Rückblick auf Tour-Aus wegen Lungenentzündung

Van der Poel: “So weiß man die guten Momente mehr zu schätzen“

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Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech) feiert seinen Sieg beim 81. Omloop Nieuwsblad. | Foto: Cor Vos

03.03.2026  |  (rsn) - Mathieu van der Poels Domäne sind die Klassiker, wie der Niederländer mit seinem perfekten Saisoneinstieg beim Omloop Nieuwsblad (1.UWT) am vergangenen Samstag ein weiteres Mal bewiesen hat. Von seinen bisher 57 Profisiegen gelangen dem Weltmeister von 2023 fast die Hälfte – nämlich 27 - bei Eintagesrennen. Allein acht Monumente stehen bisher in van der Poles Palmares und in diesem Frühjahr könnten weitere dazu kommen.

Mit der Tour de France, dem größten Radsportereignis des Kalenders, verbindet den 31-Jährigen dagegen eine weniger innige Liebe. Bei bisher fünf Teilnahmen kam er auf vergleichsweise bescheidene zwei Etappensiege. Dreimal musste van der Poel das Rennen vorzeitig beenden, so auch 2025, als er das zweite Teilstück gewann und danach drei Tage im Gelben Trikot unterwegs war, ehe er wegen einer Lungenentzündung nicht mehr zur 16. Etappe antreten konnte.

Im Whoop-Podcast blickte van der Poel jetzt nochmals auf die 112. Ausgabe der Frankreich-Rundfahrt (2.UWT) zurück, die sich für ihn zu einem Wechselbad der Gefühle entwickelte. “Ich hatte schon immer ein zwiespältiges Verhältnis zur Tour; sie lief nicht immer super für mich. Dieses Jahr (2025) lief es endlich gut, aber dann wurde ich krank, was schwierig war“, sagte van der Poel, für den die Rundfahrt perfekt begonnen hatte. Am Ende der ersten Woche wurde er sogar zum Kämpferischsten Fahrer gewählt und hatte danach besonders die Schlussetappe im Visier.

Die nämlich führte über den Montmartre, ehe es auf die Champs-Élysées ging, und wurde so zu einer Angelegenheit für Klassikerspezialisten, wie Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) mit seinem Sieg vor Davide Ballerini (XDS – Astana), Matej Mohoric (Bahrain Victorious) und Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) bewies. “Ich war sehr motiviert, die Tour zu beenden, und die letzte Etappe lag mir besonders gut“, bedauerte van der Poel nun, dass es nicht mehr zum finalen Showdown mit dem Belgier und dem Toursieger gekommen war.

“Die Tour ist ein Großereignis. Man kommt mit so vielen Menschen in Kontakt, dass es schwerfällt, den Ansteckungsort zu bestimmen. Man versucht, so gut wie möglich damit umzugehen, aber natürlich besteht immer die Gefahr, krank zu werden“, kommentierte er nun rückblickend seine Lungenentzündung, die ihn die Chance auf einen weiteren Etappensieg gekostet hatte.

Offensichtlich trauert van der Poel der aber nicht hinterher – was auch an seinem mittlerweile reiferen Radsportalter liegt. “Wenn man etwas älter ist, kann man so etwas leichter verarbeiten. Es gehört zum Sport dazu; es gibt Höhen und Tiefen. Dadurch weiß man die guten Momente umso mehr zu schätzen“, so der achtmalige Crossweltmeister, der nach dem Omloop-Sieg seine Frühjahrskampagne in Italien fortsetzen wird.

Zunächst geht er bei der Fernfahrt Tirreno-Adriatico (2.UWT) vom 9. bis zum 15. März auf Etappenjagd, ehe er am 21. März als Titelverteidiger bei Mailand-Sanremo (1.UWT) seinen insgesamt dritten Triumph anpeilt.

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