“Cipressa-König“ mit Olivenöl belohnt

Laigueglia-Ausreißer Fietzke: “Die Geschwindigkeit ist wahnsinnig“

Von Kevin Kempf

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Paul Fietzke (Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies) durfte mit seinem Olivenöl aufs Podium. | Foto: Cor Vos

05.03.2026  |  (rsn) – Während Altersgenossen wie Paul Seixas (Decathlon – CMA CMG), Jakob Omrzel (Bahrain Victorious), Albert Philipsen (Lidl – Trek), Adria Pericas (UAE – Emirates – XRG), Hector Alvarez (Lidl – Trek Development) oder Lorenzo Finn (Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies) in ihrer ersten Saison nach der Juniorenzeit den Durchbruch geschafft haben, hat sich Paul Fietzke in seinem ersten U23-Jahr schwer getan. 

Jetzt geht der 20-Jährige in seine zweite Saison mit den Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies und bei seinen ersten Renneinsätzen kann er sich gleich mit WorldTour-Profis messen.

Zunächst trat Fietzke Ende Februar beim Giro di Sardegna (2.1) an, den er, ohne hohe Wellen zu schlagen, auf Rang 43 beendete. Deutlich mehr auf sich aufmerksam machte er am Mittwoch im ersten x.Pro-Rennen seiner Karriere. Bei der Trofeo Laigueglia war der Deutsche Teil der Gruppe des Tages

“Es war heute ein superschweres Rennen und ich hatte einen schönen und langen Tag mit den Ausreißern. Ich war fast 130 Kilometer in der Gruppe und konnte die Bergwertung an der Cipressa für mich entscheiden“, erzählte Fietzke in einer Audio-Mitteilung des Teams.

Im Gegensatz zu Mailand-Sanremo (1.UWT), wo die Cipressa traditionell der vorletzte Anstieg des Tages ist, war die Bergwertung bei der Trofeo Laigueglia schon nach 41 der insgesamt 192 Kilometer zu bewältigen. Für den Ausgang des Rennens spielte die Cipressa natürlich keine Rolle. Trotzdem gab es einen Preis für den Sieger des Bergsprints. “Als Belohnung gab es schönes Olivenöl für das Team“, verriet Fietzke, der insgesamt sehr zufrieden mit seinem Auftritt war.

“Ich bin als Development-Fahrer gegen Profis angetreten, die die Tour de France absolviert haben. Die Geschwindigkeit ist wahnsinnig. Am Ende ging es mehr ums Überleben und ich war wirklich glücklich, dass ich das Ziel erreicht haben und auf dem Podium zu stehen“, kommentierte er seinen 55. Platz.Dagegen stiegen seine fünf Teamkollegen sämtlich vorzeitig vom Rad.

“Ich habe wieder viel gelernt. Es gibt natürlich noch viel zu verbessern, aber ich bin sehr glücklich darüber, wie der Tag gelaufen ist und wie ich mich gefühlt habe“, fügte der Brandenburger an.

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