Valencia: Bora-Neuzugang erobert auch Gelbes Trikot

Vlasov fährt auf dem Schotter Evenepoel davon

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Aleksandr Vlasov (Bora - hansrohe, li.) hat die 3. Etappe der Valencia-Rundfahrt gewonnen. | Foto: Cor Vos

04.02.2022  |  (rsn) – Aleksandr Vlasov hat Bora – hansgrohe den ersten Saisonsieg beschert. Der Russe war auf der 155 Kilometer langen Königsetappe der Valencia-Rundfahrt (2.Pro), die im Finale über eine zwei Kilometer lange Schotterpassage führte, nicht zu stoppen und nahm an der Bergankunft Antenas del Maigmo zudem Remco Evenepoel (Quick-Step Alpha Vinyl) das Gelbe Trikot ab.

Der 25-jährige Vlasov hatte 1,5 Kilometer vor dem Ziel auf der Naturstraße aus der kleinen Favoritengruppe heraus attackiert und dabei auch den bis dahin souverän wirkenden Belgier stehen lassen. Den Zielstrich überquerte der Bora-Neuzugang mit 14 Sekunden Vorsprung auf den Spanier Carlos Rodriguez (Ineos Grenadiers), weitere sieben Sekunden dahinter folgte dessen Landsmann Enric Mas (Movistar) auf Rang drei. Evenepoel überquerte als Achter mit 41 Sekunden Rückstand den Zielstrich.

"Ich bin super glücklich. Jetzt bin ich so richtig in der Mannschaft angekommen und ich denke, dass wir zusammen Großes erreichen können. Der letzte Anstieg war extrem hart. Ich kannte den Abschnitt mit der Naturstraße nur vom Video und wusste, dass dort sehr große Steine herumliegen würden. Ich habe mich dazu entschieden, an dieser Stelle zu attackieren", so Vlasov über seinen ersten Sieg im Trikot von Bora - hansgrohe.

In der Gesamtwertung führt er nun mit 32 Sekunden Vorsprung auf Evenepoel und 36 auf Rodriguez. Bei noch zwei ausstehenden Flachetappen hat der neue Träger des Gelben Trikots nun auch beste Chancen auf den Gesamtsieg.

So lief das Rennen:

Nach einem positiven Corona-Test im Team startete die Königsetappe ohne das Team BikeExchange – Jayco, und auch Wilco Kelderman (Bora – hansgrohe) war nach einem Sturz auf der 2. Etappe nicht mehr mit von der Partie. Die erste Rennstunde war geprägt von zahlreichen erfolglosen Attacken. Erst nach 50 Kilometern formierte sich eine dann aber gleich elfköpfige Spitzengruppe um Jan Tratnik (Bahrain Victorious) und Attila Valter (Groupama – FDJ). Etwas mehr als zwei Minuten gestand das Feld den Ausreißern zu, dank der Nachführarbeit auch von Bora – hansgrohe wuchs dieser auch nicht weiter an.

Durch eine Tempoverschärfung von Tratnik verkleinerte sich die Spitzengruppe 20 Kilometer vor dem Ziel zunächst auf vier Fahrer, danach schüttelte der Tscheche auch seine restlichen Begleiter ab.In die zehn Kilometer lange Schlusssteigung ging Tratnik mit einem Vorsprung von 30 Sekunden auf Valter, seinen nächsten Verfolger, das von Movistar angeführte, schon deutlich reduzierte Feld folgte mit zwei Minuten Rückstand.

Die Favoritengruppe fuhr zunächst Valter auf und als es 2,9 Kilometer vor dem Ziel auf die die Gravelpassage ging, war es kurze Zeit später auch um Tratnik geschehen. Hier verkleinerte sich die Favoritengruppe weiter und wurde 1500 Meter vor dem Ziel durch Vlasovs Attacke endgültig gesprengt. Der Giro-Vierte des vergangenen Jahres leistete sich keine Schwäche und fuhr einen souveränen Sieg ein, während sich dahinter die Kontrahenten im Kampf um Platz zwei quälten.

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