Bauhaus Fünfter, Ackermann auf Rang acht

“Perfekter Traumjob“: Girmay holt sich Clasica Almeria

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Biniam Girmay (NSN) hat die 39. Clasica Almeria gewonnen. | Foto: Cor Vos

15.02.2026  |  (rsn) – Der neu zusammengestellte NSN-Sprintzug hat schnell zueinander gefunden. Nachdem Kapitän Biniam Girmay bereits den Auftakt der Valencia-Rundfahrt für sich hatte entscheiden können, schlug der Eritreer bei der 39. Clasica de Almeria (1.Pro) wieder zu. Girmay sicherte sich im Sprint nach starker Vorbereitung seines Teams nach 189,7 Kilometern von Puebla de Vicar nach Roquetas de Mar überlegen seinen zweiten Saisonsieg vor Titelverteidiger Milan Fretin (Cofidis).

Der Belgier war auf der Zielgeraden zwar an Girmays Hinterrad, hatte dessen Antritt aber nichts entgegenzusetzen und wurde Zweiter vor dem Italiener Matteo Moschetti (Pinarello – Q36.5). Der Niederländer Dylan Groenewegen (Unibet – Rose Rockets) hatte zu spät freie Bahn und sprintete auf Platz vier. Bester deutscher Fahrer war Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) auf Rang fünf, Pascal Ackermann (Jayco – AlUla), Almeria-Sieger der Jahre 2018/19, wurde Achter.

“Ehrlich gesagt, haben wir heute vom Start bis ins Ziel einen unglaublich gute Job gemacht. Deshalb bin ich zu diesem Team gekommen. Ich habe hier perfekte Jungs gefunden und möchte mich bei allen bedanken“, sagte der 25-jährige Girmay im Ziel. “Wir haben versucht, auf dem letzten Kilometer beisammen zu bleiben. Was kann ich sagen? Das war ein perfekter Traumjob. Dieses perfekte Teamwork wird uns super Motivation geben, um mit Blick auf die größten Rennen weiter zusammenzuarbeiten“, sagte Girmay, der nun mit seinem Team ein weiteres Trainingslager beziehen wird, ehe in Belgien das Openingsweekend ansteht, dem dann Anfang März Paris-Nizza folgen wird.

Im ersten, hügeligen Teil des Rennens dominierte eine fünfköpfige Spitzengruppe das Geschehen und fuhr sich rund sechs Minuten Vorsprung heraus, der aber unter dem Druck der Sprinterteams eingangs der ersten der drei technischen Zielrunden auf rund eine Minute geschrumpft war, ehe rund 25 Kilometer vor dem Ziel das Feld die Ausreißer wieder gestellt hatte.

Danach kontrollierten die Sprinterteams wie das ganz auf Girmay ausgerichtete NSN-Team oder Jayco – AlUla für Ackermann bei hohem Tempo von fast 50 km/h das Geschehen. Kurz darauf gingen bei einem Sturz am Ende des Feldes mehrere Fahrer zu Boden, darunter auch Fretins Helfer Valentin Ferron, der aber trotz zahlreicher Schürfwunden das Rennen fortsetzte. Dann knallte es zwei weitere Male im Feld, in dem auf den letzten zehn Kilometern die Positionskämpfe voll entbrannt waren.

Das Streckenprofil der 39. Clasica de Almeria | Foto: Veranstalter

Rund sieben Kilometer vor dem Ziel kam es, wieder im hinteren Teil des Feldes, zu einem vierten Sturz, bei dem mehrere Fahrer auf dem Asphalt landeten. Auf der finalen Runde versammelten sich zunächst NSN, Lotto und Cofidis an der Spitze, zu der sich noch Pinarello, Tudor und Unibet gesellten.

Kurz vor der letzten Kurve kam NSN mit gleich drei Helfern plus Girmay nach vorn. Hinter dem NSN-Neuzugang entbrannte ein harter Kampf um dessen Hinterrad, an dem schließlich Fretin landete. Girmay wurde schließlich von seinem Anfahrer Hugo Hofstetter perfekt lanciert und holte sich souverän seinen 18. Profisieg souverän vor Fretin, Moschetti und Groenewegen, die fast gleichauf lagen.

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