nach Wunsch: In seiner ersten Bora-Saison musste Majka die Frankreich-Rundfahrt 2017 nach einem Sturz am Ende der ersten Woche verlassen, im Jahr darauf reichte es nur zu Platz 19.

Am Saisonende 2020 entschloss sich der Kletterspezialist zu einem Tapetenwechsel, der auch eine veränderte Rolle mit sich bringen wird. Majka unterschrieb für zwei Jahre bei UAE Emirates und wird künftig im Schatten von Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar stehen.

Aber genau dieser eine Schritt zurück sei das, was er gewollt habe, sagte Majka am Medientag seines neuen Teams: “Ich wollte etwas ändern. Bei UAE Emirates bin ich entspannter. Ich nenne es keinen Neustart in meiner Karriere, aber es gibt weniger Stress. Es ist etwas Neues für mich, obwohl ich sicherlich auch eigene Chancen bekommen werde. Ich will ja immer noch Rennen gewinnen“, so der mittlerweile 31-Jährige, der einen Großteil der Saison an der Seite des neun Jahre jüngeren Pogacar bestreiten wird.

Genauer gesagt wird das Duo acht Rennen gemeinsam bestreiten, wobei Im Zentrum die Tour de France und die Vuelta a Espana stehen. “Ich freue mich, Tadej bei der Tour de France helfen zu können. Der Vorteil ist, dass ich mich in auf den flachen Passagen ausruhen kann. Ich muss nicht jeden Tag alles geben“, sagte Majka zu seinen Aufgaben beim Unternehmen Titelverteidigung durch Pogacar. Nach der Frankreich-Rundfahrt wird er auf eigene Rechnung fahren können, und zwar im Olympischen Straßenrennen von Tokio.

“Wenn ich in guter Form bin, sollte es möglich sein, bei den Olympischen Spielen etwas zu zeigen“, blickte Majka er zuversichtlich voraus. In Rio de Janeiro gewann er 2016 bereits Bronze im Olympischen Straßenrennen. Und auch der bergige Kurs von Tokio sollte ihm entgegenkommen.

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