In der Saison 2026 bisher ohne Sieg

Soudal: Nach knapp 40 Renntagen steht noch die “0“

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Soudal - Quick-Step blieb auch bei der Valencia-Rundfahrt ohne Sieg. | Foto: Cor Vos

13.02.2026  |  (rsn) – Während Konkurrenten wie Red Bull Bora – hansgrohe (acht Siege, davon allein fünf durch Neuzugang Remco Evenepoel) und UAE – Emirates – XRG (sieben Siege in Abwesenheit von Superstar Tadej Pogacar) in dieser Saison schnell aus den Startlöchern gekommen sind, wartet eines der besten WorldTour-Teams Mitte Februar noch immer auf sein erstes Erfolgserlebnis: Bei Soudal - Quick-Step steht nach 37 Renntagen noch die “0“. Ebenfalls ohne Siege sind aus der ersten Division lediglich noch Bahrain Victorious, EF Education – EasyPost und Picnic – PostNL.

Laut der Zeitung “Het Laatste Nieuws“ bedeutet das für den belgischen Traditionsrennstall “die längste Durststrecke zu Saisonbeginn“ seit dem Jahr 2003. Wie das Portal Wielerflits ausrechnete, konnte das Team in den vergangenen 24 Jahren allein im Januar insgesamt 16 Mal jubeln, musste aber noch nie länger als bis zum 11. Februar auf einen Sieg warten.

“Wir sind ein Team, das gerne gewinnt. Und wenn wir nicht gewinnen, müssen wir das auch zugeben. Gewinnen macht alles etwas angenehmer. Deshalb ist das nicht unsere Gewohnheit. Oder zumindest möchte ich es nicht zur Gewohnheit werden lassen“, erklärte Teammanager Jurgen Foré, von HLN auf die Situation angesprochen.

Doch der Belgier konnte auch Gründe für den missratenen Saisonstart nennen. Schließlich fehlen mit den beiden Sprintern Tim Merlier und Paul Magnier die beiden großen Erfolgsgaranten, die 2025 gemeinsam für 35 der insgesamt 54 Saisonsiege verantwortlich waren. Während Magnier nach einem zweiten Platz am 25. Januar bei der Classica Valenciana (1.1) erkrankte und nach Forés Angaben “jetzt wieder voll im Training“ ist, hat Merlier in Folge von hartnäckigen Knieproblemen noch gar kein Rennen in diesem Jahr bestritten und musste auch für die am Montag beginnende UAE Tour (2.UWT) absagen.

Und an eine baldige Rückkehr des 33-jährigen Belgiers ist auch nicht zu denken, wie sein Teamchef betonte. “Wir vermissen Tim Merlier sehr. Er sitzt jetzt wieder auf dem Rad und trainiert mit seinem Physiotherapeuten. Aber das sind maximal anderthalbstündige Fahrten“, sagte der Belgier. “Wir müssen abwarten, ob die entscheidenden längeren Trainingseinheiten, die er nach dem Wochenende beginnen wird, schmerzfrei verlaufen werden und ob wir das Pensum schrittweise wieder steigern können. Angesichts seines aktuellen Rückstands sollten wir mit sechs bis acht Wochen rechnen, bis er wieder wirklich konkurrenzfähig ist“, konkretisierte Foré.

Lange Liste von Verletzten und Erkrankten

Damit enden die personellen Probleme bei Soudal – Quick-Step aber noch lange nicht. Die drei Neuzugänge Alberto Dainese (Krankheit im Dezember), Laurenz Rex (Wirbelbrüche nach einem Sturz bei der AlUla Tour) und Steff Cras (Knieprobleme) erwischte es ebenso wie Gil Gelders, Junior Lecerf (beide mit Magenproblemen bei der Oman-Rundfahrt), Louis Vervaeke (Knieprobleme), Valentin Paret-Peintre und Mauri Vansevenant (beide im Oman gestürzt). Keine guten Voraussetzungen, um den Weggang des langjährigen Sieggaranten Evenepoel wie erhofft mit kollektiver Stärke zu kompensieren.

Foré gab aber die Hoffnung auf baldige Besserung nicht auf. “Es lief noch nicht optimal, aber es ist auch keine Katastrophe“, sagte er und konkretisierte: “Abgesehen von Merlier und Rex fällt niemand langfristig aus. Wir hoffen, alle nach und nach wieder fit zu bekommen, damit wir ab nächster Woche das Blatt wenden können.“

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