In der Provence Doppelspitze mit Großschartner

Konrad will beim verspäteten Saisondebüt Vollgas geben

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Patrick Konrad (Bora - hansgrohe) steht vor seinem Saisondebüt in der Provence. | Foto: BORA - hansgrohe / Christof Kreutzer

10.02.2021  |  (rsn) - Nach der Absage der für Anfang Februar geplanten Valencia-Rundfahrt musste auch Patrick Konrad seine Pläne ändern. Statt in Spanien wird der Achte des letztjährigen Giro d’Italia nun in Frankreich sein erstes Rennen der Saison 2021 bestreiten.

Der 29-jährige Österreicher wird gemeinsam mit seinem Landsmann Felix Großschartner das Team Bora - hansgrohe bei der Tour de la Provence (11. - 14. Februar / 2.Pro) anführen. Er will die viertägige Rundfahrt durch den französischen Süden nicht nur zum Einrollen nutzen.

“Mit etwas Verspätung geht es jetzt los. Ich hatte einen anderen Saisonstart geplant und bin froh, dass mir das Team noch einen so guten Rennkalender für das Frühjahr zur Verfügung stellt“, sagte Konrad zu radsport-news.com.

Nach der Provence-Rundfahrt geht es für den Niederösterreicher weiter in die Vereinigten Arabischen Emirate, wo Ende des Monats mit der UAE Tour das erste World-Tour-Rennen des Jahres ansteht. Im März führt ihn sein Rennkalender nach Italien: Zunächst gibt Konrad bei Strade Bianche sein Debüt, ehe die zweite Teilnahme bei der Fernfahrt Tirreno-Adriatico geplant ist.

Wie den Schotterpistenklassiker durch die Toskana wird Konrad auch die schwere Tour de la Provence erstmals in seiner Karriere bestreiten. Die Vorbereitung in Spanien lief nach Plan, so dass er nun optimistisch auf sein erstes Rennen seit dem Oktober 2020 vorausschaut. “Die letzten beiden Wochen habe ich in Alicante und Benidorm verbracht und habe dort sehr gut mit anderen Mannschaftskollegen trainiert, die für Valencia vorgesehen waren. Ich konnte mich auch gut regenerieren und gehe sehr motiviert in die Rundfahrt“, sagte Konrad, der in der Provence die Etappen zwei und drei in den Blick genommen hat.

“Das Rennen kommt mir mit der Bergankunft am Mont Ventoux (3. Etappe) und dem anspruchsvollen Finale der 2. Etappe gut entgegen “, sagte der Rundfahrtspezialist und fügte an: “Wenn ich eine Chance bekomme, dann will ich die nutzen. Es heißt also Vollgas von Beginn an, damit ich für die ganz großen Ziele jedes Ergebnis mitnehme“, so Konrad.

Teamkollege Großschartner hat schon den Etoile de Bessèges in den Beinen, spielte dort allerdings nach einem heftigen Sturz gleich auf der 1. Etappe keine Rolle. Der Oberösterreicher kämpfte sich dennoch durch die fünftägige Rundfahrt und holte sich mit Rang 15 im abschließenden Einzelzeitfahren sogar ein erstes kleines Erfolgserlebnis. “Mittlerweile passt wieder alles, der Rücken ist noch ein wenig steif. Mit der momentanen Form bin ich zufrieden“, so Großschartner, der 2020 Rang neun der Vuelta a Espana belegte, auf der Homepage des Österreichischen Radsportverbands ÖRV.

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