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21.05.2023 | (rsn) - Am Schlusstag des Flèche du Sud (2.2) kam in das Gesamtklassement und in die Sonderwertungen keine Bewegung mehr, zudem war das Tagesergebnis des 147 Kilometer langen Rundstreckenrennens von Esch-sur-Alzette auch noch dem des Vortags ähnlich. Die Deutschen konnten gleich zwei Wertungstrikots mit nach Hause nehmen.
Wie bereits am Samstag sicherte sich der Franzose Lucas Grolier (Vendée U) den Tagessieg und Tobias Nolde (P&S Benotti) wurde wie 24 Stunden zuvor Fünfter - zwei Positionen hinter dem Luxemburger Colin Heiderscheid (Leopard TOGT). Es war sein dritter fünfter Platz binnen vier Tagen.
"Irgendwie ist der Wurm drin, zum dritten Mal bin ich jetzt schon Fünfter geworden. Ich bin als Dritter um die letzte Kurve gefahren, dann sind leider noch zwei vorbeigefahren", so Nolde, der sich das Tagespodium vorgenommen hatte, zu radsport-news.com.
P&S Benotti hatte die frühe erste Spitzengruppe verpasst, die aus zehn Fahrern bestand. "Die Jungs haben das dann aber wieder geregelt und die Verantwortung übernommen. Alle sind gefahren, was sie hatten, haben das gerade gebügelt und so haben wir die Gruppe in der letzten Runde wieder eingeholt", lobte Nolde die starke Mannschaftsleistung, die einen Sprint überhaupt erst möglich machte

Das Team P&S Benotti beim Fleche du Sud. Foto: Team P&S Benotti
Wie P&S Benotti spielte auch Lotto - Kern Haus in der Gesamtwertung keine Rolle, dafür aber konnten die Koblenzer mit dem Bergtrikot von Ole Theiler etwas Zählbares mit nach Hause nehmen.
"Heute war ein sehr harter Tag für mich, gefühlt der härtestes meines Lebens. Ich hatte eigentlich mit einem relativ lockeren Rennverlauf gerechnet, aber schon die ersten beiden Runden waren sehr hart. Da bin ich dem gesamten Team sehr dankbar, dass es den Zweiten der Bergwertung wieder eingefangen und dadurch ermöglich haben, dass eine Gruppe ohne gefährliche Fahrer für die Bergwertung gehen konnte. So war mein Trikot sicher und das macht mich sehr glücklich", sagte Theiler zu radsport-news.com.
Sein Sportlicher Leiter Patrick Banfi zog ein insgesamt positives Fazit zu den vergangenen fünf Renntagen. "Die Mannschaft hat super funktioniert. Sie sind alle für das Trikot gefahren. Bei Ole war klar, dass er heute nach den beiden Tagen in der Spitzengruppe schwere Beine haben würde. Aber wir sind happy mit dem Trikot und mit dem siebten Platz von Pierre (Keup) in Köln hatten wir eine tolle Woche und ich hoffe, dass wir den Schwung mitnehmen für die nächsten Rennen", so Banfi gegenüber radsport-news.com.
Theilers Bergtrikot war nicht das einzige Wertungstrikot, das an einen deutschen Fahrer ging. Mauro Brenner (DSM Development) hatte am Samstag das Trikot für die Zwischensprints von seinem Landsmann Miguel Heidemann übernommen und es auch am Schlusstag behauptet. "Ich bin sehr glücklich, dieses Trikot verteidigt zu haben. Das Team hat dafür einen super Job gemacht", bedankte sich Brenner in der Pressemitteilung seines Teams.
Den Gesamtsieg ließ sich Prologsieger Pim Ronhaar (Baloise - Trek Lions) nicht mehr nehmen. Der Österreicher Moran Vermeulen (Team Vorarlberg) wurde mit neun Sekunden Rückstand Vierter und verpasste um nur eine Sekunde das Podium.
Gleiches galt für den für das österreichische Team Hrinkow Advarics fahrenden Slowenen Jaka Primozic, der die Rundfahrt zeitgleich mit Vermeulen auf Rang sechs abschloss. Sein deutscher Teamkollege Jonas Rapp wurde dazu bei 36 Sekunden Rückstand Elfter.
"Mit dem Fléche du Sud sind wir sehr zufrieden. Wir haben uns großartig präsentiert, waren nahezu täglich in der Fluchtgruppe vertreten und konnten mit Jaka als auch Jonas ums Gesamtklassement mitfahren", befand Dominik Hrinkow, Teamchef von Hrinkow Advarics, gegenüber radsport-news.com.
Auch das Team Vorarlberg, das souverän die Mannschaftswertung gewann, war mit den vergangenen fünf Renntagen zufrieden, zumal Vermeulen auch kämpferischster Fahrer der Rundfahrt wurde und sein Schweizer Teamkollege Colin Stüssi nach einem Tag in der Fluchtgruppe, der erst 15 Kilometern vor dem Ziel endete, zum kämpferischsten Fahrer des Tages gekürt wurden. Nur das verpasste Gesamtpodium schmerzte die Vorarlberger.
Das Team Vorarlberg gewann die Mannschaftswertung. Foto: Team Vorarlberg
"Es ist schon schade, wenn eine Sekunde auf das Podium fehlt. Aber wir sind ja nicht bei der Sendung ‘Wünsch Dir was‘", sagte der Sportliche Leiter Werner Salmen mit einem Augenzwinkern zu radsport-news.com.
Die dritte österreichische Equipe am Start, Felbermayr Simplon Wels, wollte ein offensives Rennen fahren. "Wir sind mit richtig viel Herz und der Brechstange gefahren. Mit Felix Ritzinger und Kuki (Michael Kukrle) haben es auch unsere beiden Wunschfahrer in die Spitzengruppe geschafft. Das war für uns eine Top-Situation", meinte der Sportliche Leiter Rupert Hödlmoser, zu radsport-news.com.
Kukrle ging dann im Finale einer Attacke von Stüssi nach, allerdings wurden das tschechisch-schweizerische Duo von ihren ehemaligen Begleitern wieder gestellt und kurz darauf war auch das Feld schon wieder dran. "Für den Sprint wollten wir Zangerle positionieren. Er ist kein ausgewiesener Sprinter, aber er hat es ganz gut gemacht - auch wenn er sich am Ende nicht vorne halten konnte", so Hödlmoser über den 23. Platz von Zangerle.
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