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12.03.2026 | (rsn) - Beinahe konnte man im Finale der 4.Etappe von Tirreno Adriatico (2.UWT) den Eindruck eines Déjà -vus zur letztjährigen Austragung von Mailand-Sanremo (1.UWT) bekommen:
In Martinsicuro standen erneut Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) und Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) im Mittelpunkt, kämpften beide um den Sieg und am Ende hatte der Niederländer das bessere Ende auf seiner Seite – mit dem Unterschied, dass in Martinsicuro diesmal deutlich mehr Fahrer in den Sprint involviert waren als im Vorjahr auf der Via Roma, wo die beiden nur noch Tadej Pogacar (UAE - Emirates - XRG) an ihrer Seite hatten.
Wie damals in Sanremo, als Ganna eingangs des Schlusskilometers zu van der Poel und Pogacar aufgeschlossen hatte, man sich dann belauerte und van der Poel genau in dem Moment den Sprint zum Sieg eröffnete, als sich Ganna nach Pogacar umdrehte, erwies sich van der Poel auch diesmal als etwas abgezockter als sein zwei Jahre jüngerer Kontrahent aus Italien – auch wenn der es diesmal anders probierte:
Ganna trat schon gut 500 Meter vor dem Ziel an, konnte aber keine entscheidende Lücke reißen. Danach hatte er gegen van der Poel, Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) und Co. keine Chance mehr.
Bei der Sieger-Pressekonferenz beschrieb van der Poel den finalen Kilometer anschließend wie folgt: "In so einer Gruppe ist es immer schwierig für mich, da mich alle anschauen. Somit war klar für mich, dass ich es auf den Sprint ankommen lassen würde. Dann habe ich im richtigen Moment die richtige Entscheidung getroffen und hatte die Beine, es zu Ende zu bringen."
Und auf die Frage, wie er Gannas Form für das erneute Aufeinandertreffen bei der “Primavera“ in neun Tagen einschätze, meinte van der Poel höflich: "Ich erwarte Filippo Ganna in der derselben Form bei Mailand-Sanremo wie im Vorjahr. Er war heute in der Gruppe, in der sich fast nur Kletterer befanden. Das spricht für seine gute Form zum jetzigen Zeitpunkt."
Als Formaufbau für Mailand-Sanremo seien die Tage bei Tirreno-Adriatico bestens geeignet, erklärte der Straßenweltmeister von 2023 weiter. "Natürlich sind das die Intervalle und Rennsituationen, die ich zum Erreichen meiner Bestform benötige", beschrieb er die heutige Ähnlichkeit des Etappenprofils zu dem kommenden Klassiker, bei dem er schon zweimal erfolgreich war. "So All-Out zu gehen, um zu versuchen, ein Rennen wie heute zu gewinnen – das kannst du in keinem Training simulieren", schätzte van der Poel den Wert seiner Rennbelastung ein.
Denn eines sei sicher: "Ich würde liebend gern Mailand-Sanremo ein drittes Mal gewinnen." Dagegen werden die Tifosi hoffen, dass Ganna dem Titelverteidiger am 21. März einen Strich durch die Rechnung macht, um nach Vincenzo Nibalis Erfolg 2018 endlich wieder einen Landsmann als Sieger feiern zu können.
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