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02.04.2026 | (rsn) - Die Flandern-Rundfahrt dildet für Radsport-Fans gemeinsam mit Paris-Roubaix das Herzstück der Klassikerwochen eines jeden Frühjahrs. Das belgische Monument, am 25. Mai 1913 erstmals ausgetragen, führt über rund 270 Kilometer, wobei zahlreiche der berühmten Hellinge, die kurzen, zumeist über Kopfsteinpflaster führenden Anstiege der Region, bewältigt werden müssen.
RSN blickt auf die letzten zehn Jahre der "Ronde" zurück und fasst die einzelnen Austragungen kurz und kompakt zusammen.
Nachdem der Schweizer Fabian Cancellara das Rennen zweimal in Folge gewinnen konnte, triumphierte erstmals ein Norweger bei der "Ronde". Alexander Kristoff (Katusha) setzte sich im Sprintduell gegen den Niederländer Niki Terpstra (Etixx – Quick-Step) durch, das Podium komplettierte sieben Sekunden dahinter der Belgier Greg Van Avermaet (BMC). John Degenkolb (Giant – Alpecin) führte als Siebter mit 49 Sekunden Rückstand die erste größere Gruppe ins Ziel und war bester Deutscher.
Terpsta und Kristoff hatten sich rund 26 Kilometer vor dem Ziel auf der Kuppe des Kruisberg, dem drittletzten der insgesamt 19 Anstiege, aus der Favoritengruppe gelöst und im Finale ihren knappen Vorsprung verteidigt. Im Sprint ließ Skandinavier seinem Gegner dann keine Chance.
Bei der 100. Austragung der Ronde van Vlaanderen schlug die große Stunde von Peter Sagan (Tinkoff). Der Weltmeister triumphierte nach 255 Kilometern von Brügge nach Oudenaare als Solist mit 25 Sekunden Vorsprung auf Fabian Cancellara (Trek – Segafredo). Der Schweizer sicherte sich bei seiner Abschiedsvorstellung drei Sekunden vor dem Belgier Sep Vanmarcke (LottoNL-Jumbo) Rang zwei.
Sagan leitete den ersten slowakischen Sieg in Flandern mit einer Attacke am Paterberg ein, nachdem er zuvor mit einem Vorstoß am Kruisberg die Favoritengruppe bereits auf ein Trio reduziert hatte. Am letzten der 18 Hellinge schüttelte er Vanmarcke ab und nahm die letzten Kilometer als Solist in Angriff.
Cancellara nahm die Verfolgung am Oude Kwaremont 16 Kilometer vor dem Ziel auf, konnte aber nicht mehr zu Sagan aufschließen. So wurde es nichts einem vierten Ronde-Sieg, womit der Schweizer alleiniger Rekordhalter geworden wäre.
Nach vierjähriger Durststrecke konnten die Belgier beim Heimspiel wieder jubeln. Philippe Gilbert (Quick - Step Floors) setzte sich nach 260 Kilometern in Oudenaarde als Solist mit 29 Sekunden Vorsprung auf die drei Verfolger Greg Van Avermaet (BMC), Niki Terpstra (Quick-Step Floors) und Dylan van Baarle (Cannondale) durch. Als bester Deutscher belegte beim erstmals in Antwerpen gestarteten Monument John Degenkolb (Trek – Segafredo) mit 53 Sekunden Rückstand Rang sieben.
Gilbert war bereits 55 Kilometer vor dem Ziel an der zweiten von drei Überquerungen des Oude Kwaremoent in die Offensive gegangen und wurde danach von den Kontrahenten nicht mehr gesehen. Am Ende überquerte er zu Fuß den Zielstrich - sein Rad triumphierend in die Höhe gestreckt.
Bei seiner letzten Flandern-Rundfahrt war Gilberts Teamkollege Tom Boonen gleich zwei Mal im Defektpech und musste früh alle Hoffnungen auf einen vierten Ronde-Sieg begraben - der alleinige Rekord blieb also auch ihm verwehrt.
