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28.12.2025 | (rsn) – Und immer wieder Lucinda Brand (Baloise - Glowi Lions)! Auch im achten Weltcup dieses Winters dominierte die Gesamtführende das Geschehen fast nach Belieben und holte sich in Dendermonde beim fünften Start den bereits vierten Sieg.
Die 36-jährige Brand setzte sich in beeindruckender Art und Weise durch und verwies ihre Landsfrau Puck Pieterse (Fenix – Deceuninck) mit elf Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Dritte wurde die erneut überzeugende Französin Amandine Fouquenet (Arkéa – B&B Hotels). Das Duo hatte sich lange Zeit einen packenden Kampf geliefert, ehe die Niederländische Meisterin in der finalen Runde ihr französisches Pendant abschüttelte und um zwölf Sekunden distanzieren konnte.
Mit weiteren zwölf Sekunden Rückstand beendete die Niederländerin Ceylin del Carmen Alvarado (Fenix – Deceuninck) auf Rang vier das High-Speed-Rennen, in dem sie nahezu über den gesamten Verlauf vergeblich versucht hatte, zu Pieterse und Fouquenet aufzuschließen. Als Fünfte fuhr Marion Norbert Riberolle (Crelan – Corendon) über die Ziellinie. Die Belgische Cross-Meisterin hatte nach ihrem furiosen Saisonbeginn in den vergangenen Wochen etwas nachgelassen und scheint mit dem heutigen Resultat ihre guten Beine wiedergefunden zu haben.
Etwas überrascht zeigte sich Brand im Zielinterview darüber, dass sie sich schon früh mit ihren beiden französischen Kontrahentinnen vom Feld lösen konnte. “Noch in der ersten Runde habe ich nach den Pits nach hinten geschaut und da war auf einmal schon eine Lücke. Ich weiß gar nicht, was und ob da etwas hinter mir passiert ist“, sagte sie. “Von der Seite wurde mir dann zugerufen, dass ich fahren soll und mit Amandine hatte ich zunächst eine starke Partnerin an meiner Seite“, beschrieb sie ihre erste von zwei Tempobeschleunigungen im Rennen. Auf die Frage, wie sie den Sieg unter Dach und Fach gebracht hätte, meinte sie nur lachend: “Wie bei den anderen Rennen auch, einfach mit einer guten Form.“
Erwartet unspektakulär verlief das Comeback von Zoe Bäckstedt (Canyon – SRAM – zondacrypto). Die von einem Hand- und Handgelenksbruch genesene U23-Weltmeisterin beendete ihren Saisoneinstand mit 3:45 Minuten Rückstand auf Rang 27. Beste deutsche Fahrerin war Kaija Budde (Pure Energy – Haro Bike) auf Platz 68.
Durch ihren siebten Triumph im achten Rennen konnten Brand ihre Führung im Gesamtweltcup ausbauen. Sie liegt nun 72 Punkte vor Aniek van Alphen ((Seven), die wiederum 50 Punkte vor der Dritten Fouquenet rangiert. Die Französin löste damit Leonie Bentveld (Pauwels Sauzen – Altez) in den Top-Drei ab.
Ähnlich wie beim Weltcup in Gavere musste sich das Peloton mit anderen Bedingungen auseinandersetzten als bei den vorherigen drei Veranstaltungen dieses noch jungen Rennens. Keinen Matsch, sondern einen leicht angefrorenen Boden fand das riesige Feld von 89 Starterinnen vor.
Den besten Start erwischte Fouquenet, gefolgt von ihrer jungen Landsfrau Celia Gery (AS Bike) und einer lang gezogenen Reihe um die Top-Favoritin Brand. Doch es sollte nur wenige Minuten dauern, bis die Weltcup-Führende nicht nur zu den beiden Französinnen aufschloss, sondern sich dieses Trio kurz darauf schon leicht absetzen konnte.
Während Fouquenet auch in Runde zwei das Gaspedal durchdrückte, vergrößerte sich der Abstand zu einer größeren Verfolgergruppe Sekunde um Sekunde. Lediglich Pieterse und Alvarado versuchten sich aus dieser abzusetzen und den Rückstand nach vorne nicht größer werden zu lassen. Mit Erfolg, denn Pieterse hatte zu Beginn der dritten von neun Runden den Rückstand auf die Kopfgruppe auf sieben Sekunden verkürzen können. Wenig später zündete Brand den Turbo und konnte sich schnell einige Meter Abstand herausfahren.
Doch Fouquenet biss sich mit einer konstanten Lücke von rund zehn Metern an der Führenden fest, während die inzwischen an Position drei folgende Pieterse weiterhin versuchte, weiter Boden gutzumachen. Unbeirrt zog die Seriensiegerin dieser Saison ihren Soloritt an der Spitze weiter durch. Pieterse hatte mittlerweile auch Fouquenet gestellt und hatte eingangs der fünften Runde noch eine Lücke von zwölf Sekunden auf Brand. Diese schien leicht nachzulassen, denn ihre Landsfrau hatte auf der Verfolgungsjagd eine bessere Rundenzeit erzielt.
Hinter den drei Führenden ließ Vorjahressiegerin Alvarado nichts unversucht, um zumindest noch um das Podium mitfahren zu können. Elf Sekunden trennten sie zu Beginn der sechsten Runde noch von Rang drei. Vorne konnte Brand in den folgenden Runden Pieterse wieder etwas distanzieren. Wie schon so oft in diesem Winter hatte sich schon nach der Rennhälfte die Spannung auf den Kampf um den zweiten Platz verlagert. Fouquenet, die bisher größte Überraschung dieses Cross-Winters, ließ sich von Pieterse partout nicht abschütteln und lieferte der Niederländischen Cross-Meisterin einen packenden Zweikampf.
Als die Glocke zur letzten Runde ertönte, hatte Brand die Lücke auf die beiden Verfolgerinnen auf 22 Sekunden vergrößert und konnte schließlich ihren 83. Profisieg frühzeitig bejubeln. Hinter ihr suchte Pieterse im Kampf um Platz zwei unmittelbar vor der Einfahrt ins “Waschbrett“ die Entscheidung und schüttelte Fouquenet ab. Die konnte mit einem erneuten Podium unmittelbar an ihre starken Auftritte der letzten Wochen anknüpfen.
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