Die Stimmen zur 21. Etappe der Tour de France

Vingegaard: “Das größte, das man gewinnen kann“

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Jonas Vingegaard (Jumbo – Visma) | Foto: Cor Vos

24.07.2022  |  (rsn) - Wir sammeln für Sie nach jeder Etappe der 109. Tour de France die ersten Kommentare der Protagonisten, die Sie kurz nach dem Zieleinlauf hier nachlesen können.

Jonas Vingegaard (Jumbo – Visma / Gesamtsieger): “Es ist einfach unglaublich. Jetzt habe ich endlich die Tour gewonnen, jetzt kann nichts mehr schief gehen, und jetzt sitze ich hier mit Tochter bei mir, und es ist einfach unglaublich. Es ist das größte Radrennen des Jahres und das größte, das man gewinnen kann, und jetzt habe ich es geschafft, und das kann mir niemand mehr nehmen. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich zumindest um den Sieg kämpfen könnte, aber ich glaube, nach Hautacam habe ich wirklich angefangen, an den Gesamtsieg zu glauben.“

Tadej Pogacar (UAE Team Emirates / Zweiter der Gesamtwertung): “Es war ein wenig anders, aber nicht viel. Ich war stolz hier mit meinen drei Teamkollegen anzukommen. Ich habe das heute echt genossen. Wir werden noch gute Jahre haben ich und Jonas. Ich mag die Herausforderung. Ich weiß nicht, was ich jetzt dann in dieser Saison noch vorhabe, aber das werde ich nach ein paar Tagen entschieden haben. Morgen bin ich aber auf der zweiten Etappe, werde dort meine Verlobte anfeuern."

Geraint Thomas (Ineos - Grenadiers / Dritter der Gesamtwertung):“Der dritte Platz bedeutet mir viel. Speziell nach dem letzten Jahr, als ich dachte, meine Karriere wäre schon vorbei. Jetzt wieder ganz vorne mitzufahren, das habe ich genossen. Die letzte Etappe ist immer speziell, noch spezieller natürlich, wenn du in Gelb fährst, aber auf dem Podium zu stehen, ist toll. Jeder geht durch so viele Aufs und Abs während dieser drei Wochen. So ist aber unser Sport. Es kommen noch ein paar Rennen und dann werde ich in der Off-Season schauen, wie es weitergeht.“

Jasper Philipsen (Alpecin – Deceuninck / Etappensieger): “Ich kann es nicht glauben. Ein Kindheitstraum ist heute wahr geworden. Es wird eine Zeit brauchen, um das zu verarbeiten. Die Tour auf diese Weise zu beenden, ist natürlich das Sahnehäubchen. Das Finale war ideal für mich. Ich war in einer großartigen Position und Dylan Groenewegen musste den Sprint früh eröffnen. Ich blieb an seinem Hinterrad, bis ich dann, genau dort wo ich wollte, meinen Sprint anfing. Das hat genau für den Sieg gereicht. Ich bin glücklich hier zu gewinnen, die Champs-Élysées willst du als Sprinter immer gewinnen. Es ist nicht alles so geworden, wie wir uns das vorgestellt haben, aber mit zwei Etappensiegen kannst du nicht unzufrieden sein.“

Alexander Krieger (Alpecin – Fenix / Anfahrer von Jasper Philipsen): “Mir geht’s sehr, sehr gut. Es war eine zugleich kurze, aber auch ewig lange Tour. Nach diesem Sieg fällt viel Druck ab, denn es wäre etwas frustrierend gewesen, mit dem offensichtlich schnellsten Mann im Felk mit nur einem Sieg nach Hause zu gehen. Jetzt ist es sehr, sehr gut. Für Sprinter war das diesmal undankbar, wenn man sieht, wie viele Sprints es letztes Jahr gab. Wir konnten sehr, sehr froh sein, dass Jasper sehr bergfest ist, sonst hätte das in Carcassonne auch nicht geklappt. Ich glaube, das war perfekt für Mathieu van der Poel, aber Mathieu war nicht perfekt in Form. Für uns war das aber nicht so schlimm, weil wir gesehen haben, dass Jasper mega in Form ist. Wären wir mit nur einem Kapitän hierher gefahren, dann wäre es Scheiße gewesen, dann wären wir so ein Pelotonfüller gewesen. Jeder von uns hier hatte eine spezifische Aufgabe, aber die kann man nur haben, wenn man einen Leader hat – und mit Jasper war das kein Problem.“

Aleksandr Vlasov (Bora – hansgrohe / Gesamtfünfter): “Ich hatte nach meinem Sturz eigentlich nie das Gefühl, meine wahre Leistung abrufen zu können. Ich hatte bessere und schlechtere Tage, aber war nie wirklich dort, wo ich in dieser Saison schon war. Das kann man jetzt nicht mehr ändern. Am Ende ist der fünfte Rang aber dennoch ein gutes Ergebnis und ich bin fast etwas überrascht, dass es unter diesen Umständen noch für so weit nach vorne in der Gesamtwertung gereicht hat. Mit dem Ergebnis bin ich absolut zufrieden und ich denke, auch als Team können wir darauf stolz sein und vor allem, wie wir uns dieses Resultat erkämpft haben. Sollte ich im nächsten Jahr wieder hierher kommen, weiß ich, was mich erwartet, und das macht sicherlich einen Unterschied.”

Alexander Kristoff (Intermarché - Wanty - Gobert / Etappendritter):“Wir sind ein wenig zu spät in den Sprint gekommen. Pasqualon hat mir den Sprint gut angezogen, das Team hatte mich in einer guten Position gehalten. 400 Meter vor dem Ziel haben wir ein wenig an Momentum verloren, sonst wäre ich noch näher an Jasper (Philipsen) herangekommen. Caleb (Ewan) war vielleicht ein wenig verärgert, aber ich fand es war eine faire Aktion. Aber er war dann eingebaut hinter mir und Groenewegen. Ich freue mich jetzt, zumindest ein Podium erzielt zu haben, aber unser Traum war ein Sieg und der war noch ein wenig entfernt.“

Ralph Denk (Team-Manager Bora - hansgrohe): "Die Dominanz von Jumbo-Visma war beeindruckend, da kann man nur den Hut ziehen. Wir haben aber schon ein paar Schlüsse aus dieser Tour ziehen können und werden unsere Hausaufgaben machen. Unser Fokus lag in diesem Jahr auf dem Giro, das haben wir immer gesagt, da waren wir auch sehr erfolgreich und haben das Maglia Rosa geholt. Die nächsten Jahre möchten wir bei der Tour angreifen, da wissen wir nun, wo die Messlatte liegt und dass es noch einiges zu tun gibt.”

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