Nach Platz drei im Vorjahr und Rang zwei 2015 gelang Niki Terpstra (Quick - Step Floors) bei der 102. Austragung endlich der ganz große Coup. Der Niederländer siegte nach 265 Kilometern in Oudenaarde als Solist mit zwölf Sekunden Vorsprung auf den dänischen Überraschungszweiten Mads Pedersen (Trek – Segafredo). Vorjahressieger Philippe Gilbert (Quick - Step Floors) wurde mit 17 Sekunden Rückstand Dritter.
Terpstra hatte den Grundstein zum Sieg mit einer Attacke am Kruisberg, dem drittletzten Anstieg des Tages, gelegt. Schnell schloss er zu den letzten Fahrern der Ausreißergruppe des Tages auf und schüttelte diese am Oude Kwaremont ab.
Auch die 103. Austragung endete mit dem Triumph eines Ausreißers. Sensationell entschied Alberto Bettiol (EF Education First) die "Ronde" für sich und sicherte sich seinen ersten Profisieg mit 14 Sekunden Vorsprung auf den ebenfalls überraschend starken Dänen Kasper Asgreen (Deceuninck – Quick-Step). Mit 17 Sekunden Rückstand gewann der Norweger Alexander Kristoff (UAE Team Emirates) den Sprint um Platz drei, zwei Positionen dahinter wurde der Hürther Nils Politt (Katusha - Alpecin) starker Fünfter.
Bettiol hatte sich 18 Kilometer vor dem Ziel am Oude Kwaremont aus der Favoritengruppe davon gemacht und sich bis zum Paterberg, dem letzten Anstieg des Tages, einen kleinen Vorsprung herausgefahren. Diesen behauptete der Italiener auf den letzten 14 flachen Kilometern und gewann so erstmals in seiner Karriere ein UCI-Rennen.
Bei der wegen der Corona-Pandemie in den Oktober verlegten 104. Ausgabe der “Ronde“ schien es zum erwartet packenden Dreikampf zwischen Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix), Wout van Aert (Jumbo - Visma) und Julian Alaphilippe (Deceuninck - Quick-Step) zu kommen.
Das Trio hatte sich nach Attacken am Koppenberg und Taaienberg abgesetzt. Dann jedoch kollidierte der Franzose 35 Kilometer vor dem Ziel mit einem Begleitmotorrad und musste das Rennen aufgeben. So machten van der Poel und Van Aert in einem packenden Zweiersprint den Sieg unter sich aus, wobei der Niederländer hauchdünn vorne lag.
Mit acht Sekunden Rückstand entschied Alexander Kristoff (UAE Team Emirates) den Kampf um Platz drei für sich, bester Deutscher war John Degenkolb (Lotto Soudal) als Neunter.
24 Jahre, nachdem Rolf Sörensen als letzter Däne bei der Ronde triumphiert hatte, setzte sich sein Landsmann Kasper Asgreen (Deceuninck - Quick-Step) nach 254,3 Kilometern zwischen Antwerpen und Oudenaard im Zweiersprint überraschend gegen Titelverteidiger Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix) durch. Rang drei ging an den Belgier Greg Van Avermaet (AG2R - Citroen), bester Deutscher war Marcus Burghardt (Bora - hansgrohe) auf dem 14. Platz.
Schon bei der zweiten Passage der Kombination aus Oude Kwaremont und Paterberg 60 Kilometer vor dem Ziel waren Asgreen und van der Poel ganz vorn zu finden. Nach dem Taaienberg gehörten sie einer illustren Spitzengruppe an, zu der auch der spätere Sechste Wout van Aert (Jumbo - Visma) und Weltmeister Julian Alaphilippe (Deceuninck - Quick-Step) zählten.
Bei der letzten Passage des Kwaremont schüttelte das Duo schließlich auch noch seinen letzten Begleiter van Aert ab und machte den Sieg unter sich aus.
