Niederländer verteidigt Taktik bei Tirreno-Adriatico

Van der Poel hadert mit verpasstem Sieg – aber die Form stimmt

Von Jan Zesewitz

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Mathieu van der Poel (Alpecin-Deceuninck) wurde Zweiter auf der 5. Etappe von Tirreno-Adriatico (2.UWT) | Foto: Cor Vos

15.03.2025  |  (rsn) – Mathieu van der Poel (Alpecin-Deceuninck) war auf der anspruchsvollen 5. Etappe von Tirreno-Adriatico (2.UWT) der Schnellste im Sprint einer reduzierten Favoritengruppe. Zum Sieg reichte es für den Niederländer nach 205 Kilometern in Pergola dennoch nicht – Ausreißer Fredrik Dversnes (Uno X Mobility) rettete sieben Sekunden Vorsprung über den Zielstrich.

"Das nervt ein bisschen, aber ich bin ziemlich zufrieden mit meiner Fahrt", sagte Van der Poel im Ziel. Das nach dem letzten Anstieg zehn Kilometer vor dem Ziel noch rund 40 Fahrer umfassende Feld verpokerte sich im Finale. Dversnes war in der Anfahrt nach Pergola fast die ganze Zeit in Sichtweite. Für eine konzertierte Aufholjagd fehlte aber die Einigkeit unter den Kapitänen.

"Ich war wirklich am Limit und habe gerade so den letzten Anstieg überlebt", sagte der Zweitplatzierte. "Ich habe einen Fahrer vor uns gesehen, aber in so einem Moment muss man ein wenig pokern." Van der Poel sah die Verantwortung nicht unbedingt bei sich, der Alpecin-Kapitän hatte keine Teamkollegen mehr an seiner Seite. "Hätte ich viel Kraft alleine investiert, hätte ich dafür im Sprint bezahlen müssen."

Für den 30-Jährigen hat die 5. Etappe der Fernfahrt nicht die oberste Priorität, aber sie war ein guter Härtetest für Mailand-Sanremo in einer Woche. Gerade der letzte Anstieg nach Monterolo war mit 3,9 Kilometern Länge und 6,6 Prozent Durchschnittssteigung zwar anspruchsvoller als der Poggio, der letzte Hügel vor Sanremo, aber von der Beschaffenheit her durchaus vergleichbar – was auch Van der Poel bestätigte.

Und diesen Formtest für La Classicissima hat er trotz des verpassten Etappensiegs bestanden: "Ich habe nicht erwartet, dass ich diese Etappe überstehen würde", sagte er. "Darum haben wir auch zwei Fahrer in der Ausreißergruppe platziert. Es ist schade, dass ich keine Etappe gewonnen habe, aber ich muss sehr zufrieden sein."

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