Wegen des Medienrummels

Tour-Organisatoren ziehen Anzeige gegen Zuschauerin zurück

Foto zu dem Text "Tour-Organisatoren ziehen Anzeige gegen Zuschauerin zurück"
Szene nach dem ersten Massensturz der 108. Tour de France | Foto: Cor Vos

01.07.2021  |  (rsn) - Die Organisatoren der Tour de France haben ihre Anzeige gegen die Frau zurückgezogen, die auf der 1. Etappe mit einem in die Strecke gehaltenen Pappschild den ersten Massensprint verursacht hatte. Wie der stellvertretende Renndirektor Pierre-Yves Thouault der “L’Équipe“ gegenüber erklärte, habe man sich angesichts des Medienrummels dazu entschlossen. “Die Aufmerksamkeit sollte den Fahrern gehören, nicht den Zuschauern“, betonte Thouault.

Nachdem die Zuschauerin nach dem Massensturz, bei dem fast das gesamte Feld in Mitleidenschaft gezogen worden war, die Unfallstelle unerkannt verlassen hatte, stellte sie sich laut “L’Equipe“ am Mittwoch der Gendamerie, nachdem diese über einen öffentlichen Aufruf nach Zeugen gesucht hatte. Nachdem sie zunächst festgenommen und ihre Wohnung durchsucht worden war, sollte die 30-Jährige am Donnerstag wieder freigelassen werden.

Gegen die Frau läuft ein von der zuständigen Staatsanwaltschaft eingeleitetes Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung und Unfallflucht. Dafür droht ihr eine maximale Haftstrafe von zwei Jahren sowie eine Geldstrafe bis zu 30.000 Euro. Dafür müsste ihr aber nachgewiesen werden, das Leben von anderen Personen gefährdet zu haben.

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