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18.02.2024 | (rsn) - Als einer der wenigen großen Namen war Stefan Küng (Groupama - FDJ) mit seinem ersten Zeitfahrauftritt des Jahres zufrieden. Auch wenn Weltmeister Remco Evenepoel (Soudal - Quick Step) in Albufeira alle überstrahlte, so hatte der Schweizer ein Lächeln auf den Lippen, als er am Start der Schlussetappe in Faro mit RSN nochmal auf den Kampf gegen die Uhr zurückblickte.
"Natürlich sind die fast 30 Sekunden schon ein Abstand auf Remco, aber für mich ist es der erste Einsatz der Saison. Und da bin ich schon ganz zufrieden, wie die Beine sich drehten", so Küng, für den es das erste Zeitfahren nach seinem schrecklichen Sturz bei den Europameisterschaften in Drenthe war.
___STEADY_PAYWALL___"Ich bin nicht anders in das Rennen gegangen als davor, aber bei meinen Betreuern, die ja auch in Drenthe dabei waren, habe ich die Anspannung und Nervosität schon gespürt", erklärte der 30-Jährige, der am Samstag Dritter des Zeitfahren geworden war. Die Narbenpflaster im Gesicht sind aber die einzigen äußerlichen Folgen seines Highspeed-Crashs.
Stefan Küng (Groupama – FDJ) im Einzelzeitfahren der Algarve-Rundfahrt, in dem er Dritter wurde | Foto: Cor Vos
Selbst die Umstellung auf das neue Material, sein französisches Team wechselte nach über 20 Jahren von Lapierre auf Willier, stellte für Küng kein großes Problem dar: "Wir haben ja viel Erfahrung und darum habe ich die Position am neuen Rad auch schnell gefunden. Wir sind echt auf einem guten Weg."
Der Kampf gegen die Uhr war ein erster Vorgeschmack auf das große Ziel Olympische Spiele. Denn kaum einer der dort zu erwartenden Spitzenfahrer fehlte im Süden Portugals. Und mit Ausnahme von Evenepoel und dem zweitplatzierten US-Amerikaner Magnus Sheffield (Ineos Grenadiers) ließ Küng alle Gegner hinter sich.
"Das bedeutet auch, dass die noch mehr Hausaufgaben bis zum Sommer haben. Denn da haben einige fast ‘ne Minute auf Remco verloren", erklärte er. Wobei der hügelige und technische Kurs den großen Motoren wie Wout van Aert (Visma | Lease a Bike) oder Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) sicherlich nicht so gut entgegenkam wie den leichteren Fahrern wie Evenepoel und Sheffield.
Gegen den überragenden Weltmeister Remco Evenepoel (Soudal – Quick-Step) war der Schweizer in Albufeira machtlos. | Foto: Cor Vos
"Mir hat der Kurs eigentlich ganz gut gefallen. Ich mag so Tempowechsel ganz gerne", berichtete Küng abschließend, zeigte sich aber auch zuversichtlich, dass seine Formkurve bis zum August noch weiter ansteigen wird: "Das ist normal. Mir ist klar, wo ich noch Luft nach oben habe. Aber das soll auch so sein, gerade im Hinblick auf das große Highlight.“
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