Enttäuschendes Zeitfahr-Ergebnis für Ineos

Thomas erst zu schnell und dann zu langsam

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Thomas erst zu schnell und dann zu langsam"
Geraint Thomas (Ineos Grenadiers) | Foto: Cor Vos

02.06.2021  |  (rsn) - Mit einem Doppelsieg beim Zeitfahren der 4. Etappe des Critérium du Dauphiné konnte man am Mittwoch durchaus rechnen. Dafür war aber eher Ineos Grenadiers prädestiniert und nicht Astana – Premier Tech. Doch sowohl Topfavorit Geraint Thomas als auch Richie Porte wurden den hohen Erwartungen nicht gerechten.

Trotzdem gab sich Thomas beim Herunterkühlen nach dem Rennen optimistisch. “Ich habe nicht zu viel Zeit verloren. Ich bin etwas zu schnell angegangen und ich hatte auch keine guten Beine“, so der Waliser, der bei der Zwischenzeit noch Bestzeit gefahren war und sieben Sekunden vor seinem ersten Verfolger lag. “Da dachte ich schon: ‘Oh oh, ich habe es übertrieben‘“, erinnerte sich der Tour-de-France-Sieger von 2018. “Danach ging es nur noch ums überleben. Das war kein Kurs, auf dem man die letzten sieben oder acht Kilometer nur abwarten kann. Man muss stark sein – und bei mir ging es nicht nach vorn“, gab der 35-Jährige zu. Letztendlich überquerte er den Zielstrich mit der zehntschnellsten Zeit des Tages. Mit 23 Sekunden Rückstand auf den Etappensieger Alexey Lutsenko und 24 Sekunden auf den Gesamtführenden Lukas Pöstlberger (Bora – hansgrohe) findet sich Thomas somit nicht dort wieder, wo er es zur Hälfte der Rundfahrt gern getan hätte.

Etwas besser verlief der Wettkampf für seinen Teamkollegen Porte. “Richie ist noch vorn dabei“, urteilte Thomas. “Ich bin auch dabei, oder zumindest in der Nähe. Wir haben also noch nichts verloren“, befand der Brite. Porte ist Sechster der Gesamtwertung mit nur sieben Sekunden Rückstand auf den Tageszweiten Ion Izagirre (Astana – Premier Tech), der zurzeit der Beste der Klassementfahrer ist. Mit Tao Geoghegan Hart hat Ineos Grenadiers noch ein drittes Eisen im Feuer. Der Giro-Sieger der letzten Saison liegt in der Gesamtwertung 1:04 Minuten hinter Pöstlberger und 56 Sekunden hinter Izagirre. Am Freitag, Samstag und Sonntag warten noch Bergetappen auf das Dauphiné-Peloton.

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