Bei der Saisonpremiere knapp am Podium vorbei

Van Aert hatte trotz Sturz in Loenhout einen guten Tag

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Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) im Ziel des Azencross, den er als Vierter beendete. | Foto: Cor Vos

28.12.2024  |  (rsn) – Nur kurz konnte Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) beim Azencross in Loenhout seinem großen Gegner Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck) Paroli bieten. Doch mit Rang vier bei seinem Cross-Debüt 2024/25 zeigte sich der Belgier im Ziel ausgesprochen zufrieden. “Ich hatte einen erfolgreichen Tag“, kommentierte van Aert im Interview mit dem Radsportportal Wielerflits seinen ersten Einsatz im Gelände seit dem 21. Januar, als er den Weltcup in Benidorm gewinnen konnte.

Für den 30-Jährigen war es zudem der erste Renneinsatz seit seinem Sturz Anfang September bei der Vuelta a Espana, die er auf der 16. Etappe vorzeitig verlassen musste. Für den Winter hatte sich der dreimalige Cross-Weltmeister sechs Starts im Gelände vorgenommen. Aufgrund einer Erkrankung musste van Aert seine Saison-Premiere, die für den 23. Dezember bei der Superprestige in Mol vorgesehen war, allerdings verschieben.

Dafür gelang ihm in Loenhout ein perfekter Start, mit dem er sich unter dem Jubel der offiziell 15.500 Fans sofort an die Spitze des Feldes brachte. “Ich habe den Lärm gespürt und mich in der ersten Runde gut gefühlt“, sagte van Aert, der dann aber einer frühen Tempoverschärfung des sechsmaligen Weltmeisters nichts entgegenzusetzen hatte und fortan mit Europameister Thibau Nys (Lidl – Trek) ein starkes Verfolgerduo bildete.

“Als Mathieu beschleunigte, war es vor allem technisch nicht gut für mich. Ich dachte: Ich werde nochmal versuchen, den Anschluss zu schaffen. Aber das war zu ehrgeizig. Mit Thibau hatte ich dann einen sehr guten Partner, wir haben gut zusammengearbeitet“, erzählte van Aert, der aufgrund eines Sturzes in der Schlussrunde zwar das Podium verpasste, aber dennoch ein positives Fazit zog. “Ich bin zufrieden. Ich bin vor allem die letzte Runde gefahren, um Zweiter oder Dritter zu werden, und das war durchaus möglich. Es ist schade, dass es mir nicht gelungen ist, aber ich bin mit dem Lauf der Dinge zufrieden“, fügte er an.

Das konnte er auch deshalb sein, weil er von den Folgen der schweren Knieverletzung von der Spanien-Rundfahrt nichts mehr spürte. “Ich habe keine Schmerzen oder Beschwerden mehr, es gibt nur noch einen kleinen Kraftunterschied zwischen dem linken und dem rechten Bein“, sagte er. Zwar reagiere die Muskulatur “immer noch etwas empfindlich. Ich bin gespannt, wie ich mich morgen fühlen werde, aber ich habe keine Angst, dass die Verletzung mich ausbremsen wird. Das gehört komplett der Vergangenheit an.

Seinen zweiten von nur noch vier weiteren Cross-Einsätzen in diesem Winter hat van Aert am 4. Januar bei der Superprestige in Gullegem. Auf seinen ewigen Rivalen van der Poel wird er nach aktuellem Stand noch bei zwei Weltcups treffen: am 5. Januar in Dendermonde und am 25. Januar in Maasmechelen.

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