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03.10.2021 | (rsn) - Drei Debütanten auf dem Podium von Paris-Roubaix. Das hatte es zuvor nur bei der Premiere der “Königin der Klassiker“ gegeben. Europameister Sonny Colbrelli (Bahrain Victorious) holte sich den Sieg im Velodrome im Sprint vor Florian Vermeersch (Lotto Soudal) und dem Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix) und feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere.
Wir liefern die wichtigsten Stimmen zum Rennen.
Sonny Colbrelli (Bahrain Victorious, Sieger): “Unglaublich, mein erstes Paris-Roubaix und ich gewinne. Ich bin sehr glücklich. Heute war es ein legendäres Roubaix mit dem Regen und dem schlechten Wetter am Start und einer Attacke in Arenberg 90 Kilometer vor dem Ziel. Ich bin im Finale nur van der Poel gefolgt und hatte am Ende einen Supersprint. Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg. Gianni (Moscon) war sehr stark, aber dahinter haben wir gut zusammengearbeitet. Ich folgte van der Poel für den Sprint, aber dieser Fahrer von Lotto Soudal (Vermeersch) setzte 200 Meter vor dem Ziel zum Sprint an. Etwa 20 oder 25 Meter vor dem Ziel ging ich vorbei und gewann… Im Finale war ich am Limit. Es war super schwierig, weil ich auf die Stürze in den ersten Sektoren aufpassen musste, und dann gibt es immer den Stress, um auf dem Kopfsteinpflaster in Position zu sein. Dieses Jahr ist mein Jahr, ich bin sehr glücklich."
Florian Vermeersch (Lotto Soudal, Zweiter): "Im Moment überwiegt etwas die Enttäuschung, aber ich denke in einigen Tagen wird sie weggehen und dann werde ich stolz sein. In meinem ersten Paris-Roubaix Zweiter zu werden, das ist verrückt. Das war ein Ziel für meine Karriere, aber habe es jetzt beim ersten Mal geschafft. Die Klassiker sind meine Rennen, das ist klar. Ich will nicht mit Tom Boonen verglichen werden. Er hat so große Palmares und das auszugleichen wird noch sehr viele Ergebnisse zu brauchen. Ich konzentriere ich mich auf meinen eigenen Weg."
Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix / Dritter): "Ich bin stolz, bei meiner ersten Teilnahme gleich auf dem Podium zu stehen. Die Beine waren am Ende einfach leer. Ich war die letzten 30,40 Kilometer am Limit. Es war ein sehr langes Finale, das am Ende seinen Tribut gefordert hat. Dieses Roubaix wird man nicht vergessen.“
Gianni Moscon (Ineos Grenadiers / Vierter): "Paris-Roubaix ist für mich das schönste Rennen. Ich habe schon weit vor dem Ziel angegriffen und hatte dann mit einem Defekt Pech. Wenn man danach am Limit fährt, macht man Fehler. Zum Schluss hatte ich auch nicht mehr die besten Beine. Ich kann nicht sagen, dass ich ohne den Defekt und den Sturz das Rennen gewonnen hätte. Ich weiß nicht, wie viel Zeit ich dadurch verloren habe. Ich muss jetzt erst mal alles verdauen. Ob ich nächste Woche noch Il Lombardia bestreite, weiß ich noch nicht. Unsere Nation kann glücklich sein, ein anderer Italiener hat gewonnen.“
Nils Politt (Bora - hansgrohe / Vorjahreszweiter): “Paris-Roubaix war ein recht schweres Rennen, gerade mit dem Regen und dem Schlamm auf den Pavés. Ich musste dreimal mein Rad wechseln, das war einmal zuviel. Ich kam nicht mehr zurück ins Feld und musste somit aussteigen. Die Beine haben sich gut angefühlt. Jetzt heißt es die Saison abhaken und in die Winterpause gehen. Ich werde aber nächstes Jahr wieder vollen Fokus auf den April legen.
Marcel Sieberg (Bahrain Victorious / letztes Rennen als Profi): "Ich hatte eben im Bus etwas Tränen in den Augen: In der ganzen Karriere habe ich mit meinen Teams nie ein Monument gewonnen, und dann das hier heute!"
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