EF verlor fünf Mann

Die schlimme Bilanz des Massensturzes von Lüttich

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Das 108. Lüttich-Bastogne-Lüttich war von zahlreichen schweren Stürzen überschattet. | Foto: Cor Vos

25.04.2022  |  (rsn) – Der Massensturz 62 Kilometer vor dem Ziel und einige weitere kleinere Crashs haben größere Breschen ins Feld von Lüttich-Bastogne-Lüttich geschlagen. Neben dem schwer verletzten Quick-Step Duo Julian Alaphilippe, der sich mehrere Rippen und das Schulterblatt brach, und Ilan Van Wilder (Kieferbruch) listet das offizielle Bulletin eine ganze Reihe weiterer Fahrer auf, die sich mehr oder minder heftige Blessuren zuzogen, als in einer bergab führenden Passage auf schlechten Straßen mitten im Feld zahlreiche Fahrer zu Boden gingen.

Der Franzose Élie Gesbert (Arkéa - Samsic) erlitt bei dem Sturz einen Beckenbruch und fällt wochenlang aus. Sein polnischer Teamkollege Lukasz Owsian prallte gegen ein Straßenschild und kugelte sich dabei die linke Schulter aus.

TotalEnergies, ein weiterer französischer Zweitdivisionär, muss ebenfalls für mehrere Wochen auf Jérémy Cabot verzichten. Der Allrounder zog sich gleich mehrere Brüche des linken Schlüsselbeins zu und muss operiert werden.

Ebenfalls das linke Schlüsselbein brach sich Dorian Godon (AG2R Citroën) bei dem Sturz. Der 25-jährige Franzose erlitt zusätzlich noch eine Handgelenkfraktur und fällt auch für längere Zeit aus.

Besonders hart erwischte es bei dem Massensturz EF Education - EasyPost: Gleich fünf Fahrer des siebenköpfigen Aufgebots wurden in Mitleidenschaft gezogen. Ruben Guerreiro verletzte sich am Knie, Odd Christian Eiking zog sich Blessuren an Ellbogen und Handgelenk zu. Beide mussten geröntgt werden. Simon Carr, Ben Healy und Rigoberto Urán kamen mit geringeren Blessuren davon. Immerhin belegte Neilson Powless in Lüttich den guten achten Platz.

Vergleichsweise glimpflich kam Wilco Kelderman davon. Der Niederländer von Bora - hansgrohe musste nach Angaben seines Teams zwar mit einigen Stichen an nicht näher benannten Wunden genäht werden, zog sich allerdings keine Knochenbrüche zu. Keldermans Giro-Start am 6. Mai in Budapest ist nicht in Gefahr.

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