Schweizer hat beim Heimspiel eine Sekunde Vorsprung

Küng will sein Gelbes Trikot auch in Pfaffnau verteidigen

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Küng will sein Gelbes Trikot auch in Pfaffnau verteidigen"
Stefan Küng (Groupama - FDJ) | Foto: Cor Vos

08.06.2021  |  (rsn) - Auf der Litschstraße sah es schlecht aus für Stefan Küng (Groupama – FDJ). Rund acht Kilometer vor dem Ziel der 2. Etappe der Tour de Suisse konnte der Gesamtführende den besten Kletterern auf dem 2,4 Kilometer langen und im Schnitt 8,3% steilen Anstieg nicht mehr folgen. Doch am Ende ging es sich für den Schweizer doch noch aus, Küng verteidigte in Lachen das Gelbe Trikot – mit einer Sekunde Vorsprung.

”Heute war es das Ziel, die Führung zu verteidigen. Ich habe viel Motivation und Kraft aus dem Trikot geschöpft, aber ich wusste auch, dass es auf dem schweren Anstieg schwierig werden würde“, erklärte der Auftaktsieger. Zwar wurde Küng in der Litschstraße tatsächlich distanziert, auf den restlichen Kilometern konnte der 27-Jährige den Schaden aber in Grenzen halten, auch deshalb, weil er auf der letzten Passage seine Zeitfahrfähigkeiten voll ausspielen konnte.

”Im Flachen habe ich dann alles gegeben“, bestätigte Küng, der sein Gelbes Trikot nur hauchdünn vor Julian Alaphilippe (Deceuninck – Quick-Step / +0:01) und Maximilian Schachmann (Bora – hansgrohe / +0:02) rettete. Das Duo machten den Etappensieg unter sich aus und wird auch auf dem hügeligen dritten Abschnitt wieder eine Gefahr für Küng darstellen aber auch der Gesamtvierte van der Poel könnte sich in Pfannau das Gelbe Trikot überstreifen.

Küng gab sich in Lachen aber kämpferisch. “Morgen werde ich wieder alles geben, um das Trikot zu verteidigen. Zum Glück ist die Etappe weniger schwer als die heutige”, erklärte er. Ein Blick auf das Streckenprofi verrät aber, dass es auch die 182 Kilometer von Lachen nach Pfaffnau in sich haben.

Zwar fehlen im Profil die langen Anstiege, dafür geht es den ganzen Tag auf anspruchsvollem Klassikerprofil rauf und runter. Statt der nur zwei Bergwertungen hätten die Streckenplaner problemlos acht im Parcours unterbringen können.Seine Fahrt in Gelb jedenfalls hat Küng trotz des Regenwetters in vollen Zügen genossen. “Es war ein toller Tag auf meinem Trainingsterrain. Ich habe alle zwei Kilometer jemanden am Straßenrand erkannt”, erzählte er.

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