RSNplusRSN-Rangliste, Platz 55: Johannes Adamietz

Wird nach Top-Saison der Profitraum wahr?

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Wird nach Top-Saison der Profitraum wahr?"
Johannes Adamietz (Saris Rouvy Sauerland) | Foto: Cor Vos

15.11.2022  |  (rsn) – Im vergangenen Winter spielte Johannes Adamietz (Saris Rouvy Sauerland) ernsthaft mit dem Gedanken, seine Karriere zu beenden. Dass er dieses Vorhaben nicht in die Tat umsetzte, sollte sich auszahlen. Der Ulmer absolvierte die mit Abstand beste Saison seiner Karriere und kann sich deshalb berechtige Hoffnungen auf einen Profivertrag machen.

Zwar machte Adamietz noch keine genaueren Angaben zu seiner sportlichen Zukunft, allerdings bestätigte er, dass er in der kommenden Saison nicht mehr für sein bisheriges Team fahren werde. Viel lieber sprach der Kletterspezialist über seine starke Saison. “Ich bin sehr, sehr zufrieden. Ein besseres Jahr hätte ich mir nicht vorstellen können“, sagte Adamietz zu radsport-news.com.

___STEADY_PAYWALL___

Mit seinem 17. Platz bei der Tour du Rwanda (2.1) startete der 24-Jährige in seine dritte Saison beim Kontinental-Team aus dem Sauerland. “Es lief zwar sportlich dort nicht extrem gut für mich. Aber es war ein schöner Saisoneinstieg und ein riesiges Erlebnis in Afrika eine Woche Radrennen zu fahren“, blickte Adamietz auf sein erstes Rennen Ende Februar zurück.

Bei den Deutschen Meisterschaften im Sauerland wurde Johannes Adamietz im Straßenrennen durch einen Hungerast kurz vor dem Ziel ausgebremst. | Foto: Cor Vos

Starke Auftritte auch gegen die Profi-Konkurrenz

Bessere Ergebnisse folgten an dem Frühjahr: ein vierter Rang zum Bundesliga-Auftakt Ende März in Bruchsal, im Mai Platz zehn beim zweiten Lauf im Erzgebirge und ein weiterer vierter Platz bei den Gippinger Radsporttagen im Juni. Da Adamietz auch bei Rad am Ring im Juli Dritter und beim Sauerländer Bergpreis im September sogar Zweiter wurde, reichte es in der Endabrechnung zu Rang drei in der Bundesliga-Gesamtwertung. Zudem wurde er im Rahmen des Bundesliga-Finals in Wenholthausen auch Deutscher Bergmeister.

Auch gegen Profi-Konkurrenz wusste Adamietz zu beeindrucken, so etwa bei den Deutschen Meisterschaften im Sauerland. Im Straßenrennen der Elite spiegelte Rang 17 die Leistung des Sauerland-Kapitäns nicht wider. Adamietz mischte beim Heimspiel seiner Mannschaft Zeit im Kampf um die Medaillen aussichtsreich mit, ehe ihn im Finale ein Hungerast ausbremste. “Ich konnte lange mit dem Besten mithalten, kurz vor Schluss bin ich leider explodiert. Das war ein bisschen schade und zugleich auch die größte Enttäuschung der Saison für mich“, berichtete er.

Besser lief es bei der folgenden Sibiu-Tour (2.1) wo er auf den beiden schweren Bergetappen jeweils vorne dabei war und am Ende einen ansprechenden siebten Gesamtrang belegte. “Es war eine superschöne Rundfahrt, hat total Spaß gemacht“, so Adamietz, dessen Highlight aber die Deutschland Tour war.

Bei der Deutschland Tour wurde der Ulmer bester Fahrer eines Kontinental-Teams.| Foto: Cor Vos

Bei der D-Tour bester KT-Fahrer

Gegen die WorldTour-Konkurrenz zog sich der Kletterer vor allem bei der Bergankunft am Schauinsland sehr gut aus der Affäre und war auf Rang 22 im Gesamtklassement sogar bester Kontinental-Fahrer im Feld. “Mit der Platzierung war ich zufrieden, ich konnte doch einigermaßen vorne mitmischen“, bilanzierte Adamietz zufrieden.

