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11.03.2026 | (rsn) - Das erstmals 1974 ausgetragene italienische Eintagesrennen Trofeo Alfredo Binda - Comune di Cittiglio (1.WWT) zählt zu den prestigeträchtigsten Rennen im Rennkalender der Frauen. Das hügelige Terrain und das bergabführende Finale nach Cittiglio hinein sorgte in den letzten Jahren immer wieder für Spannung.
RSN blickt auf die letzten zehn Austragungen zurück.
Im Jahr 2016 stieg das Rennen in die Women`s World Tour auf. Bei der 18. Austragung mussten zwischen Gavirate und Cittiglio 123,3 Kilometer absolviert werden und erneut hieß die Siegerin Elizabeth Deignan (Boels – Dolmans). Diesmal triumphierte die Britin vor ihrer US-amerikanischen Teamkollegin Megan Guarnier. Die Schweizerin Jolanda Neff (Servetto Footon) gewann mit vier Sekunden Rückstand den Sprint der ersten Verfolgergruppe und wurde Dritte.
Überschattet wurde das Rennen von einem schweren Sturz von Trixi Worrack, der in einer Not-Operation die linke Niere entfernt werden musste.
Die 19. Austragung entschied Coryn Labecki (Sunweb) für sich. Nach 131,3 Kilometern zwischen Taino und Cittiglio setzte sich die US-Amerikanerin aus einer dreiköpfigen Spitzengruppe heraus gegen die Kubanerin Arlenis Sierra (Astana) und die Dänin Cecilie Uttrup Ludwig (Cervélo – Biglo) durch.
Die Polin feierte 2018 einen souveränen Solosieg. Niewiadoma hatte nach 131 Kilometern zwischen Taino und Cittiglio deutliche 23 Sekunden Vorsprung auf die erste Verfolgerinnengruppe, aus der heraus sich die Niederländerin Chantal van den Broek – Blaak (Boels – Dolmans) den zweiten Platz vor ihrer Landsfrau Marianne Vos (WaowDeals) sicherte. Niewiadoma hatte am letzten Anstieg des Tages mit ihrer Attacke für die Vorentscheidung gesorgt.
Nach Platz drei im Vorjahr war Marianne Vos (CCC – Liv) in Cittiglio diesmal nicht zu stoppen. Nach 131,1 Kilometern setzte sich die Niederländerin im Sprint gegen die Australierin Amanda Spratt (Mitchelton – Scott) sowie die Dänin Cecilie Uttrup Ludwig (Bigla) durch und feierte ihren bereits vierten Sieg bei der Trofeo Alfredo Binda.
Absage wegen Corona-Pandemie
Elisa Longo Borghini (Trek – Segafredo) konnte bei dem auf 141,8 Kilometer verlängerten Rennen einen Heimsieg bejubeln. Die Italienerin triumphierte nach einem 26-Kilometer-Solo mit deutlichen 1:42 Minuten Vorsprung auf die erste Verfolgerinnengruppe, die von der Titelverteidigerin Marianne Vos (Jumbo – Visma) ins Ziel geführt wurde. Das Podium komplettierte die Dänin Cecilie Uttrup Ludwig (FDJ Nouvelle Aquitaine Futuroscop), die ihren bereits zum dritten Mal Dritte wurde.
Bei der 23. Austragung, die nach 129,4 Kilometern in Cittiglio endete, konnten die heimischen Fans einen Dreifachsieg bejubeln. Im Sprint einer größeren Spitzengruppe ließ die Italienerin Elisa Balsamo (Trek – Segafredo) ihre Landsfrauen Sofia Bartizzolo (UAE Team ADQ) und Soraya Paladin (Canyon – SRAM) hinter sich. Die Schweizerin Elise Chabbey (Canyon – SRAM) wurde Siebte.
Einen Jahr nach dem italienischen Triumph verhinderte Shirin van Anrooij (Trek – Segafredo) einen weiteren Heimsieg. Die Niederländerin setzte sich nach 139 Kilometern in Cittiglio nach einem 24-Kilometer-Solo mit 23 Sekunden Vorsprung auf die Verfolgerinnen durch. Vorjahressiegerin Elisa Balsamo (Trek – Segafredo) sicherte sich Rang zwei vor ihrer Landsfrau Vittoria Guazzini (FDJ – Suez)
Nach einjähriger Unterbrechung kehrten die Italienerinnen wieder in die Erfolgsspur zurück. Die Vorjahreszweite Elisa Balsamo (Lidl – Trek) feierte nach 140,5 Kilometern in Cittiglio ihren zweiten Sieg nach 2022. Die Sprinterin verwies mit knappem Vorsprung die Belgierin Lotte Kopecky (SD Worx – Protime) und die Niederländerin Puck Pieterse (Felix – Deceuninck) auf die Plätze und sicherte ihrem Team Lidl – Trek den bereits vierten Sieg in Folge.
Bei der 26. Austragung wurde Elisa Balsamo (Lidl - Trek) einmal mehr ihr Ruf als Spezialistin für die Trofeo Alfredo Binda gerecht. Die Italienerin feierte nach 152 Kilometern nicht nur die Titelverteidigung, sondern holte sich auch ihren dritten Sieg binnen vier Jahren. Für ihr Lidl-Trek-Team war es bereits der fünfte Erfolg in Serie.
Balsamo setzte sich am Ende aus einer knapp 20 Fahrerinnen starken Gruppe vor der Ungarin Blanka Vas (SD Worx - Protime) und der Britin Cat Ferguson (Movistar) durch. Die Schweizerin Noemi Rüegg (EF Education - Oatly) fuhr als Sechste über den Zielstrich.