Bora aber auch ohne Sagan optimistisch zum Omloop

Politt: “Mit einer Doppelspitze wäre alles etwas einfacher“

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Politt: “Mit einer Doppelspitze wäre alles etwas einfacher“"
Nils Politt (links) und Marcus Burghardt bei der Streckenbesichtigung des Omloop Het Nieuwsblad am Mittwoch. | Foto: Cor Vos

26.02.2021  |  (rsn) - Mit seinem dritten Gesamtrang beim Etoile de Bessèges (2.1) Anfang des Monats hat Nils Politt einen gelungenen Einstand bei Bora - hansgrohe gefeiert und dabei sich selbst "auch ein bisschen überrascht". Nun geht es für den Hürther in Abwesenheit von Peter Sagan darum, auch beim Omloop Het Nieuwsblad, dem ersten Härtest der Saison auf Kopfsteinpflaster, seine gute Frühform unter Beweis zu stellen.

Zu euphorisch wollte Politt gegenüber radsport-news.com vor dem 'Openingsweekend' aber nicht sein. "Beim Omloop hatte ich immer ein bisschen einen Kampf mit mir selbst", spielte er auf Rang 19 aus dem Jahr 2019 als beste Platzierung an, fügte jedoch auch an: "Aber ich denke ich bin ganz gut drauf und optimistisch fürs Wochenende." 

Einen persönlichen Ergebnistipp wollte sich Politt entsprechend auch nicht entlocken lassen. "Es ist auch immer das erste Aufeinandertreffen der ganzen Klassikerfahrer, da muss man einfach abwarten, was dabei rauskommt."

Dass Sagan, der seine Corona-Erkrankung zwar überstanden hat, aber noch nicht in den Rennbetrieb zurückgekehrt ist, als zweiter Teil der Bora-Doppelspitze fehlen wird, bedauert Politt. "Es ist natürlich blöd, dass er nicht am Start ist. Das müssen wir jetzt so hinnehmen. Mit einer Doppelspitze wäre natürlich alles etwas einfacher gewesen, aber trotzdem denke ich, dass wir mit Pöstlberger, Burghardt, Oss, Gamper, Bodnar und Ide Schelling richtig gut aufgestellt sind. Da ist der eine oder andere auch in der Lage, eine Top-Platzierung einzufahren."

"60, 70 Kilometer vor dem Ziel wird schon richtig Rennen gefahren"

Für das Rennen selbst, das über 13 Hellinge führt - die kurzen, aber sehr steilen Anstiege in Flandern - erwartet Politt nicht, dass es erst auf den letzten 20 Kilometern an der Mauer von Geraardsbergen und dem Bosberg explodieren wird. "Ich denke, das Rennen wird wieder früh losgehen. So 60, 70 Kilometer vor dem Ziel wird schon richtig Radrennen gefahren. Ich denke, dass dort auch schon eine erste Vorentscheidung fallen wird. Gerade am Molenberg wird 100-prozentig wieder was passieren. Da heißt es wachsam sein, aufmerksam sein und schauen, dass man in der richtigen Gruppe ist", so der 26-Jährige.

Als Topfavoriten nannte Politt zum einen Oliver Naesen und Greg Van Avermaet - "eine superstarke Doppelspitze bei AG2R", wie er meinte. Aber auch Deceuninck - Quick-Step um Weltmeister Julian Alaphilippe, Zdenek Stybar und Kasper Asgreen hätte "drei superstarke Fahrer", dazu kämen die "üblichen Verdächtigen" wie Sep Vanmarcke, Sonny Colbrelli, Dylan Teuns "und klar, natürlich auch Titelverteidiger Stuyven und sein Teamkollege Mads Pedersen", so Politt abschließend.

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