Zwar hoffte Adamietz zu Jahresbeginn auf einen Leistungssprung, “aber realistischerweise hatte ich nicht gedacht, dass es doch noch möglich ist“, gestand er ein. Als zwei Gründe nannte er, gesund und sturzfrei durch die Saison gekommen zu sein. “In den Jahren zuvor hatte ich auch relativ viel Pech. Dieses Mal hatte ich eine sehr konstante Saison und einfach auch mal ein bisschen Glück“, meinte er.

Mehr Informationen zu diesem Thema

27.12.2022Fahrer des Jahres 2022: Küng freut sich über Strassacker-Trophäe

(rsn) – Eine Woche hatte Stefan Küng zuhause, bevor sich der Schweizer von Frauenfeld wieder verabschieden musste, um am heutigen Dienstag die nächste Trainingslager-Reise in Angriff zu nehmen.

19.12.2022Die Radsport-News-Jahresrangliste 2022 im Überblick

(rsn) – Auch in diesem Jahr hat Radsport News wieder mit Hilfe eines eigens dafür erstellten Punkteschlüssels den besten Fahrer des deutschsprachigen Raumes ermittelt. In unserer Rangliste 2022 fi

19.12.2022Ein Super-Jahr trotz zwei schmerzhafter Niederlagen

(rsn) – 2022 war das Jahr des Stefan Küng (Groupama - FDJ). Im Juni feierte der Schweizer die Geburt seines ersten Sohnes Noé und sportlich lief es über die gesamte Saison hinweg glänzend. Küng

18.12.2022Eine Hüft-OP ebnete den Weg zurück auf die Siegerstraße

(rsn) – Ein ganz großer Sieg wie beim Flèche Wallonne oder der Tour-Etappe in Sarran im Jahr 2020 sprang in dieser Saison zwar nicht für ihn heraus, doch mit insgesamt vier ersten Plätzen bei kl

17.12.2022Vom ersten bis zum letzten Rennen Leistung abgerufen

(rsn) – In seinem zweiten Profijahr gelang Mauro Schmid zwar kein Coup wie 2021, als er eine Etappe des Giro d‘Italia gewann. Doch bei seinem neuen Team Quick-Step Alpha Vinyl machte der Schweizer

16.12.2022Bester Deutscher trotz zwei Mal Corona und Nahtoderlebnis

(rsn) – Trotz zweier Coronaerkrankungen und eines schweren Trainingssturzes, der ihn mehrere Wochen außer Gefecht setzte, konnte Max Walscheid (Cofidis) 2022 so viele Punkte für die Jahresranglist

15.12.2022In der Romandie geglänzt, bei der Tour tragischer Held

(rsn) – Er war der tragische Held der Tour de France – nicht nur aus deutscher Sicht, sondern auch für die internationalen Fans: Simon Geschke (Cofidis) kämpfte bis zur letzten Bergetappe wacker

14.12.2022Zunächst konstant stark, dann von Corona ausgeknockt

(rsn) - Auch wenn ihm in der Saison 2022 deutlich weniger Siege gelangen als noch im vergangenen Jahr, so wusste Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) mit einer deutlichen Leistungssteigerung zu beeindru

13.12.2022Nach den Klassikern aus dem Loch herausgearbeitet

(rsn) – Auch wenn er im Frühjahr wegen Krankheiten nicht die gewünschten Ergebnisse einfahren konnte und im Sommer bei der Tour de France leer ausging, fällt Nils Politts Saisonbilanz positiv aus

12.12.2022Nach langem Leidensweg Befreiungsschlag in der Schweiz

(rsn) – Es war eine der beeindruckendsten Triumphfahrten der gesamten Saison 2022: Als Bob Jungels (AG2R Citroën) am 10. Juli durch die Schweiz rauschte und in Chatel am Rande des Skigebiets Les Po

11.12.2022Immer wenn er fit war, kam etwas dazwischen

(rsn) – Nach fünf Jahren bei Bora – hansgrohe und der großen Enttäuschung über die verpasste Tour de France 2021 entschied sich Pascal Ackermann für einen Tapetenwechsel und heuerte bei UAE

