Teamchef Lefevere will nichts überstürzen

Evenepoel soll erst beim Giro sein Saisondebüt geben

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Remco Evenepoel (Deceuninck - Quick-Step) gewann 2020 die entscheidende Etappe der Burgos-Rundfahrt am Picón Blanco. | Foto: Cor Vos

08.02.2021  |  (rsn) - Remco Evenepoel (Deceuninck - Quick-Step) kann nach wochenlanger Pause zwar das Training auf dem Rad wieder aufnehmen. Durch die unvorhergesehene Verzögerung werden sich aber die Pläne des 21-jährigen Belgiers ändern, wie sein Team-Manager Patrick Lefevere gegenüber Sporza ankündigte.

"Der Giro wird das früheste Rennen sein, in dem wir Remco Evenepoel bringen können", sagte der Belgier und schraubte damit die Erwartungen über ein mögliches Spitzenergebnis beim Grand-Tour-Debüt seines Landsmanns herab. "Er wird ohne Druck in die Italien-Tour gehen", betonte Lefevere. “Es bleibt abzuwarten, wie sein Körper auf ein dreiwöchiges Etappenrennen reagieren wird.“

Evenepoel war bereits für den Giro d’Italia 2020 vorgesehen, der in Folge der Corona-Pandemie in den Oktober verschoben werden musste. Bei Il Lombardia, das in den August vorgezogen worden war, zog sich der Gewinner der Polen-Rundfahrt dann aber bei einem schweren Sturz einen Beckenbruch zu, der ihn zu einer monatelangen Pause zwang.

“Die Tatsache, dass er wieder trainieren kann, ist fantastisch. Ich bin sehr glücklich. Ich freue mich nicht nur für Remco, sondern auch für das gesamte Team“, sagte Lefevere und betonte, dass die Teamleitung Evenepoel langsam aufbauen werde. “Wir werden jetzt versuchen, keinen einzigen Schritt zu überspringen“, sagte Lefevere. “Remco war zu lange inaktiv. Er kommt jetzt aus einer Phase von sieben bis acht Wochen ohne Fahrrad zurück.“

So wird die 104. Italien-Rundfahrt im Mai wohl das erste Rennen sein, das Evenepoel seit seinem Unfall im Sommer 2020 bestreiten wird. “Der Giro sollte machbar sein, aber dann darf Remco keinen Rückfall haben. Wir versuchen definitiv, ihn wieder dorthin zu bringen, wo er hingehört: ins Peloton“, sagte Lefevere.

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