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04.03.2026 | (rsn) – Ausruhen dürfe sich der Radsport auf diesen Zahlen freilich nicht, eröffnete die Bewegung für sauberen Radsport (MPCC) zuletzt, als sie eine Statistik für das Jahr 2025 herausgab. Demnach habe es in jenem Kalenderjahr 20 veröffentlichte Dopingfälle im professionellen Radsport gegeben. Acht andere Sportarten hätten demnach mehr positive gemeldet.
Allen voran die Leichtathletik, in der 133 Dopingfälle gemeldet wurden. Es folgen Gewichtheben (53), Mixed Martial Arts (40), Boxen (34), Wrestling (33), Bodybuilding (32), Powerlifting (30) und Rugby (21). Eingeschlossen der Fälle von Korruption und Betrug landet auch Tennis – hier wurden 19 Sportler des Dopings überführt – ebenfalls noch vor dem Radsport. Während auch alle anderen Sportarten vor dem Radsport diesbezüglich aufgefallen sind, steht bei der Sportart, die von der UCI verwaltet wird, hier eine Null.
Zum Vergleich: Je sechs Mal wurden im Fußball und im Handball positive Dopingfälle gemeldet. Dass die Dunkelziffern in allen Sportarten vermutlich anders aussehen werden, wird aber niemanden überraschen. Dennoch: das Image, der Radsport sei der verseuchteste Sport überhaupt, lässt sich an Hand dieser Zahlen nicht mehr halten.
Auch die Zahlen über die Jahre sind leicht rückläufig. Aus 29 Fällen im Jahr 2022 wurden über die Jahre 28, 22 und nun 20. Der Peak der jüngeren Vergangenheit lag 2019 bei 31 Fällen, 2014 waren es 15.
Die Zahlen aus der zurückliegenden Saison verteilen sie dabei auf 13 Fälle auf der Straße, fünf auf der Bahn und jeweils einen bei BMX und MTB, nach Geschlechtern 16 bei Männern und vier bei Frauen.
“Unser Sport gehört zwar nicht zu den am stärksten betroffenen Disziplinen, muss jedoch besonders vorsichtig bleiben“, heißt es im Statement der MPCC. “Der Radsport muss sowohl die Entwicklung bestimmter medizinischer Praktiken, die als `Grauzonen' bekannt sind, unter den Eliteathleten hinterfragen. Ketone, Tramadol und Kohlenmonooxid führt die Organisation diesbezüglich auf, weist aber zeitgleich auf entsprechende Erfolge hin. “Die Maßnahmen des MPCC haben zu Ergebnissen geführt: Tramadol wurde in die Liste der von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) verbotenen Substanzen aufgenommen, und die wiederholte Inhalation von Kohlenmonoxid wurde vor über einem Jahr verboten. Die UCI verbot diese Praxis erstmals im Februar 2025, woraufhin die WADA reagierte und diese Regel ab 2026 auf alle Sportarten ausweitete.“
Our sport is far from being among the most affected disciplines, but it must remain particularly cautious. Cycling must both question the significant development of certain medical practices known as « grey areas » among the elite and tackle « traditional » doping, particularly… pic.twitter.com/KLwgKUqK80
— MPCC (@MPCC_Cycling) February 24, 2026