10.12.2022Die Beständigkeit in Person

(rsn) – Der Wechsel von DSM zu Movistar hat sich für Max Kanter gelohnt. Der 25-Jährige muss zwar weiter auf seinen ersten Sieg warten, doch mit 29 Top-Ten-Resultaten war er der beständigste Erge

Weitere Radsportnachrichten

07.11.2026TotalEnergies schafft Last-Minute-Rettung

(rsn) – Das französische ProTeam TotalEnergies hat wohl doch eine Zukunft. Dem langjährigen Teamchef Jean-Rene Bernaudeau ist es noch gelungen, einen Hauptsponsor für die kommenden drei Jahre zu

07.11.2026Schreiber emotional: “Es ist respektlos“

(rsn) – Es waren absurde Szenen bei der Siegerehrung der Frauen-Elite bei der Cyclocross-EM in Zeddam. Zwei statt drei Fahrerinnen ließen sich ehren: Die Siegerin Lucinda Brand und ihre niederlän

07.11.2026Vanthourenhout entschuldigt sich nach Auseinandersetzung

(rsn) – Michael Vanthourenhout hat sich nach seiner hitzigen Auseinandersetzung beim Superprestige in Middelkerke bei seinem Kontrahenten Cameron Mason entschuldigt. Er habe sich die Bilder noch ei

07.11.2026Brand erobert Europameistertitel am Grünen Tisch

(rsn) – Mehr als zwanzig Minuten wähnte sich Marie Schreiber als Cross-Europameisterin. Dann kam die Einblendung, dass sie auf den zweiten Platz deklassiert wurde – der Titel gehörte der Niederl

07.11.2026Toptalent Sparfel macht Favoritenrolle in Zeddam wahr

(rsn) – Aubin Sparfel hat seine Favoritenrolle wahr gemacht und das EM-Rennen der U23 im Vierersprint gewonnen. Bei den Cross-Titelkämpfen in Zeddam war er der mit Abstand aktivste Fahrer, konnte a

07.11.2026Huys schlägt Huber beim EM-Auftakt in Zeddam

(rsn) – Lentel Huys hat Belgien zum Auftakt der Cross-EM in Zeddam die erste Goldmedaille beschwert. Bei den Juniorinnen war sie neun Sekunden vor der Schweizerin Shana Huber, die letzten Winter sow

07.11.2026Spekenbrink: “Das Bild ist irreführend“

Iwan Spekenbrink, der Chef des niederländischen Rennstalls Picnic – PostNL, der nach Berichten von NOS Sport und In De Waaier über eine “Angstkultur“ im Team in der Kritik steht, hat sich erst

07.11.2026Schreiber plant umfassendes Cross-Programm

(rsn) – Marie Schreiber (SD Worx – ProTime) wird in diesem Winter einen sehr vollen Cyclocross-Kalender absolvieren. Die niederländische Equipe der Luxemburgerin gab ihren Zeitplan in einer Pre

06.11.2026Lidl-Trek Junior Racing geht mit neun Deutschen ins zweite Jahr

(rsn) – Lidl-Trek Junior Racing geht 2027 in seine zweite Saison und stockt dabei das Fahrerkontingent von 11 auf 15 Fahrer auf. Für das kommende Jahr setzt sich die Mannschaft aus Junioren aus sec

06.11.2026Tiberi darf sich “nicht mehr viele schwache Leistungen erlauben“

(rsn) – Als Vierter der Valencia-Rundfahrt (2.Pro), Zweiter der UAE Tour (2.UWT) und Dritter der Trofeo Laigueglia (1.Pro) legte Antonio Tiberi (Bahrain Victorious) diese Saison los wie die Feuerweh

06.11.2026Blasi wagt sich erneut ins Gelände

(rsn) - In wenigen Worten auf den Punkt gebracht, deshalb aber nicht weniger interessant: In unserer Rubrik "Kurz gemeldet" fasst die Redaktion von radsport-news.com die Nachrichten aus der Welt des R

06.11.2026Belgischer Meister verlässt UAE in Richtung Movistar

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr

RADRENNEN HEUTE
  • Keine Termine