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31.03.2026 | (rsn) – Dwars door Vlaanderen (1.UWT) ist einer der "kleineren" flämischen Frühjahrsklassiker. Im vergangenen Jahr etwa betrug die Distanz vergleichsweise kurze 184 Kilometer. Für die Klassikerspezialisten ist das Rennen dennoch von großer Bedeutung, bietet es wenige Tage vor der Flandern-Rundfahrt (1.UWT) eine letzte Möglichkeit zur Standortbestimmung. Mit einem Sieg in Waregem lässt sich das nötige Selbstvertrauen für die Ronde van Laanderen holen.
RSN blickt auf die letzten zehn Jahre des Frühjahrsklassikers zurück.
Neun Kilometer vor dem Ziel hatte Greg Van Avermaet (BMC) das Finale eröffnet und sich bis 200 Meter vor dem Ziel allein an der Spitze behauptet. Danach übernahmen die Sprinter das Kommando, wobei sich Coquard zunächst als Sieger wähnte und schon zum Jubel ansetzte, ehe Debusschere doch noch an ihm vorbeizog.
Bei der WorldTour-Premiere des Rennens feierte Yves Lampaert (Quick-Step Floors) einen Solosieg. Der Belgier setzte sich nach 203 Kilometern zwischen Roeselare und Waregem mit 39 Sekunden Vorsprung auf eine kleine Verfolgergruppe durch, die sein Landsmann und Teamkollege Philippe Gilbert ins Ziel führte. Das Podium komplettierte der Kasache Alexey Lutsenko (Astana).
Gilbert hatte bereits 77 Kilometer vor dem Ziel eine 25-köpfige Spitzengruppe initiiert. Einer weiteren Attacke des Belgiers am Paterberg konnten nur drei Fahrer folgen, darunter auch Lampaert, dessen Antritt knapp neun Kilometer vor dem Ziel zum Erfolg führte.
Auch 2018 war gegen Yves Lampaert (Quick-Step Floors) kein Kraut gewachsen. Dem Belgier gelang nach 180 Kilometern als Solist die Titelverteidigung. Zwei Sekunden dahinter sicherte sich der Niederländer Mike Teunissen (Sunweb) im Sprint der ersten Verfolgergruppe Rang zwei vor dem Belgier Sep Vanmarcke (EF Education First).
Lampaert nutzte im Dauerregen auf dem Schlusskilometer eine kleine Unachtsamkeit seiner vier Begleiter. Die Gruppe hatte sich 23 Kilometer vor dem Ziel nach einer Attacke von Vanmarcke gebildet.
Erstmals trug sich Mathieu van der Poel (Corendon – Circus) in die Siegerliste ein. Der Niederländer entschied nach 182 Kilometern zwischen Roeslare und Waregem den Sprint einer fünfköpfigen Spitzengruppe vor dem Franzosen Anthony Turgis (Direct Energie) und dem Luxemburger Bob Jungels (Deceuninck – Quick-Step) für sich. Vierter wurde der für Bora – hansgrohe fahrende Österreicher Lukas Pöstlberger, der zur frühen Ausreißergruppe gezählt hatte, die zunächst Gesellschaft von van der Poel bekam, der aus dem Feld heraus attackiert hatte.
Später konnten noch weitere vier Fahrer aufschließen. Am Nokereberg zehn Kilometer vor dem Ziel versuchten van der Poel und Jungels vergeblich, ihre Kontrahenten abzuhängen. So kam es zur Sprintentscheidung, in der sich van der Poel durchsetzte.
Nachdem das Rennen im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie hatte ausfallen müssen, holte sich Dylan van Baarle (Ineos Grenadiers) bei der 75. Austragung nach 184 Kilometern als Solist den Sieg. Der Niederländer hatte im Ziel 26 Sekunden Vorsprung auf das Feld, aus dem heraus sich der Franzose Christophe Laporte (Cofidis) den zweiten Platz vor dem Belgier Tim Merlier (Deceuninck – Quick-Step) sicherte.
Der Ineos-Profi hatte sich schon 51 Kilometer vor dem Ziel abgesetzt und seinen Vorsprung souverän behauptet. Als einziger Fahrer einer achtköpfigen Verfolgergruppe konnte sich Laporte knapp vor dem Feld ins Ziel retten.
2022 gelang Mathieu van der Poel (Alpecin – Fenix) der zweite Coup. Der Niederländer verwies nach 184 Kilometern zwischen Roeselare und Waregem mit einer Sekunde Vorsprung den Belgier Tiesj Benoot (Jumbo – Visma) auf Platz zwei. Mit fünf Sekunden Rückstand führte Tom Pidcock (Ineos Grenadiers) die ersten Verfolger ins Ziel, zu denen nach langer Flucht auch Nils Politt (Bora – hansgrohe) zählte. Der Hürther wurde schließlich Fünfter.
Benoot hatte zwei Kilometer vor dem Ziel aus der zu diesem Zeitpunkt achtköpfigen Spitzengruppe heraus attackiert, doch van der Poel konnte ihm folgen und schließlich bezwingen.
Nach Platz zwei im Jahr 2021 war Christophe Laporte (Jumbo - Visma) bei der 77. Austragung nicht zu schlagen. Der Franzose siegte nach 184 Kilometern zwischen Roeselare und Waregem als Solist mit 15 Sekunden Vorsprung auf die große Verfolgergruppe, der auch Nils Politt (Bora – hansgrohe) angehörte. Der Hürther wurde schließlich Zehnter. Platz zwei ging an den Spanier Oier Lazkano (Movistar), gefolgt vom US-Amerikaner Neilson Powless (EF Education), der das Podium komplettierte.
Laporte hatte seine vorentscheidende Attacke vier Kilometer vor dem Ziel aus der zehnköpfigen Spitzengruppe heraus platziert. Hinter ihm retteten sich seine Ausreißerkollegen Lazkano und Powless knapp vor dem ersten Feld ins Ziel. Vor allem Lazkanos Leistung beeindruckte, war er doch ab Kilometer 17 in der Gruppe des Tages unterwegs und hielt sich bis sechs Kilometer vor dem Ziel an der Spitze.
Wie im Jahr zuvor ging der Sieg an Visma - Lease a Bike. Diesmall setzte sich der US-Amerikaner Matteo Jorgenson nach 188,6 Kilometern in Waregem als Solist mit 29 Sekunden Vorsprung auf ein Verfolgerquartett durch. Den Sprint der Verfolger um Platz zwei gewann der Norweger Jonas Abrahamsen (Uno-X Mobility), der zuvor schon den ganzen Tag in der Ausreißergruppe unterwegs gewesen war, vor dem Schweizer Stefan Küng (Groupama - FDJ).
Für Visma - Lease a Bike war der Sieg allerdings teuer erkauft. Wout van Aert stürzte schwer und fiel so für die Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix aus.
Bei der 79. Austragung verhinderte Neilson Powless (EF Education - Easy Post) nicht nur den dritten Visma-Sieg in Serie. Der US-Amerikaner ließ am Ende gleich drei Fahrer des niederländischen Rennstalls hinter sich. Wout van Aert und Tiesj Benoot bleiben nur die Plätze zwei und drei, während Titelverteidiger Matteo Jorgenson mit fünf Sekunden Rückstand Vierter wurde.
Powless hatte 80 Kilometer vor dem Ziel mit einer Attacke das Finale eingeläutet und konnte zehn Kilometer später als einziger Fahrer dem Großangriff von Visma - Lease a Bike Paroli bieten. Danach ließ er sich nicht abschütteln und siegte schließlich im Sprint überraschend vor van Aert-