Aufgrund der krankheitsbedingten Absage von Wout van Aert (Jumbo - Visma) stand die 106. Austragung ganz im Zeichen des Duells zwischen Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck) und Tadej Pogacar (UAE - Team Emirates). An den Anstiegen war der slowenische Ronde-Debütant der stärkste Fahrer im Feld, nur van der Poel konnte ihm dort folgen.
Seite an Seite bogen die beiden auf die letzten Kilometer in Richtung Oudenaarde ein, wo kurz vor dem Ziel nach einigen Stehversuchen dann aber noch Dylan van Baarle (Ineos Grenadiers) und Valentin Madouas (Groupama - FDJ) aufschließen konnten, so dass es zum Vierersprint um den Sieg kam.
Dabei war van der Poel der Stärkste und setzte sich vor seinem Landsmann van Baarle durch. Pogacar blieb hinter Madouas nur Rang vier.
Nachdem er im Jahr zuvor an den Anstiegen der Flandern-Rundfahrt schon stärkster Fahrer gewesen war, am Ende aber sogar noch das Podium verpasst hatte, war Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) bei der 107. Austragung der Ronde nicht zu schlagen.
Nach 273 Kilometern zwischen Brügge und Oudenaarde verwies der Slowene mit 16 Sekunden Vorsprung Titelverteidiger Mathieu van der Poel (Alpecin - Deceuninck) auf den zweiten Platz. Das Podium komplettierte der Däne Mads Pedersen (Trek - Segafredo), der die erste Verfolgergruppe mit 1:12 Minuten Rückstand ins Ziel führte.
Pogacar schüttelte 17 Kilometer vor dem Ziel im unteren Teil des Oude Kwaremont van der Poel ab und überholte im oberen Teil mit Pedersen auch den letzten der Ausreißer. Bereits 55 Kilometer vor dem Ziel hatte er bei der zweiten von drei Überquerungen des Oude Kwaremont erstmals attackiert, danach aber noch auf seine Verfolger gewartet.
Zwölf Kilometer später machte Pogacar am Koppenberg wieder Ernst, wobei nur Wout van Aert (Jumbo - Visma) und van der Poel folgen konnten. Van Aert fiel schließlich am Kruisberg zurück.
Mathieu van der Poel (Alpecin - Deceuninck) sicherte sich in Abwesenheit von Vorjahressieger Tadej Pogacar (UAE - Team Emirates) nach 270,8 Kilometern zwischen Antwerpen und Oudenaarde seinen bereits dritten Sieg bei der Flandern-Rundfahrt. Als Solist wies der Niederländer deutliche 1:02 Minuten Vorsprung auf eine größere Verfolgergruppe auf, die von Luca Mozzato (Arkéa - B&B Hotels) ins Ziel geführt wurde.
Da Michael Matthews (Jayco - AlUla) wegen eines Regelverstoßes von Rang drei noch auf Platz elf zurückgestuft wurde, konnte sich Nils Politt (UAE - Team Emirates) über den letzten freien Platz auf dem Podium freuen.
Van der Poel hatte seine entscheidende Attacke am Koppenberg 45 Kilometer vor dem Ziel lanciert, wobei ihm kein Kontrahent hatte folgen können.
Nach 2023 konnte Tadej Pogacar (UAE - Team Emirates - XRG) seinen zweiten Triumph bei der Ronde van Vlaanderen bejubeln. Der Slowene gewann das 269 Kilometer lange Rennen von Brügge nach Oudenarde als Solist mit 1:01 Minuten Vorsprung auf den Dänen Mads Pedersen (Lidl - Trek), der im Vierersprint Titelverteidiger Mathieu van der Poel (Alpecin - Deceuninck) und den Belgier Wout Van Aert (Visma - Lease a Bike) auf die Plätze verwies. Der Schweizer Stefan Küng (Groupama - FDJ) wurde 1:53 Minuten hinter Pogacar Siebter.
Pogacar hatte 18 Kilometer vor dem Ziel am Oude Kwaremont angegriffen und im Finale als Solist seinen Vorsprung auf beeindruckende Art und Weise noch auf über eine Minute ausbauen können.
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