Nach 2. Etappe auf Kurs Gesamtsieg

Romeo wird Mitausreißer Leknessund los und jubelt in Andalusien

Von Sebastian Lindner

Foto zu dem Text "Romeo wird Mitausreißer Leknessund los und jubelt in Andalusien"
Ivan Romeo bejubelt seinen Sieg vor Andreas Leknessund in ANdalusien. | Foto: Cor Vos

19.02.2026  |  (rsn) – Den entscheidenden Antritt setzte er 1900 Meter vor dem Ziel, der vorentscheidene war schon rund 80 Kilometer vor dem Ende erfolgt: Ivan Romeo (Movistar) hat die 2. Etappe der Andalusien-Rundfahrt nach einem langen Fluchtversuch gewonnen. 

Für den Junioren-Weltmeister im Zeitfahren von 2024 war es der vierte Sieg als Profi. Und auch dem fünften ist Romeo mit dieser Leistung ein gutes Stückchen nähergekommen. Denn der Spanier hat damit auch einen Schritt Richtung Gewinn der Gesamtwertung gemacht, die er nun anführt. Romeo, der seine starke Form schon als Vierter der Clasica Jaén unter Beweis gestellt hatte, führt nun mit sieben Sekunden vor Andreas Leknessund (Uno-X Mobility), den er genau um jenen Abstand im Finale des Tages deklassiert hatte.

Es war nur eine kleine Lücke, die Romeo eingangs der letzten zwei Kilometer riss, doch sie reichte, um dem Norweger den Windschatten zu entziehen. So konnte Leknessund den Abstand nicht mehr verringern. 54 Sekunden hinter Romeo führte dessen Landsmann Alex Aranburu (Cofidis) ein kleines Hauptfeld vor dem Schweizer Jan Christen (UAE – Emirates – XRG) ins Ziel. Das Red-Bull-Duo Aleksandr Vlasov und Adrien Boichis landete auf den Plätzen sieben und acht.

Vlasov war es gewesen, der etwa 2,5 Kilometer vor dem Ziel aus der Gruppe heraus beschleunigt und damit nochmal dafür gesorgt hatte, dass der Abstand zwischen Spitze und Verfolgern doch noch unter eine Minute schrumpfte. Der russische Kapitän der deutschen WorldTour-Mannschaft hat den Kampf um das Klassement noch nicht aufgegeben. Allerdings ist das Profil der verbleibenden drei Teilstücke höchstens noch am letzten Tag dafür geeignet, größere Abstände herauszufahren.

Das Profil der 2. Etappe der Andalusien-Rundfahrt| Foto: Veranstalter

An einem Tag, dessen Ausgang aufgrund des Terrains total offen war, war die Startphase mit vielen Attacken und Gruppen sehr nervös. Doch im mehr als 25 Kilometer langen Anstieg der 1. Kategorie, der etwa bei Kilometer 40 begann, sortierte sich das Feld langsam. Es entstand die Spitzengruppe um Leknessund, Romeo und Josh Burnett (Burgos – Burpellet). Mehr als zwei Minuten hatte das Trio, aus dem rund 40 Kilometer vor dem Ziel ein Duo wurde, da noch Vorsprung auf ein doch arg geschrumpftes Hauptfeld, in dem zwischenzeitlich nur noch 50 Fahrer saßen.

Daraus wollte Tim Wellens (UAE – Emirates – XRG) zum Ende des Anstiegs den Unterschied machen. Der Belgier attackierte, hatte aber sofort Tom Pidcock (Pinarello – Q36.5) am Hinterrad und stellte sein Unterfangen daraufhin schnell wieder ein. Unklar war derweil die Verantwortung für die Nachführarbeit: Visma – Lease a Bike um Auftaktsieger Christophe Laporte sah sich nicht veranlasst, die Hauptlast zu tragen. 

Und auch die anderen Teams glänzten eher mit Zurückhaltung. Auf die letzten zehn Kilometer gingen Leknessund und Romeo dann mit 1:10 Minuten Vorsprung. Der wurde sogar nochmal größer, ehe er sich wieder reduzierte. Da war es aber für die Verfolger bereits zu spät, um noch in den Kampf um den Tagessieg eingreifen zu können.

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